Die Bam­ber­ger Wirt­schaft erwar­tet einen Konjunktur-Einbruch

Trend­aus­wer­tung IHK-Gre­mi­um Bamberg

Die Bamberger Wirtschaft erwartet einen Einbruch der Konjunktur November 2022

„Die Bam­ber­ger Wirt­schaft steht ins­ge­samt gut da. Die Ein­schät­zun­gen für die Geschäf­te im Win­ter sind aller­dings alar­mie­rend“, so der IHK-Vize­prä­si­dent und Vor­sit­zen­de des IHK-Gre­mi­ums Bam­berg, Her­bert Grim­mer. Foto: Privat

Die Bam­ber­ger Unter­neh­men berich­ten in der Kon­junk­tur­um­fra­ge der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth von einer im Sal­do ver­hal­ten posi­ti­ven Geschäfts­la­ge. Die Erwar­tun­gen an die kom­men­den Mona­te geben hin­ge­gen stark nach und rut­schen in den nega­ti­ven Bereich. „Die Bam­ber­ger Wirt­schaft steht ins­ge­samt gut da. Die Ein­schät­zun­gen für die Geschäf­te im Win­ter sind aller­dings alar­mie­rend“, so der IHK-Vize­prä­si­dent und Vor­sit­zen­de des IHK-Gre­mi­ums Bam­berg, Her­bert Grim­mer. Der Kon­junk­tur­kli­ma­in­dex für Stadt und Land­kreis Bam­berg gibt um 22 Zäh­ler nach und notiert jetzt bei 83 Punkten.

Nach der der­zei­ti­gen Geschäfts­la­ge gefragt, stuft ein Drit­tel aller Befrag­ten die Situa­ti­on gut ein, wei­te­re 51 Pro­zent befrie­di­gend. Eine schlech­te betrieb­li­che Lage geben hin­ge­gen 16 Pro­zent zu Pro­to­koll. „Die Geschäfts­la­ge ist bei vie­len Unter­neh­men gut und ver­bes­sert sich im Ver­gleich zum Früh­jahr“, so Grim­mer. Dies unter­mau­ert der Blick auf die Kapa­zi­täts­aus­la­stung der Bam­ber­ger Unter­neh­men. Die­se erhöht sich eben­falls im Ver­gleich zur Früh­jahrs­um­fra­ge. „85 Pro­zent berich­ten von einer hohen bzw. befrie­di­gen­den Aus­la­stung. Aller­dings: Die Roh­stof­fe und Vor­pro­duk­te müs­sen vor­han­den bzw. lie­fer­bar sein“, erläu­tert der Gremiumsvorsitzende.

Düste­re Pro­gno­se in der Wirt­schafts­re­gi­on Bamberg

Gänz­lich anders sieht die Pro­gno­se beim Blick auf die kom­men­den Mona­te aus. Über die Hälf­te (54 Pro­zent) der Befrag­ten rech­net mit einer Ver­schlech­te­rung der eige­nen Geschäfts­la­ge. Eine Ver­bes­se­rung erwar­ten nur noch zwölf Pro­zent. Die wei­te­ren 34 Pro­zent kal­ku­lie­ren mit einer sta­bi­len Geschäfts­la­ge. Damit rutscht die Pro­gno­se tief in den nega­ti­ven Sal­do. „Die Erwar­tun­gen der Bam­ber­ger Wirt­schaft sind im Kel­ler. Das ist nur ver­ständ­lich, wenn man sich den Mix aus Preis­ent­wick­lung, Ver­füg­bar­kei­ten, Lie­fer­ket­ten und Infla­ti­on anschaut. Die Poli­tik muss drin­gend alles in die Waag­scha­le wer­fen, was sie hat“, mahnt der Vor­sit­zen­de. Glei­ches gilt für die erwar­te­ten Kapa­zi­täts­aus­la­stun­gen, die deut­lich nach­ge­ben, und die geplan­ten Ver­kaufs­prei­se, die deut­lich stei­gen sollen.

Die Beschäf­tig­ten­pla­nung folgt dem rück­läu­fi­gen Trend: Über ein Vier­tel der befrag­ten Unter­neh­men fürch­tet Mit­ar­bei­ter frei­stel­len zu müs­sen und nur zehn Pro­zent der Betrie­be rech­nen mit Per­so­nal­auf­bau. „Der Arbeits­markt reagiert häu­fig ver­zö­gert, da die Unter­neh­men so lan­ge wie mög­lich an den Mit­ar­bei­tern fest­hal­ten. Im Lau­fe des Win­ters kann es aber zu deut­li­chen Aus­wir­kun­gen kom­men“, befürch­tet Grimmer.

Ins­ge­samt ergibt die aktu­el­le IHK-Kon­junk­tur­um­fra­ge in allen Teil­re­gio­nen ein ähn­li­ches Bild. „In allen acht IHK-Gre­mi­en ist der Kon­junk­tur­kli­ma­in­dex jeweils deut­lich gefal­len. Dies zeigt, auf welch brei­ter Front die der­zei­ti­gen Her­aus­for­de­run­gen die Unter­neh­men vor Ort bela­sten“, so IHK-Kon­junk­tur­re­fe­rent Mal­te Tiedemann.

Die Daten der Bam­ber­ger Kon­junk­tur­um­fra­ge gibt es als pdf zum Down­load hier.

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