Som­mer im Land­kreis Lich­ten­fels: Die Grill­sai­son ist im vol­len Gange

281 - 2022_08_11_PM_Umwelttipp Grillen-Grillgut
Der Genuss von Gemüse und regionalem Grillgut senkt klimarelevante Emissionen und stärkt die Region. Foto: (Landratsamt Lichtenfels/Anika Leimeister)

Som­mer im Land­kreis Lich­ten­fels, die Grill­sai­son ist im vol­len Gan­ge. Umwelt­freund­lich ist das aber oft nicht: Ange­fan­gen von Bil­lig­fleisch, über Ein­weg­grills und che­mi­sche Grill­an­zün­dern. Tipps wie Gril­len kli­ma­freund­li­cher gestal­tet wer­den kann, gibt es hier.

Wahl des Grills

Bei der Wahl des Grills kön­nen CO2-Emis­sio­nen bereits durch das Nut­zen von Solar‑, Gas- oder Elek­tro­grills gesenkt wer­den. Betrie­ben mit Öko­strom kön­nen somit wei­te­re CO2-Emis­sio­nen ver­mie­den werden.

Holz­koh­le und Alternativen

Ent­schei­det man sich für die klas­si­sche Vari­an­te so ist zu bemer­ken: In fast jeder zwei­ten Grill­koh­le steckt laut Umwelt­bun­des­amt Holz aus öko­lo­gisch wert­vol­len Tro­pen­wäl­dern. Hier­für gibt es Alter­na­ti­ven wie Grill­bri­ketts aus Oli­ven­ker­nen, Wein­stöcken oder Mais­koh­le aus Mais­spin­deln. Die­se Pro­duk­te wer­den aus land­wirt­schaft­li­chen Abfall­pro­duk­ten her­ge­stellt und haben einen kür­ze­ren Trans­port­weg, somit wird wenig kli­ma­schäd­li­ches CO2 ausgestoßen.

Wer wei­ter­hin Holz­koh­le ver­wen­den möch­te, soll­te Koh­le mit ver­trau­ens­wür­di­gen Sie­geln wie FSC, Natur­land bzw. Bio-Sie­gel nut­zen. Die Sie­gel stel­len sicher, dass das Holz aus nach­hal­ti­ger Wald­be­wirt­schaf­tung stammt. Zudem soll­te die Holz­koh­le ein DIN-Prüf­zei­chen (DIN EN 1860–2) auf­wei­sen, die­ses stellt sicher, dass kein Pech, Erd­öl, Koks oder Kunst­stof­fe ent­hal­ten sind. Es sagt aber nichts über die Her­kunft der Koh­le aus. Hei­mi­sche Holz­koh­le ist zu bevor­zu­gen. Zer­ti­fi­zier­te Holz­koh­le ist in vie­len Bau­märk­ten, Super­märk­ten und Tank­stel­len erhältlich.

Quel­le: Forest Ste­wardship Coun­cil (FSC). Quel­le: Bun­des­mi­ni­ste­ri­um für Ernährung/​Landwirtschaft/​Ver­brau­cher­schutz.

Anzün­der

Um die gewähl­te Holz­koh­le anzu­zün­den soll­te man auf che­mi­sche Grill­an­zün­der ver­zich­ten. Alter­na­tiv kann man Rei­sig, Holz­spä­ne, Pap­pe oder Wachs ver­wen­den. Bei kom­mer­zi­el­len Grill­an­zün­dern soll­te auch die Zer­ti­fi­zie­rung mit­tels der bereits genann­ter Sie­gel und das DIN-Prüf­zei­chen( DIN EN 1860–3) geach­tet werden.

Regio­na­les Grillgut

Nahe­zu 95 Pro­zent der beim Gril­len anfal­len­den kli­mare­le­van­ten Emis­sio­nen wer­den laut Öko­bi­lanz-Stu­die des TÜV Rhein­land durch das Grill­gut ver­ur­sacht, wel­ches ver­wen­det wird. Weni­ger und hoch­wer­ti­ge­res Fleisch, mehr Gemü­se, Bio­pro­duk­te und regio­na­le, sai­so­na­le Pro­duk­te sind am besten für die Umwelt und stär­ken die Region.

Abfall ver­mei­den

Ein­weg­tel­ler und Ein­weg­be­steck soll­ten durch Mehr­weg­ge­schirr aus­ge-tauscht wer­den. Alu-Grill­scha­len kön­nen leicht durch wie­der­ver­wend­ba­re Grill­scha­len aus Edel­stahl ersetzt wer­den. Auf die Ver­wen­dung von Ein­weg Grills soll­te ver­zich­tet wer­den. Bleibt Gegrill­tes übrig kann die­ses in Mehr­weg­do­sen oder Bie­nen­wachs­tü­chern ver­packt und spä­ter ver­zehrt wer­den. Holz­koh­len­asche ist aus­ge­kühlt im Rest­müll (schwar­ze Ton­ne) zu ent­sor­gen. Für Gar­ten und Kom­post ist sie nicht oder allen­falls in sehr gerin­gen Men­gen geeignet.

Bei der Pla­nung der näch­sten Grill­par­ty dran den­ken: Jeder ein­zel­ne kann einen Bei­trag zum Kli­ma­schutz lei­sten und CO2-Emis­sio­nen ver­mei­den! Bei wei­te­ren Fra­gen zur The­ma­tik steht die Kli­ma­schutz­be­auf­trag­te des Land­rats­am­tes Lich­ten­fels, Anika Lei­mei­ster, unter 09571 18–9600 ger­ne zur Verfügung.

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