65 Jah­re katho­li­scher Frau­en­bund Gößweinstein

65 Jahre katholischer Frauenbund Gößweinstein. Foto: Privat

Fast auf den Tag genau konn­te der Frau­en­bund in der Pfar­rei Hei­lig­ste Drei­fal­tig­keit Göß­wein­stein sein 65jähriges Grün­dungs­fest fei­ern. Am 8. Mai 1957, es war der Drei­fal­tig­keits­sonn­tag und damit das Patro­nats­fest, wur­de der Zweig­ver­ein Göß­wein­stein des Katho­li­schen Deut­schen Frau­en­bunds (KDFB) vom dama­li­gen Göß­wein­stei­ner Pfar­rer Fried­rich Nie­ser und der dama­li­gen Diö­ze­san­vor­sit­zen­den, Baro­nin Lil­ly von Fran­ken­stein, aus der Tau­fe geho­ben. 53 Frau­en zähl­ten zu den
Grün­dungs­mit­glie­dern, die Anna Pöhn­lein aus Göß­wein­stein zu ihrer Vor­sit­zen­den wählten.

Von die­sen 53 Grün­dungs­mit­glie­dern konn­ten die Sach­sen­dor­fe­rin­nen Lui­se Schatz und Frie­da Dist­ler als Grün­dungs­mit­glie­der geehrt wer­den. Die Ansprech­part­ne­rin Hed­wig Sin­ger bezeich­ne­te es „schon als etwas Außer­ge­wöhn­li­ches, wenn zu einem 65jährigen Jubi­lä­um noch Grün­dungs­mit­glie­der dabei sein kön­nen.“ Natür­lich dank­te ihnen auch Pfar­rer Pater Lud­wig Mazur für ihre lang­jäh­ri­ge Treue zum Frau­en­bund in Göß­wein­stein. In sei­nem Dank beton­te Pater Lud­wig aber auch die Wich­tig­keit des Frau­en­bunds für das Leben in der Pfarr­ge­mein­de Göß­wein­stein und lob­te des­sen Ver­dien­ste. Die Jubi­lä­ums­fei­er­lich­kei­ten wur­den in der Basi­li­ka Göß­wein­stein mit
einer Mai­an­dacht eröff­net. Hed­wig Sin­ger, Johan­na Thiem, Ange­la Pfaff und Petra Wöl­fel gestal­te­ten die Mai­an­dacht unter dem Leit­mo­tiv: „Maria singt das Lied der Hoffnung.“

In gesel­li­ger Run­de konn­te Hed­wig Sin­ger die 65 Jah­re des Bestehens des Frau­en­bunds in Göß­wein­stein in den wesent­li­chen Zügen Revue pas­sie­ren las­sen. Hier­zu gehör­te der Dank an die bis­he­ri­gen Vor­sit­zen­den Maria Kon­häu­ser, Mar­ga­re­te Wil­lert und Edel­traud Grün, neben der bereits genann­ten Anna Pöhn­lein, die lei­der alle schon ver­stor­ben sind. Um so mehr freu­te sich Hed­wig Sin­ger, dass sie ihre unmit­tel­ba­re Vor­gän­ge­rin Rosi Hein­lein begrü­ßen konn­te, die von 2003 bis 2015 den Frau­en­bund in Göß­wein­stein „mit viel Herz­blut“ lei­te­te und sehr leben­dig gehal­ten hat­te. Seit 2015 zeich­net ein Vor­stands­team, bestehend aus Hedwig
Sin­ger, Ulri­ke Fischer-Lud­wig, Hei­di Hoff­mann, Sabi­ne Neu­ner, Ange­la Pfaff, Johan­na Thiem und Petra Wöl­fel für die Lei­tung verantwortlich.

Hed­wig Sin­ger ver­wies dar­auf, dass in all den Jah­ren ein leben­di­ges Ver­eins­le­ben her­an­ge­wach­sen sei, ohne dem das kirch­li­che und gesell­schaft­li­che Leben in der Pfar­rei nicht mehr denk­bar wäre. Sie erin­ner­te in die­sem Zusam­men­hang an die viel­fäl­ti­gen, jähr­li­chen Akti­vi­tä­ten, wie der Fei­er des Welt­ge­bets­tags der Frau­en, dem
Palm­bü­schel­bin­den, der Gestal­tung von Mai- und Rosen­kran­z­an­dach­ten, dem Auf­bau des Ern­te­dan­kal­tars in der Basi­li­ka und eines Fron­leich­nam­s­al­tars, dem Kuchen­ver­kauf beim Pfarr­fest, der Frau­en­mes­sen, der Frau­en­gym­na­stik, den gesel­li­gen Tref­fen, Aus­flü­gen und Advents­fei­ern oder auch dem Ver­kauf beim Weih­nachts­markt. Zu einem über die Gren­zen von Göß­wein­stein hin­aus bekann­ten Ereig­nis ent­wickel­te sich der Pfarr- und Frau­en­bund­fa­sching, der sich all­jähr­lich als der
Stim­mungs­hö­he­punkt erweist. Aus dem Erlös der Ver­an­stal­tun­gen unter­stützt der Frau­en­bund Aktio­nen und Pro­jek­te sowohl vor Ort in der Pfar­rei Göß­wein­stein oder dem Erz­bis­tum Bam­berg wie auch weltweit.

Letzt­lich sah Hed­wig Sin­ger in dem Jubi­lä­um des Göß­wein­stei­ner Frau­en­bun­des auch die Ver­pflich­tung, die Auf­ga­ben und Zie­le des Frau­en­bun­des in zeit­ge­mä­ßer Form wei­ter­zu­tra­gen und in einem guten Mit­ein­an­der der Genera­tio­nen wei­ter­zu­ent­wickeln. Des­halb freue sich das Vor­stands­team wenn Frau­en, egal wel­chen Alters, neue Impul­se geben, damit der Frau­en­bund auch in Zukunft leben­dig und frisch erhal­ten wer­den kann. Der KDFB sieht sich dabei als Ver­ein katho­lisch und ökumenisch
enga­gier­ter Frau­en. „Lasst uns nicht müde wer­den, an einem gemein­schaft­li­chen Ver­eins­le­ben wei­ter­zu­ar­bei­ten“, appel­lier­te Hed­wig Sin­ger daher abschließend.

Info:

Wer Mit­glied beim Frau­en­bund in Göß­wein­stein wer­den möch­te, kann sich ger­ne an Hed­wig Sin­ger oder an jede ande­re Frau des Vorstandsteams
wen­den. Die Mit­glie­der­ver­samm­lung am Mitt­woch, 22. Juni, um 19.45 Uhr, im Pfarr- und Wall­fahrts­zen­trum Göß­wein­stein, bie­tet eben­falls die
Mög­lich­keit, sich dem Frau­en­bund Göß­wein­stein anzuschließen.

Text: Tho­mas Weichert

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