Bam­ber­ger MdL Ursu­la Sowa: „Anker­zen­trum wird nicht über 2025 hin­aus bestehen“

MdL Ursula Sowa © le mile studios
MdL Ursula Sowa © le mile studios

MdL Sowa wider­spricht Aus­sa­ge von Innen­mi­ni­ster Herrmann

„Die CSU-Staats­re­gie­rung soll­te lie­ber vor­aus­schau­end die Abwick­lung des Bam­ber­ger Anker­zen­trums pla­nen, als wei­ter­hin öffent­lich ihren Wort­bruch feil­zu­hal­ten.“ Das sagt die Bam­ber­ger Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Ursu­la Sowa in Bezug auf eine aktu­el­le Pres­se­mel­dung, der zufol­ge Innen­mi­ni­ster Joa­chim Herr­mann die Ein­rich­tung für Geflüch­te­te wei­ter in Bam­berg betrei­ben will.

Dem steht näm­lich eine Ver­ein­ba­rung zwi­schen Frei­staat Bay­ern und Stadt Bam­berg ent­ge­gen, wonach die Mas­sen­un­ter­kunft, in der sich der­zeit rund 1900 Men­schen befin­den, im Jahr 2025 geschlos­sen wer­den soll. „Auf so eine Zusa­ge muss man sich ver­las­sen kön­nen“, for­dert Sowa. „Bam­berg braucht das Are­al des Anker­zen­trums mit sei­nen zahl­rei­chen Mehr­fa­mi­li­en­häu­sern, um Men­schen aller Natio­nen mit drin­gend benö­tig­tem Wohn­raum zu ver­sor­gen.“ Die Grü­nen-Poli­ti­ke­rin spricht sich über­dies seit Jah­ren gegen die Mas­sen­un­ter­brin­gung von Geflüch­te­ten aus. Ihre Par­tei plä­diert statt­des­sen für dezen­tra­le Unterkünfte.

Ein Knack­punkt in der Fra­ge ist, dass der Bund als Eigen­tü­mer des ehe­ma­li­gen Armee­ge­län­des die­ses kosten­frei dem Land zur Ver­fü­gung stellt, um Geflüch­te­te unter­zu­brin­gen. Ein dem­entspre­chen­der Ver­trag läuft auch 2025 aus. Aus Sicht von Sowa kann die­ser auch nicht ver­län­gert wer­den, denn laut Koali­ti­ons­ver­trag zwi­schen SPD, Grü­nen und FDP soll das noch von CSU-Innen­mi­ni­ster See­hofer stam­men­de Kon­zept der Anker­zen­tren nicht wei­ter ver­folgt wer­den. „Des­halb soll­te die CSU-Staats­re­gie­rung in Mün­chen end­lich kapie­ren, dass das Anker­zen­trum in Bam­berg kei­ne Zukunft hat, und der Stadt­ent­wick­lung Bam­berg nicht län­ger im Weg ste­hen“, meint Sowa.

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