Markt Hei­li­gen­stadt stellt Gemein­de­ent­wick­lungs­kon­zept auf

„Ich bin ganz begei­stert von dem Vor­trag, dass ist genau das Rich­ti­ge für uns.“ Dies sag­te Markt­ge­mein­de­rat Peter Kieß­kalt (SPD) nach­dem der Pot­ten­stei­ner Bür­ger­mei­ster Ste­fan Früh­bei­ßer (CWU/UWV) wäh­rend der Markt­ge­mein­de­rats­sit­zung über das in Pot­ten­stein erfolg­reich auf­ge­stell­te Gemein­de­ent­wick­lungs­kon­zept (GEK) refe­riert hat­te. Ein­stim­mig beschloss der Markt­ge­mein­de­rat dann auch die Auf­stel­lung eines Gemein­de­ent­wick­lungs­kon­zepts für den Markt Hei­li­gen­stadt nach dem Appell von Bür­ger­mei­ster Ste­fan Reichold (SPD).

Ein seltener Gast im Heiligenstädter Rathaus: Pottensteins Bürgermeister Stefan Frühbeißer als Referent zur Aufstellung eines Gemeindeentwicklungskonzepts. Foto: Thomas Weichert

Ein sel­te­ner Gast im Hei­li­gen­städ­ter Rat­haus: Pot­ten­steins Bür­ger­mei­ster Ste­fan Früh­bei­ßer als Refe­rent zur Auf­stel­lung eines Gemein­de­ent­wick­lungs­kon­zepts. Foto: Tho­mas Weichert

„Mir gefällt beson­ders das alle 24 Orts­tei­le mit ein­ge­bun­den sind“, beton­te Reichold in einem trotz Kli­ma­an­la­ge tro­pi­schem Rat­haus­saal. 2011 fand das erste Gespräch mit Lothar Wink­ler vom Amt für länd­li­che Ent­wick­lung (ALE) in Pot­ten­stein zur Auf­stel­lung eines (GEK) statt. Pot­ten­stein war damals Pilot­ge­mein­de für dies neue Art der Gemein­de­ent­wick­lung. Ein Jahr spä­ter war das Kon­zept fer­tig und inzwi­schen konn­ten vie­le Maß­nah­men mit guter För­de­rung auch umge­setzt wer­den. Aktu­ell läuft die Dorf­er­neue­rung von Pütt­lach. Wie in Pot­ten­stein auch wird Hei­li­gen­stadt der Tou­ris­mus ein Schwer­punkt des GEK wer­den. „Wir hat­ten damals kei­ner­lei Gesamt­schau über unser Gemein­de­ge­biet“, erklär­te Früh­bei­ßer und es sei die Fra­ge gewe­sen was in den ein­zel­nen Orts­tei­len – in Pot­ten­stein 33 – wirk­lich wich­tig ist. Kon­se­quent sei auch der Fra­ge­stel­lung nach­ge­gan­gen, auf was ver­zich­tet wer­den kön­ne. Gefahr dabei war die feh­len­de Akzep­tanz. „Die Zukunft wird uns abver­lan­gen noch mehr zusam­men­zu­ar­bei­ten“, ist sich der Pot­ten­stei­ner Stadt­chef sicher. Wenn man sich dann auf das Wesent­li­che kon­zen­triert kom­me man mit maxi­mal zehn ver­schie­de­nen För­der­töp­fen gut aus. Ganz wich­tig bei der Erstel­lung eines GEK sei die Fra­ge, was der Ein­zel­ne dazu bei­tra­gen kön­ne. „Man darf die Bür­ger durch­aus fra­gen, was bringt ihr mit ein“, so Früh­bei­ßer der beton­te, das es ohne Bür­ger­be­tei­li­gung nicht geht. Er ver­wies auch dar­auf, das die Auf­stel­lung eines sol­chen Kon­zepts für die Markt­ge­mein­de­rä­te sehr zeit­in­ten­siv sein werde.

In Pot­ten­stein wur­de zunächst ein Vita­li­täts-Check durch­ge­führt, mit den Bür­gern in allen Orts­tei­len so genann­te Gar­ten­zaun­ge­sprä­che geführt, Dorf­werk­stät­ten mit Fach­leu­ten gegrün­det, fünf The­men­werk­stät­ten auf­ge­stellt und Steck­brie­fe für jede Ort­schaft ange­fer­tigt nach dem die Ein­zel­be­wer­tung für jeden Ort erfolg­te. „Leer­stän­de, Bau­lücken und vie­les mehr wur­de kata­lo­gi­siert. Wich­tig sei es laut Früh­bei­ßer lang­fri­stig zu pla­nen und das Kon­zept immer wie­der fort­zu­schrei­ben. Und ein ganz wich­ti­ger Aspekt sei auch, kei­ne Gefäl­lig­keits­ent­schei­dun­gen zu tref­fen. Als die drei wesent­li­chen Punk­te eines GEK nann­te Früh­bei­ßer die Vita­li­tät der der Ort­schaf­ten zu erhal­ten, eine Ent­wick­lungs­agen­tur zu grün­den und Bür­ger­be­wusst­sein zu aktivieren.

Als wei­te­re Refe­ren­tin zu die­sem The­ma war Jen­ni­fer Knip­ping vom ALE gekom­men. Sie beton­te das es vor allem dar­um geht eine lang­fri­sti­ge Stra­te­gie für die Gemein­de­ent­wick­lung zu kon­zep­tio­nie­ren und ganz wich­tig, Prio­ri­tä­ten zu setz­ten. „Das ist nicht wünsch dir was“, so Knip­ping die beton­te, dass man auf­pas­sen müs­se nicht zu vie­le Begehr­lich­kei­ten zu zu wecken. Im Mit­tel­punkt steht die Bür­ger­mit­wir­kung und Kon­sens­ori­en­tie­rung und von zen­tra­ler Bedeu­tung sind Boden­ord­nung und das Flä­chen­ma­nage­ment“, beton­te die Exper­tin. Die Erstel­lung des GEK durch ein Fach­bü­ro – in Pot­ten­stein war es „land­im­puls“ – wird über das ALE mit 75 Pro­zent, maxi­mal jedoch 50.000 Euro, geför­dert. „Das eröff­net den Blick­win­kel aus dem eige­nem Dorf her­aus“, freut sich auch Vize­bür­ger­mei­ste­rin Grä­fin Moni­ka von Stauf­fen­berg (CSU) schon auf den Start der mit einem Semi­nar des Markt­ge­mein­de­rats in Klo­ster­lang­heim star­ten wird.

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