Kuli­na­ri­sches Erbe der Zisterzienser

Kloster VyssiBrod © MAS Rozkvet
Kloster VyssiBrod © MAS Rozkvet

Koope­ra­ti­ons­pro­jekt aus drei Län­dern zum kuli­na­ri­schen Erbe der Zis­ter­zi­en­ser beim Kick-off-Mee­ting in Vyšší Brod auf den Weg gebracht

Die Zis­ter­zi­en­ser sind ein wahr­haft euro­päi­scher Orden, der sich seit dem Mit­tel­al­ter über vie­le Län­der aus­brei­te­te und die Kul­tur­land­schaf­ten vie­ler­orts bis heu­te prägt. Die­sen euro­päi­schen Ansatz ver­folgt auch das neue Pro­jekt „Kuli­na­ri­sches Erbe der Zis­ter­zi­en­ser in Mit­tel­eu­ro­pa“, deren Pro­jekt­ver­ant­wort­li­che aus Tsche­chi­en, Deutsch­land und Öster­reich sich zum Auf­takt­mee­ting am 10. März im tsche­chi­schen Vyšší Brod getrof­fen haben. Im Früh­jahr star­tet bereits die von der Paris Lodron Uni­ver­si­tät Salz­burg fach­lich betreu­te Erfor­schung alter klös­ter­li­cher Rezep­te und loka­ler Tra­di­tio­nen. Hier­zu sind rund zehn teil­neh­men­de Klos­ter­stät­ten u.a. aus dem Cis­ter­s­capes-Netz­werk, das sich aktu­ell um das Euro­päi­sche Kul­tur­er­be-Sie­gel bewirbt, mit ihren Klos­ter­ar­chi­ven und Biblio­the­ken aktiv ein­ge­bun­den. Fol­gen­de Fra­gen sol­len dabei beant­wor­tet wer­den: Inwie­weit sind regio­na­le Spe­zia­li­tä­ten auf klös­ter­li­che Ursprün­ge zurück­zu­füh­ren? Was war typisch für die Tisch­kul­tur der Mön­che? Wel­che ver­ges­se­nen kuli­na­ri­schen Schät­ze kön­nen viel­leicht noch geho­ben werden?

Ein wei­te­res wich­ti­ges Ziel ist es, einer brei­ten Öffent­lich­keit und vor allem den Jugend­li­chen von die­sem Erbe zu erzäh­len, sie aktiv dar­an teil­ha­ben zu las­sen. Von März 2023 bis Herbst 2025 wer­den hier­zu län­der­über­grei­fen­de Akti­vi­tä­ten umge­setzt, dar­un­ter Koch­work­shops, die alte Rezep­te in die Gegen­wart über­tra­gen. In Zusam­men­ar­beit mit Part­nern sol­len mit Hil­fe von digi­ta­len Ver­fah­ren außer­dem his­to­ri­sche Räu­me in Klös­tern drei­di­men­sio­nal visua­li­siert wer­den. Über die inter­na­tio­na­le Abschluss­ta­gung in Salz­burg soll schließ­lich der Wis­sens­trans­fer in die Fach­welt und die brei­te Öffent­lich­keit erfol­gen. Auf den Spu­ren der Zis­ter­zi­en­ser in Mit­tel­eu­ro­pa las­sen sich also kuli­na­ri­sche, regio­na­le und nach­hal­ti­ge Impul­se für unse­re heu­ti­ge Zeit fin­den, um gleich­zei­tig ein altes Netz­werk, das sich durch Inno­va­ti­on und Wis­sens­trans­fer aus­zeich­net, neu zu beleben.