Stadt Wun­sie­del trau­ert um Alt­bür­ger­mei­ster Karl-Wil­li Beck

Altbürgermeister Karl-Willi Beck
Altbürgermeister Karl-Willi Beck

Die Bür­ger der Stadt Wun­sie­del trau­ern um Alt­bür­ger­mei­ster Karl-Wil­li Beck, der am vor­gest­ri­gen Abend nach lan­ger schwe­rer Krank­heit im Alter von 68 Jah­ren ver­stor­ben ist.

„Die Stadt ver­liert mit Karl-Wil­li Beck eine prä­gen­de Per­sön­lich­keit, einen muti­gen Visio­när und Macher, des­sen Spu­ren und Wir­ken noch lan­ge sicht­bar sein wer­den“, so Erster Bür­ger­mei­ster Nico­las Lahov­nik. „Ich per­sön­lich ver­lie­re einen Men­schen, der mir sei­nen Rat nie auf­ge­drängt hat, aber zu jeder Zeit mit sei­nen wert­vol­len Erfah­run­gen bereit­stand, wenn ich ihn um sei­ne Mei­nung bat“.

Karl-Wil­li Beck war vom 01.05.2002 bis 30.04.2020 Erster Bür­ger­mei­ster der Kreis­stadt. Das Amt des Ersten Bür­ger­mei­sters war ihm eine gro­ße Ehre und Her­zens­an­ge­le­gen­heit. Es war für ihn Erfül­lung und „schön­ste Auf­ga­be sei­nes Lebens“, wie er selbst immer zu sagen pflegte.

Schon kurz nach sei­ner Wahl zum Bür­ger­mei­ster war die Innen­stadt nach hef­ti­gen Regen­güs­sen über­flu­tet. Das nahm Karl-Wil­li Beck zum Anlass, einen Gene­ral­entwäs­se­rungs­plan für die Stadt aus­ar­bei­ten zu las­sen und mit der Umset­zung zu begin­nen. Immer mit sei­nem Namen ver­bun­den sein wer­den Maß­nah­men wie die Instand­set­zung des Fel­sen­la­by­rinths, die Inwert­set­zung des Bür­ger­parks Katha­ri­nen­berg, die Sanie­rung der Jean-Paul-Schu­le, das Mehr­ge­nera­tio­nen­haus, die Kon­ver­si­on des Retsch­ge­län­des sowie der Umbau und die Erwei­te­rung des Betriebs­ge­bäu­des der Lui­sen­burg-Fest­spie­le. Auch die Grün­dung der Kom­mu­nal­un­ter­neh­men WUN Infra­struk­tur und WUN Immo­bi­li­en gehen auf sei­ne Initia­ti­ve zurück.

Mit Krea­ti­vi­tät und eiser­nem poli­ti­schen Wil­len hat Karl-Wil­li Beck stets gegen rech­tes Gedan­ken­gut gekämpft. Dafür wur­den ihm und sei­nen Mit­strei­tern von der Jugend­in­itia­ti­ve „Wun­sie­del ist bunt – nicht braun“ 2008 die Theo­dor-Heuss-Medail­le ver­lie­hen. Im Jahr 2011 erhielt er, stell­ver­tre­tend für alle enga­gier­ten Wun­sied­ler Bür­ger, die Baye­ri­sche Ver­fas­sungs­me­dail­le in Gold.

Ein beson­ders gro­ßes Ver­dienst Karl-Wil­li Becks ist, recht­zei­tig erkannt zu haben, dass die Ener­gie­ver­sor­gung dezen­tral auf­ge­stellt wer­den muss. Bei dem von ihm mit erar­bei­te­ten „Wun­sied­ler Weg der Ener­gie“ war er vor allem der poli­ti­sche Motor. Gera­de in der heu­ti­gen Zeit wird deut­lich, wel­chen Wert die­ses visio­nä­re Han­deln für die Bür­ger und die Zukunft der Stadt hat.

Sein Ein­satz und sein Enga­ge­ment für die Stadt und ihre Bür­ge­rin­nen und Bür­ger wird unver­ges­sen blei­ben. Die Fest­spiel- und Ener­gie­stadt Wun­sie­del wird Karl-Wil­li Beck stets ein ehren­des Geden­ken bewahren.

Sei­ner Gat­tin Ingrid gilt die Anteil­nah­me der Wun­sied­ler Bürger.

Ab 3. Novem­ber liegt im 1. Ober­ge­schoss des Rat­hau­ses, vor dem Amts­zim­mer des Ersten Bür­ger­mei­sters, ein Kon­do­lenz­buch aus.

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