Deut­lich mehr Geld für 210 Rei­ni­gungs­kräf­te im Kreis Forchheim

Unverzichtbarer Job: Reinigungskräfte kümmern sich darum, dass Schulen, Büros und Arztpraxen sauber sind. Für ihre Arbeit bekommen sie jetzt mindestens 13 Euro pro Stunde – und damit mehr als den gesetzlichen Mindestlohn, so die Gebäudereiniger-Gewerkschaft IG BAU.
Unverzichtbarer Job: Reinigungskräfte kümmern sich darum, dass Schulen, Büros und Arztpraxen sauber sind. Für ihre Arbeit bekommen sie jetzt mindestens 13 Euro pro Stunde – und damit mehr als den gesetzlichen Mindestlohn, so die Gebäudereiniger-Gewerkschaft IG BAU.

Min­dest­lohn in der Gebäu­de­rei­ni­gung jetzt bei 13 Euro pro Stunde.

Lohn-Plus für Rei­ni­gungs­kräf­te: Die 210 Men­schen, die im Land­kreis Forch­heim in der Gebäu­de­rei­ni­gung arbei­ten, bekom­men deut­lich mehr Geld. Der Ein­stiegs­ver­dienst in der Bran­che klet­tert zum Okto­ber auf 13 Euro pro Stun­de – 12,6 Pro­zent mehr als bis­lang. Beschäf­tig­te in der Glas- und Fas­sa­den­rei­ni­gung kom­men jetzt auf einen Stun­den­lohn von 16,20 Euro (plus 9,4 Pro­zent). Das teilt die Indu­strie­ge­werk­schaft Bau­en-Agrar-Umwelt (IG BAU) mit.

„Wer Schu­len und Büros putzt oder für Hygie­ne im Kran­ken­haus und Alten­heim sorgt, macht einen unver­zicht­ba­ren Job. Dafür gibt es nun eine wich­ti­ge Aner­ken­nung. Mit dem kräf­ti­gen Ein­kom­mens­plus haben die Beschäf­tig­ten auch in Zei­ten hoher Infla­ti­on de fac­to mehr Geld in der Tasche – und ver­die­nen deut­lich mehr als den gesetz­li­chen Min­dest­lohn, der im Okto­ber auf zwölf Euro pro Stun­de gestie­gen ist“, sagt Uwe Beh­rendt. Der Bezirks­vor­sit­zen­de der IG BAU Ober­fran­ken appel­liert an alle Rei­ni­gungs­kräf­te in der Regi­on, ihre näch­ste Lohn­ab­rech­nung zu prü­fen. Denn die Löh­ne sind – bei unge­lern­ten Kräf­ten eben­so wie bei Fach­leu­ten in der Glas- und Fas­sa­den­rei­ni­gung – für die Betrie­be ver­pflich­tend. „Jede Rei­ni­gungs­fir­ma muss sich an die neu­en Stan­dards hal­ten. Nie­mand darf weni­ger als 13 Euro pro Stun­de ver­die­nen. Wer trotz­dem zu wenig bekommt, soll­te sich an die IG BAU wen­den“, rät Behrendt.

Nach dem Tarif­ver­trag, den Gewerk­schaft und Arbeit­ge­ber aus­ge­han­delt haben, stei­gen die Ein­kom­men im Janu­ar 2024 erneut. Der unter­ste Stun­den­lohn liegt dann bei 13,50 Euro. In der Glas- und Fas­sa­den­rei­ni­gung wer­den künf­tig 16,70 Euro pro Stun­de gezahlt. Außer­dem pro­fi­tiert der Nach­wuchs: Die Azu­bi-Löh­ne erhö­hen sich bis 2024 auf 900 Euro im ersten, 1.035 Euro im zwei­ten und 1.200 Euro im drit­ten Ausbildungsjahr.

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