Bam­ber­ger CSU-Mini­ste­rin Mela­nie Huml: „Aus für klei­ne Was­ser­kraft­an­la­gen verhindern“

Reubelsmühle Hallstadt
Reubelsmühle Hallstadt. Besichtigungstermin. Foto: CSU

Als „wider­sin­nig“ ver­ur­tei­len Bam­bergs CSU-Abge­ord­ne­te den geplan­ten För­der­stopp für klei­ne Was­ser­kraft­an­la­gen. Beim Besuch der Reu­bels­müh­le in Hall­stadt sichern Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Staats­mi­ni­ste­rin Mela­nie Huml und Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ter Tho­mas Sil­ber­horn dem Betrei­ber Ste­fan Dau­er­lein ihre Unter­stüt­zung zu.

„Der Aus­bau klei­ner Was­ser­kraft­an­la­gen als kli­ma­freund­li­che, erneu­er­ba­re und ver­läss­li­che Ener­gie­quel­le wird mit dem so genann­ten Oster­pa­ket der Ampel-Regie­rung fak­tisch ver­hin­dert. Das ist gera­de in die­sen Zei­ten abso­lut nicht nach­voll­zieh­bar“, kri­ti­siert Huml.

„Erst vor weni­gen Tagen hat der Bun­des­wirt­schafts­mi­ni­ster die Alarm­stu­fe im Not­fall­plan Gas aus­ge­ru­fen. Wir müs­sen schnellst­mög­lich unab­hän­gi­ger wer­den von aus­län­di­schen Ener­gie­im­por­ten und gleich­zei­tig die Ver­sor­gungs­si­cher­heit gewähr­lei­sten. Eine zen­tra­le Rol­le spielt dabei der mas­si­ve Aus­bau erneu­er­ba­rer Ener­gien. Des­halb ist es unver­ständ­lich und inak­zep­ta­bel, dass klei­ne Was­ser­kraft­wer­ke hier­von aus­ge­nom­men wer­den sol­len“, erklärt Sil­ber­horn. Zusam­men mit sei­nen CSU-Abge­ord­ne­ten­kol­le­gen im Bun­des­tag setzt er sich dafür ein, dass die Was­ser­kraft auch in Zukunft Bestand hat.

In der letz­ten Sit­zungs­wo­che vor der Som­mer­pau­se soll das so genann­te Oster­pa­ket im Bun­des­tag bera­ten und beschlos­sen wer­den. Als Fol­ge wür­den neue Was­ser­kraft­an­la­gen mit einer Lei­stung bis 500 kW kei­ne EEG-För­de­rung mehr erhal­ten. Aus­ge­schlos­sen wür­den auch bestehen­de Klein­an­la­gen, wenn deren Lei­stungs­ver­mö­gen bei­spiels­wei­se durch Moder­ni­sie­rungs­maß­nah­men steigt.

Auf die jahr­hun­der­te­al­te Tra­di­ti­on der Was­ser­müh­len weist Hall­stadts Bür­ger­mei­ster Tho­mas Söder hin. „Bereits seit dem 11. Jahr­hun­dert ist der Betrieb von Müh­len in Hall­stadt belegt. Wir sind stolz dar­auf, dass die Reu­bels­müh­le heu­te noch in Betrieb ist.“

Bei der Reu­bels­müh­le han­delt es sich nicht mehr um die ursprüng­li­che Müh­le, son­dern um einen Nach­bau, da Hall­stadt im Bau­ern­krieg 1525 voll­stän­dig nie­der­ge­brannt wur­de. Ste­fan Dau­er­lein, seit mehr als 30 Jah­ren Ober­mei­ster der Mül­ler-Innung Bam­berg, pro­du­ziert in sei­ner Reu­bels­müh­le vor allem Weizen‑, Rog­gen- und Din­kel­meh­le sowie Müs­li und Natur­kost­pro­duk­te, die er haupt­säch­lich im Direkt­ver­kauf im Müh­len­la­den verkauft.

Tra­di­tio­nel­le Hand­werks­be­trie­be stär­ken und regio­na­le Lebens­mit­tel­er­zeu­gung för­dern, das sind Staats­mi­ni­ste­rin Huml zufol­ge zen­tra­le Anlie­gen der Baye­ri­schen Staats­re­gie­rung. „Auch unter die­sem Gesichts­punkt ist der För­der­stopp für klei­ne Was­ser­kraft­wer­ke kon­tra­pro­duk­tiv“, so Huml.

Für den Fall, dass der Bun­des­tag dem Gesetz­ent­wurf Anfang Juli zustimmt, wol­le der der Frei­staat im Bun­des­rat ent­spre­chen­de Kor­rek­tu­ren vorschlagen.

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