Aus­schrei­bungs­pla­nung für den Fried­hof Heiligenstadt

Ausschreibungsplanung für den Friedhof Heiligenstadt. Foto: Thomas Weichert
Ausschreibungsplanung für den Friedhof Heiligenstadt. Foto: Thomas Weichert

Das erste mal seit der Kom­mu­nal­wahl tag­te der Hei­li­gen­städ­ter Markt­ge­mein­de­rat wie­der in sei­nem ange­stamm­ten Platz im Sit­zungs­saal des Rat­hau­ses. Dazu konn­te Bür­ger­mei­ster Ste­fan Reichold den Hollfel­der Archi­tek­ten Ste­phan Schwarz­mann begrü­ßen der die Aus­schrei­bungs­pla­nung für den Fried­hof Hei­li­gen­stadt vorstellte.

Eigent­lich soll­te es dabei nur um die Aus­schrei­bung der ohne­hin geplan­ten Urnen­grä­ber gehen und um eine neu anzu­le­gen­de wei­te­re Was­ser­stel­le im obe­ren Fried­hofs­be­reich. Inzwi­schen hat­te sich aber ein Fried­hofs­be­su­cher beschwert, das sich auf den Stütz­mau­ern des Hang­fried­ho­fes kei­ne Absturz­si­che­run­gen befin­den. Mit sei­ner Beschwer­de hat sich der Mann auch an das Land­rats­amt Bam­berg gewandt das in der Zwi­schen­zeit eine Orts­ein­sicht anbe­raum­te bei der fest­ge­stellt wurde,
das die Absturz­hö­hen von den Mau­ern teil­wei­se grö­ßer als 50 Zen­ti­me­ter sind und der Markt Hei­li­gen­stadt als Trä­ger des Fried­hofs ent­spre­chend der Baye­ri­schen Bau­ord­nung „Umweh­run­gen“, sprich Gelän­der, anbrin­gen muss. Denn durch die feh­len­den Absturz­si­che­run­gen bestehe Absturz- und Unfall­ge­fahr. Des­halb wur­de der Archi­tekt inzwi­schen zusätz­lich beauf­tragt die gewünsch­te Was­ser­stel­le und die nun zusätz­lich erfor­der­li­chen Gelän­der bei der Aus­schrei­bung neben den Urnen­grä­bern mit zu berück­sich­ti­gen. Nach Schät­zung des Archi­tek­ten belau­fen sich die Gesamt­ko­sten für alle drei Maß­nah­men auf inzwi­schen 235 000 Euro. Nötig sind 100 lau­fen­de Meter Flach­stahl­ge­län­der in ein­fach­ster feu­er­ver­zink­ter und anschlie­ßend mit Eisen­glim­mer lackier­ter Aus­füh­rung für die Schwarz­mann mit Kosten in Höhe von 50000 Euro rech­net. Für die Urnen­grä­ber auf einer Rasen­flä­che mit Erd­ar­bei­ten und der Anla­ge von Grün­an­la­gen hat er 100 000 Euro ange­setzt und für den Bau der zusätz­li­chen Was­ser­stel­le mit Was­ser­lei­tung, Abwas­ser­lei­tung und dem Weg hat er 15 000 Euro angesetzt.

Für Neben­ko­sten wei­te­re 30 000 Euro, was einen Net­to­be­trag von 195 000 Euro und brut­to von 235 000 beträgt. Der Ver­weil­be­reich auf dem Fried­hof soll zunächst unver­än­dert blei­ben. Soll­ten die vier Rei­hen der Urnen­grä­ber auf der Rasen­flä­che ein­mal aus­ge­schöpft sein, könn­te man hin­ter dem Ver­weil­be­reich eine zusätz­li­che Urnen­wand auf­stel­len. Micha­el Lot­tes (W.Z.K.) frag­te an, war­um man kei­ne Urnen­steh­len auf­stellt anstatt Urnen­grä­ber anzu­le­gen. Die­se wären um ein Vielfaches
teu­rer, hieß es dazu. Tho­mas Hän­chen (BN) hat­te Beden­ken das die Gelän­der, wenn die­se seit­lich an die Mau­ern geschraubt wer­den, wie vom Archi­tek­ten emp­foh­len, die Bewe­gungs­frei­heit der Sarg­trä­ger ein­schränkt, weil der Weg dann schmä­ler wird. Alter­na­tiv müss­te man dann in die­sen Berei­chen das Gelän­der auf die Mau­er setz­ten, so
Schwarz­mann. Geschäfts­stel­len­lei­ter Rüdi­ger Schmidt hat­te her­aus­ge­fun­den das die erste Beer­di­gung auf dem Hei­li­gen­städ­ter Berg­fried­hof um 1700 statt­fand. „Und jetzt brau­chen wird dort ein Gelän­der“, resü­mier­te Bür­ger­mei­ster Reichold. Der Beschluss für die Aus­schrei­bung der Maß­nah­men fiel ein­stim­mig aus. Vor­her soll die
Pla­nung noch der Gesund­heits­ab­tei­lung des Land­rats­am­tes vor­ge­stellt wer­den. Durch­ge­führt wer­den die Maß­nah­men noch in die­sem Jahr, da wegen der feh­len­den Absturz­si­che­run­gen nun Eile gebo­ten ist.

Text: Tho­mas Weichert

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