Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Mit­tel­schu­le Eggols­heim über­ge­ben selbst­ge­bau­tes Wildbienenheim

Bienenhotel für den Solarpark Eggolsheim. Foto: Vronis Funke

Bie­nen­ho­tel für den Solar­park Eggols­heim – Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Mit­tel­schu­le Eggols­heim über­ge­ben selbst­ge­bau­tes Wildbienenheim

Die Tech­nik­grup­pe der Mit­tel­schu­le Eggols­heim hat der NATUR­STROM AG ein selbst­ge­bau­tes Bie­nen­ho­tel für den Solar­park am Ort über­ge­ben. Am Don­ners­tag, dem 5. Mai, nah­men NATUR­STROM-Mit­ar­bei­te­rin­nen das Werk der Schü­le­rin­nen und Schü­ler aus der 8. Klas­se offi­zi­ell ent­ge­gen. Die Nist- und Über­win­te­rungs­hil­fe für Wild­bie­nen wur­de direkt an der NATUR­STROM-Frei­flä­chen­an­la­ge neben dem Eggols­hei­mer Bahn­hof aufgestellt.

Unter der Anlei­tung ihres Leh­rers Harald Keim haben die Schü­le­rin­nen und Schü­ler vom Ent­wurf bis zum fer­ti­gen Häus­chen alle Auf­ga­ben selbst über­nom­men. „Beim Bie­nen­ho­tel­bau erler­nen die Schü­ler hand­werk­li­che Fähig­kei­ten und gleich­zei­tig erfah­ren sie etwas über Arten­schutz. Zum Bei­spiel, dass han­dels­üb­li­che Insek­ten­ho­tels oft wenig sinn­voll sind,“ sagt Keim. „Mit ihnen wer­den neben den Bie­nen auch deren Fress­fein­de und Nah­rungs-Kon­kur­ren­ten wie Amei­sen und Ohren­k­nei­fer ange­lockt.“ Das Bie­nen­ho­tel der Tech­nik­grup­pe ist spe­zi­ell auf Wild­bie­nen ausgelegt.

War­um ein Solar­park für ein sol­ches Bie­nen­ho­tel beson­ders geeig­net ist, erklär­ten die NATUR­STROM-Mit­ar­bei­te­rin­nen den Schü­le­rin­nen und Schü­lern bei einer Füh­rung an der Anla­ge im Anschluss an die Über­ga­be des Insek­ten­heims. „Der Boden unter den Solar­pa­nelen kann sich inner­halb kür­ze­ster Zeit erho­len, die Arten­viel­falt von Pflan­zen und Tie­ren nimmt zu. Hier fin­den die Wild­bie­nen einen geschütz­ten Lebens­raum und gute Nah­rung,“ sagt Chri­sti­na Len­zen, Pro­jekt­ma­na­ge­rin für die Vor-Ort-Kom­mu­ni­ka­ti­on an der Anlage.

Bei der Füh­rung erfuhr die Tech­nik­grup­pe auch mehr über den Solar­park, und dar­über, was mit dem dar­in pro­du­zier­ten Strom geschieht. Die Frei­flä­chen­an­la­ge befin­det sich neben dem Eggols­hei­mer Bahn­hof an den Bahn­glei­sen. Mit einer instal­lier­ten Lei­stung von 850 Kilo­watt erzeugt sie jähr­lich unge­fähr 855.000 Kilo­watt­stun­den Öko­strom. Ein Teil der Anla­ge ver­sorgt über eine Direkt­lei­tung die Fir­ma SAM Coa­ting. Der ande­re Anla­gen­teil speist Strom ins öffent­li­che Netz ein.

Solar­parks kön­nen für die Bio­di­ver­si­tät eine Berei­che­rung dar­stel­len, da die Flä­chen größ­ten­teils sich selbst über­las­sen sind und 98 Pro­zent des Bodens nicht ver­sie­gelt sind. Zudem wer­den dort kei­ne Spritz- oder Pflan­zen­schutz­mit­tel aus­ge­bracht. Durch geziel­te Maß­nah­men wie das Aus­brin­gen von regio­na­lem Saat­gut und Schaf­be­wei­dung wird die Arten­viel­falt am Eggols­hei­mer Solar­park wei­ter gefördert.

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