Lan­des­thea­ter Coburg zeigt „Don Camil­lo und Peppone“

Landestheater Coburg Don Camillo und Peppone 2022
Schauspieldirektor Matthias Straub bringt die Komödie „Don Camillo und Peppone“, die vor allem durch die Verfilmungen Kultstatus erhielt, in der Theaterfassung von Gerold Theobalt auf die Sommerfestspielbühne im Hofgarten in Coburg. Foto: Sylvain Guillot

Mit der Komö­die „Don Camil­lo und Pep­po­ne“ star­tet das Lan­des­thea­ter Coburg mit einem quir­li­gen, musi­ka­li­schen, leicht gesell­schafts­kri­ti­schen Abend mit ita­lie­ni­schem Flair in die Sommerfestspiele

Pre­miè­re ist Frei­tag, 27. Mai um 19:30 Uhr am Herzog-Alfred-Brunnen

Vor allem die Ver­fil­mun­gen der Gio­van­ni­no Gua­re­schi-Roma­ne mach­ten die Geschich­ten um den Prie­ster Don Camil­lo und sei­nen Gegen­spie­ler, den Bür­ger­mei­ster und Anhän­ger der Kom­mu­ni­sti­schen Par­tei, Pep­po­ne welt­be­rühmt. Schau­spiel­di­rek­tor Mat­thi­as Straub bringt die Komö­die ab Frei­tag, 27. Mai um 19:30 Uhr in der Thea­ter­fas­sung von Gerold Theo­balt auf die Som­mer­fest­spiel­büh­ne im Hof­gar­ten. Für die­se hat sich Büh­nen­bild­ner Robert Schrag auch in die­sem Jahr etwas Beson­de­res aus­ge­dacht – ein bun­tes ita­lie­ni­sches Dorf mit Kiosk und Trat­to­ria, lan­des­ty­pi­schen Fahr­zeu­gen und einem Geheim­nis im Kirch­turm ist Schau­platz des quir­li­gen Gesche­hens. Denn dies­mal steht nicht nur das nahe­zu gesam­te Schau­spiel­ensem­ble, son­dern auch der Chor des Lan­des­thea­ters unter der Lei­tung von Mikko Sidoroff auf der Hof­gar­ten­büh­ne – jedes Chor­mit­glied ein eige­ner Cha­rak­ter, stil­echt und far­ben­froh ein­ge­klei­det von Kostüm­bild­ne­rin Caro­la Volles.

In dem nord­ita­lie­ni­schen Dorf gera­ten der kom­mu­ni­sti­sche Bür­ger­mei­ster Pep­po­ne und der Prie­ster Don Camil­lo immer wie­der anein­an­der. Als Pep­po­ne sei­nen neu­ge­bo­re­nen Sohn auch noch auf den Namen Lenin tau­fen will, gerät das gan­ze Dorf in Auf­ruhr. Neben der Hass­lie­be zwei­er unter­schied­li­cher Män­ner geht es in dem Stück auch um die gro­ßen The­men der Nach­kriegs­zeit. So wer­den anti­ka­pi­ta­li­sti­sche Demon­stra­tio­nen und Streiks der Arbei­ter­klas­se geschil­dert. Gua­re­schis Anlie­gen war es, eine unter­halt­sa­me Geschich­te von der Über­win­dung der faschi­sti­schen Dik­ta­tur und des gesell­schaft­li­chen Wie­der­auf­baus in Ita­li­en zu erzäh­len. Dies konn­te und kann nur funk­tio­nie­ren, wenn alle Men­schen zusam­men­ar­bei­ten und zusam­men­hal­ten. „Don Camil­lo und Pep­po­ne“ ist also auch ein gro­ßes Plä­doy­er für ein mensch­li­ches Miteinander.

In den titel­ge­ben­den Rol­len zu erle­ben sind Flo­ri­an Graf und Nils Liebs­cher. Der Chor, der sich zur Unter­stüt­zung bei­der Streit­po­si­tio­nen in die Kom­mu­ni­sten und die Katho­li­ken teilt, trägt die Insze­nie­rung mit Gas­sen­hau­ern von Toto Cutug­no bis Rita Pavo­ne ent­schei­dend mit.

Zu erwar­ten ist ein hei­te­rer und unter­halt­sa­mer Abend, der bis Mit­te Juli 14-mal gezeigt wird. Küh­le Geträn­ke und klei­ne kuli­na­ri­sche Spe­zia­li­tä­ten run­den das Thea­ter­er­leb­nis in der som­mer­li­chen Atmo­sphä­re des Hof­gar­tens ab.

Tickets erhält man online unter www​.lan​des​thea​ter​-coburg​.de; von Diens­tag bis Frei­tag von 10:00 bis 16:00 Uhr und Sams­tag von 10:00 bis 12:00 Uhr an der Thea­ter­kas­se; an allen bekann­ten Vor­ver­kaufs­stel­len sowie ab eine Stun­de vor Vor­stel­lungs­be­ginn an der Abend­kas­se im Hofgarten.

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