Sel­ber Wöl­fe mit vol­ler Aus­beu­te in Dresden

Selber Wölfe. Foto: Pauline Manzke
Selber Wölfe. Foto: Pauline Manzke

Dresd­ner Eis­lö­wen vs. Sel­ber Wöl­fe 3:5 (0:3; 2:0; 1:2)

Die Sel­ber Wöl­fe star­te­ten – ange­trie­ben von zahl­reich mit­ge­rei­sten Schlach­ten­bumm­lern – nahe­zu per­fekt in die Par­tie. 3:0 lau­te­te der Spiel­stand nach dem ersten Drit­tel aus Sel­ber Sicht. Doch Dres­den gab sich nicht auf, kam wie ver­wan­delt aus der Kabi­ne und nach 40 Minu­ten durch 2 Über­zahl­tref­fer auf 1 Tor her­an. Im Schluss­ab­schnitt wur­de es noch ein­mal rich­tig span­nend. Doch Bit­zer mit sei­nen Para­den, sowie Hörd­ler und Gel­ke mit ihren Tref­fern, stell­ten die Wei­chen auf Sieg für die Wölfe.

Wöl­fe mit per­fek­tem Start

Nach erstem Abta­sten bei­der Mann­schaf­ten brach­te eine Stra­fe gegen Trs­ka in der 4. Spiel­mi­nu­te Fahrt ins Spiel. Die Por­zel­lan­städ­ter ver­tei­dig­ten aber gut und lie­ßen nur 2 Tor­ab­schlüs­se für die Eis­lö­wen zu. In der 7. Minu­te hat­te dann Knack­stedt die erste gro­ße Chan­ce in der Par­tie, sein Schuss strich jedoch knapp am Außen­pfo­sten vor­bei. Die Wöl­fe, die in den ersten 20 Minu­ten auch klar die neu­tra­le Zone domi­nier­ten, agier­ten bei eige­ner Über­zahl domi­nan­ter als die Gast­ge­ber, brach­ten die Schei­be aller­dings auch noch nicht im Tor unter. Doch das soll­te sich schnell ändern. Dres­den war gera­de wie­der kom­plett, da kurv­te Kal­ns ums Dresd­ner Gehäu­se, brach­te die Schei­be Rich­tung Tor und fand Schwam­ber­gers Schlä­ger, der den Puck zum 0:1 über die Linie beför­der­te. Im wei­te­ren Ver­lauf hat­ten die Gast­ge­ber noch zwei Groß­cha­nen, doch Bit­zer und sei­ne Vor­der­leu­te hiel­ten ihren Kasten sau­ber. Bes­ser mach­ten es die Sel­ber: Gel­ke häm­mer­te den Puck in der 17. Minu­te zum 0:2 in den Gie­bel und Knack­stedt mach­te kurz vor der Drit­tel­pau­se gar das 0:3.

Dres­den kommt zurück ins Spiel

Der Gäste­coach schien die rich­ti­gen Wor­te gefun­den zu haben, denn mit mäch­tig Wut im Bauch kamen die Eis­lö­wen aus der Kabi­ne. Die Sel­ber Wöl­fe durf­ten zunächst ein­mal in Über­zahl agie­ren, kamen aber dies­mal – ähn­lich wie die Haus­her­ren im ersten Spiel­ab­schnitt – zu kei­nem Tor­ab­schluss. Bes­ser mach­ten es nun die Dresd­ner bei zah­len­mä­ßi­ger Über­le­gen­heit: Kruminsch saß gera­de ein­mal 22 Sekun­den in der Kühl­box, da klin­gel­te es nach einer sehens­wer­ten Kom­bi­na­ti­on zum 1:3‑Anschlusstreffer im Sel­ber Gehäu­se. Nach einer guten Chan­ce durch Gel­ke gerie­ten die Wöl­fe erneut in Unter­zahl. Wie­der­um war es Trs­ka, der nach leich­tem Kör­per­kon­takt auf die Straf­bank geschickt wur­de. Selb stand defen­siv wie­der stark, kam durch Miglio sogar zu einer Break­mög­lich­keit. Der Texa­ner im Sel­ber Dress wur­de aber vom Dresd­ner Ver­tei­di­ger zumin­dest durch grenz­wer­ti­gen Kör­per­ein­satz am Abschluss gehin­dert, der Arm des Refe­ree blieb aller­dings unten. Die bei­den Haupt­schieds­rich­ter fan­den an die­sem Abend lei­der kei­ne ein­heit­li­che Linie. Fast im Gegen­zug mach­ten die Gast­ge­ber – immer noch in Über­zahl agie­rend – ihren 2. Tref­fer und kamen auf 2:3 heran.

Bit­zer hält den Sieg fest

Hörd­ler sorg­te bereits nach 19 Sekun­den im Schluss­ab­schnitt mit sei­nem Tref­fer zum 2:4 für etwas Beru­hi­gung im Sel­ber Lager. Die Wöl­fe ver­tei­dig­ten gut und über­stan­den sogar – dank eines über­ra­gen­den Bit­zer – eine 110-sekün­di­ge dop­pel­te Unter­zahl schad­los. In der 54. Minu­te brach­te Hess­ler die Haus­her­ren noch ein­mal auf 1 Tor her­an. Als Dres­den den Tor­wart schon für einen zusätz­li­chen Feld­spie­ler gezo­gen hat­ten, sicher­ten die Wöl­fe die Schei­be im eige­nen Drit­tel und Gel­ke traf zur Ent­schei­dung ins ver­wai­ste Tor.

Mann­schafts­auf­stel­lun­gen und Statistik

  • Dresd­ner Eis­lö­wen: Schwen­de­ner (Sei­del) – Karls­son, Man­nes, Suvan­to, Upleg­ger, Pru­den, Riedl, Elten – Rund­q­vist, Porsber­ger, And­res, Peter­sen, Bin­dels, Kozi­ol, Hess­ler, Postel, Mra­zek, Hen­dresch­ke, Drews, Knobloch
  • Sel­ber Wöl­fe: Bit­zer (Wei­de­kamp) – Hörd­ler, Hanusch, Trs­ka, Gläßl, Raab, Plau­schin, Mel­ni­kow – Schwam­ber­ger, McN­eill, Gel­ke, Knack­stedt, Kruminsch, Miglio, Kolu­paylo, Peter, Kal­ns, Kryms­kiy, Dall­dush, Marusch
  • Tore: 7. Min. 0:1 Schwam­ber­ger (Kal­ns, Hanusch); 17. Min. 0:2 Gel­ke (Peter, McN­eill); 20. Min. 0:3 Knack­stedt (Miglio, Hanusch); 27. Min. 1:3 And­res (Suvan­to, Karls­son; 5/4); 34. Min. 2:3 Bin­dels (Postel; 5/4); 41. Min. 2:4 Hörd­ler; 54. Min. 3:4 Hess­ler (Kozi­ol); 60. Min. 3:5 Gel­ke (McN­eill, Hanusch)
  • Straf­zei­ten: Dres­den 6, Selb 12
  • Schieds­rich­ter: Stein­gross, Naust (Pfriem, Höfer)
  • Zuschau­er: 2.562

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