Ten­nis: TC Bam­berg-Her­ren sichern den Klassenerhalt

Tennis: TC Bamberg-Herren sichern Klassenerhalt Jui 2022
Die Spielerpräsentation zu Beginn des Spieltages wurde souverän von Wolfgang Reichmann moderiert. Foto: Privat

Ver­bleib in der Regio­nal­li­ga gesichert

Am letz­ten Dop­pel­spiel­tag der Regio­nal­li­ga Süd-Ost emp­fing die Her­ren­mann­schaft des TC Bam­berg am Sams­tag zunächst die Gäste vom TC Rot-Blau Regens­burg. Da bei­de Mann­schaf­ten zu die­sem Zeit­punkt das­sel­be Punk­te­ver­hält­nis auf­wie­sen und mit Platz 4 bzw. 5 den Abstiegs­rän­gen bedenk­lich nahe waren, kam die­ser Begeg­nung eine Schlüs­sel­rol­le bei der Fra­ge zu, wer im näch­sten Jahr wie­der in der 3. Liga auf­schla­gen wird.

Doch vor dem eigent­li­chen Spiel­be­ginn mode­rier­te auf dem Cen­ter­court – wie schon an den Heim­spiel­ta­gen davor – der bekann­te Sport­re­por­ter Wolf­gang Reich­mann die Prä­sen­ta­ti­on der betei­lig­ten Ver­ei­ne und Spie­ler in sei­ner bekannt sou­ve­rä­nen und humor­vol­len Art.

Außer der nament­li­chen Vor­stel­lung gab es auch immer einen kur­zen Abriss der bis­he­ri­gen per­sön­li­chen Ten­nis­ge­schich­te eines jeden Spie­lers und damit eini­ge „inter­ne“ Schman­kerl on top. Abschlie­ßend äußer­ten sich die jewei­li­gen Coa­ches in einem kur­zen Inter­view zu ihren Erwar­tun­gen an die bevor­ste­hen­den Matches, bevor es dann in die ersten Begeg­nun­gen auf den Posi­tio­nen 2, 4 und 6 ging.

Beson­ders umkämpft war das Match auf Posi­ti­on 2, in dem sich der 19-jäh­ri­ge Alex Barrena mit dem erfah­re­nen Fran­zo­sen Leny Mit­ja­na aus­ein­an­der­set­zen muss­te. Wäh­rend der erste Satz noch nach rela­tiv aus­ge­gli­che­nem Spiel mit 6:4 an den Bam­ber­ger ging, staun­ten die zahl­rei­chen Zuschau­er nicht schlecht, als es nach kur­zer Zeit dann plötz­lich 6:0 für den Ver­tre­ter der Regens­bur­ger stand. Der ent­schei­den­de Match­tie­break wur­de dann zu einem ech­ten Kri­mi, denn bei­de Spie­ler hat­ten kur­ze Pha­sen, in denen sie gleich meh­re­re Punk­te im Stück machen konn­ten, aber immer wie­der kam der zurück­lie­gen­de Spie­ler wie­der zurück ins Match. Mit einer Ener­gie­lei­stung und hoch­klas­si­gem Ten­nis konn­te der Bam­ber­ger zum Schluss das Blatt zu sei­nen Gun­sten wen­den und gewann mit 10:8 denk­bar knapp den ersten Match­punkt für den TCB.

Eine klei­ne Lehr­stun­de erteil­te der in die­ser Sai­son wirk­lich über­ra­gend spie­len­de Mat­yas Cer­ny sei­nem Ober­pfäl­zer Geg­ner Albert Wag­ner. Nach nicht ein­mal einer Stun­de stand das Ergeb­nis mit 6:1 und 6:1 fest und es damit 2:0 für die Bam­ber­ger. Nicht ganz so zügig, aber den­noch mit einem kla­ren Ergeb­nis steu­er­te Patrick Schmitt sei­nen Match­punkt zum zwi­schen­zeit­li­chen 3:0 für die TCB-Her­ren bei. 6:3 und 6:2 hieß es am Ende gegen sei­nen Bei­na­he-Namens­vet­ter Chri­sti­an Schmid.

Auch wenn die­ser Zwi­schen­stand die Ner­ven der TC-Ver­ant­wort­li­chen schon ein­mal etwas beru­hi­gen konn­te, so wuss­te man doch, dass mit dem Fran­zo­sen Jules Marie an Posi­ti­on 1 und Mar­cel Strick­roth, der vor eini­gen Jah­ren noch für den TC Bam­berg in der Regio­nal­li­ga auf­ge­schla­gen hat, an Posi­ti­on 3 zwei schwe­re Geg­ner auf die Heim­mann­schaft war­te­ten und auch Chri­sti­an Lich­ten­eg­ger nicht zu unter­schät­zen war. Und genau so kam es dann auch. Johan­nes Fleisch­mann konn­te sich den ersten Satz mit 6:4 sichern, ver­lor den zwei­ten aber mit 2:6. So muss­te also auch die Top­be­geg­nung im Match­tie­break ent­schie­den wer­den, in dem gerech­ter- (oder unge­rech­ter) Wei­se dies­mal der Regens­bur­ger mit 10:8 das bes­se­re Ende für sich ver­bu­chen konnte.

Ralph Regus konn­te in bei­den Sät­zen das Ergeb­nis jeweils bis zum Schluss total offen gestal­ten, hat­te aber mit 4:6 und 6:7 nicht das Erfolgs­er­leb­nis, dass er für sich und sei­ne Mann­schaft erhofft hat­te. Jaros­lav Vondra­sek hin­ge­gen unter­strich ein wei­ters Mal, dass er ein siche­rer Punk­te­lie­fe­rant auf der Posi­ti­on 5 ist. Er steu­er­te den so wich­ti­gen vier­ten Punkt zum Abschluss der Ein­zel bei, der die Auf­stel­lung der Dop­pel wesent­lich ein­fa­cher gestal­tet, braucht man doch nur noch einen Match­ge­winn für den Gesamtsieg.

Glück­li­cher­wei­se wur­de die Zuschau­er und vor allem die Ver­ant­wort­li­chen des TC Bam­berg nicht lan­ge auf die Fol­ter gespannt. Das argentinisch/​tschechische Dop­pel mit Alex Barrena und Mat­yas Cer­ny lie­fer­te mit 6:1 und 6:4 ein über­zeu­gen­des Match ab und stell­ten die Wei­chen end­gül­tig auf Sieg, so dass die bei­den ande­ren Dop­pel sich etwas ent­span­nen konn­ten. Was jedoch nicht heißt, dass nicht um jeden Punkt ver­bis­sen gekämpft wurde.

Gera­de das 1er-Dop­pel woll­te sein Fru­stra­ti­ons­er­leb­nis vom vor­her­ge­hen­den Spiel­tag, an dem man denk­bar knapp mit 8:10 im Match­tie­break ver­lo­ren hat­te, über­win­den. Und tat­säch­lich schaff­ten sie es mit einem ähn­li­chen Sieg (10:6 im Match­tie­break) einen wei­te­ren Punkt für ihr Team ein­zu­strei­chen. Dass das drit­te Dop­pel von den Regens­bur­gern gewon­nen wur­de, tat der Freu­de über den so über­aus wich­ti­gen Gesamt­sieg kei­nen Abbruch.

Die Fahrt zum letz­ten Sai­son­spiel zum Tabel­len­zwei­ten TC Schieß­gra­ben Augs­burg konn­ten die Spie­ler des TC Bam­berg also rela­tiv ent­spannt ange­hen, wenn auch immer noch ein Rest­ri­si­ko bestand, durch uner­war­te­te Ergeb­nis­se der noch aus­ste­hen­den Spie­le der ande­ren Mann­schaf­ten doch noch wie­der in die Abstiegs­zo­ne zu gera­ten. Das aus­ge­ge­be­ne Ziel lau­te­te „so vie­le Matches gewin­nen wie mög­lich“, um das ins­ge­samt knapp posi­ti­ve Match­punk­te­ver­hält­nis zu erhalten.

Die erste Run­de Ein­zel brach­te schon ein­mal einen klei­nen Teil­erfolg, den zum wie­der­hol­ten Male der an Posi­ti­on 4 spie­len­de Mat­yas Cer­ny bei­steu­er­te. Nach ver­lo­re­nem erstem Satz über­zeug­te er dann wie­der mit 6.1 und 10:4. Eben­falls im Match­tie­break aber lei­der nicht so erfolg­reich ende­te das Spiel von Patrick Schmitt. 3:6, 7:6 und 10:12 stand am Schluss im Spiel­be­richt. Auch Anto­nin Ste­p­anek konn­te sein Match nicht gewin­nen und so stand es 1:2 nach Run­de 1.

Wie das bekann­te Eich­hörn­chen, so sam­mel­ten die TCB-ler auch in den drei wei­te­ren Ein­zeln einen wich­ti­gen Match­point. An Posi­ti­on 1 und 3 gin­gen die Spie­le an die Augs­bur­ger, aber Jaros­lav Vondracek hol­te sich mit 6:3 und 6:3 sei­nen vier­ten Ein­zel­sieg der Saison.

Mit 2:4 nach den Ein­zeln war klar, dass ein Gesamt­sieg in Augs­burg nicht mehr rea­li­stisch war und des­halb ent­schied man sich, das zwei­te und drit­te Dop­pel stark auf­zu­stel­len, um zumin­dest ein 4:5 zu errei­chen. Lei­der hat die­ser Plan nur zu 50% funk­tio­niert, auch wenn sich gera­de das 1er Dop­pel im ersten Satz lan­ge erfolg­reich zur Wehr setz­te. Am Ende konn­te nur das drit­te Dop­pel nach inten­si­vem Kampf gewon­nen werden.

Mit dem Gesamt­ergeb­nis von 3:6 kön­nen die Bam­ber­ger aber pro­blem­los leben, denn die Kon­stel­la­ti­on in der Tabel­le sichert ihnen auf alle Fäl­le einen gesi­cher­ten vier­ten Platz und somit hat man mit dem Abstieg defi­ni­tiv nichts zu tun.

„Wir freu­en uns unheim­lich, dass wir das gesetz­te Sai­son­ziel mit dem Klas­sen­er­halt erreicht haben“, so TCB-Vor­sit­zen­der Axel Tscha­che. Wir haben in der 3. Liga 50% unse­rer Spie­le gewon­nen und die Tat­sa­che, dass 16 Matches erst im Match­tie­break ent­schie­den wur­den zeigt, wie aus­ge­gli­chen das Niveau in die­ser Liga ist. Wir hof­fen des­halb, dass es auch im näch­sten Jahr wie­der hoch­klas­si­ge und span­nen­de Begeg­nun­gen auf unse­rer Anla­ge im Hain zu sehen gibt.

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