Bay­reu­ther SPD kri­ti­siert schlep­pen­den Pro­jekt­fort­schritt bei der Röhrenseekaserne

Moritzhöfen 2022
„Wohnen und Arbeiten in Moritzhöfen“ soll auf der Kasernenbrache an der Ludwig-Thoma-Straße laut dem 2. Bürgermeister Andreas Zippel (SPD), der wohnungspolitischen Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Natascha Kohnen, der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Dr. Beate Kuhn und dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Thomas Bauske endlich möglich werden. Foto: Privat

War­um steht auf der Kaser­nen­bra­che nach drei Jah­ren immer noch nichts?

Mit­glie­der der SPD-Stadt­rats­frak­ti­on tra­fen sich mit der woh­nungs­po­li­ti­schen Spre­che­rin der SPD-Land­tags­frak­ti­on, Nata­scha Koh­nen, auf dem Behör­den­park­platz neben dem Arbeits- und Sozi­al­ge­richt an der Lud­wig-Tho­ma-Stra­ße. Hier sol­len auf dem Gelän­de der ehe­ma­li­gen Röh­ren­see­ka­ser­ne rund 400 Woh­nun­gen ent­ste­hen. Das neue Quar­tier soll durch­weg­bar von allen Rich­tun­gen wer­den und für eine Kita Platz bieten.

Im Jahr 2019 lief ein Archi­tek­ten­wett­be­werb, in den der Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de Tho­mas Bauske als Sach­preis­rich­ter ein­ge­bun­den war. „Die Geschich­te hat mitt­ler­wei­le einen Bart“, sagt Bauske augen­zwin­kernd und hält ein Bild mit dem Sie­ger­mo­dell hoch von Anfang 2020 – vor Coro­na und Bauske damals noch bart­los. Ange­sichts des zuneh­mend ange­spann­ten Woh­nungs­markts ist die lang­sa­me Ent­wick­lung nicht nach­voll­zieh­bar, so die Ver­tre­ter der SPD. „Woh­nen ist Daseins­vor­sor­ge und man kann ja nicht mal für drei Wochen damit auf­hö­ren“, so Koh­nen. Es sei nicht zu ver­ste­hen, wie­so nach zwei­ein­halb Jah­ren auf dem Gelän­de in Moritz­hö­fen fak­tisch immer noch nichts pas­siert sei, obwohl Wohn­raum drin­gend benö­tigt wird. Des­we­gen hat sich Bauske an Koh­nen gewandt, um bei der Bay­ern­Heim GmbH nach­zu­fra­gen. Die Ant­wort kam über die Staats­re­gie­rung prompt: Bis Ende 2022 soll Plan­rei­fe durch die Stadt Bay­reuth her­ge­stellt sein und danach wer­de man umge­hend einen Bau­an­trag für die kom­ple­xe Ent­wick­lungs­maß­na­me ein­rei­chen. Nicht zufrie­den­stel­lend, wes­we­gen Koh­nen nach Bay­reuth kam und sich das Grund­stück vor Ort anschau­te. Hin­ter vor­ge­hal­te­ner Hand hört man, dass es ohne die Bay­ern­Heim schnel­ler gegan­gen wäre. „Die Inef­fi­zi­enz durch die Bay­ern­Heim sehen wir auch an ande­ren Orten“, so Kohnen.

Die­se war nach Söders For­de­rung im Land­tags­wahl­kampf 2018, 10.000 Woh­nun­gen bin­nen fünf Jah­ren zu bau­en, gegrün­det wor­den. Nach vier Jah­ren sieht es so aus, als ob es nur Wahl­kampf­ge­tö­se war und Woh­nun­gen zu einem sozi­al­ver­träg­li­chen Preis immer noch feh­len – die Bay­ern­heim GmbH hat bis­lang kei­ne ein­zi­ge Woh­nung selbst gebaut. „Durch die gestie­ge­nen Bau­prei­se und die Aus­la­stung der Bau­fir­men wird das Pro­jekt nun teu­rer. Die Zeche zah­len die Steu­er­zah­ler und Mie­ter“, so Bauske.
Koh­nen wird in Mün­chen bei einem Gespräch mit dem Staats­mi­ni­ster für Woh­nen, Bau und Ver­kehr noch ein­mal die Dring­lich­keit beto­nen und wei­ter Ursa­chen­for­schung betrei­ben. Der Ober­ste Baye­ri­sche Rech­nungs­hof hat bereits im Früh­jahr har­sche Kri­tik an der Bay­ern­Heim wegen der bis­he­ri­gen Miss­erfolg geäu­ßert. Einig waren sich alle Anwe­sen­den: Die Wohn­la­ge zwi­schen Innen­stadt und Röh­ren­see ist top – nun muss es aber auch end­lich schnell vor­an­ge­hen mit dem Bau des geplan­ten Quartiers.

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