Bay­reuth begeht den inter­na­tio­na­len „Tag der bio­lo­gi­schen Vielfalt“

Am 22. Mai 2022, dem inter­na­tio­na­len Tag der bio­lo­gi­schen Viel­falt, macht sich die Prä­si­den­tin des Bun­des­am­tes für Natur­schutz ein Bild des von ihrer Behör­de geför­der­ten Pro­jek­tes „Urba­ne Insek­ten­bio­to­pe“. Ihr Besuch endet mit einer Ver­an­stal­tung am Markt­platz, bei der sie einen Trog mit insek­ten­freund­li­chen Wild­stau­den bepflanzt und anschlie­ßend an einer Dis­kus­si­ons­run­de teilnimmt.

ZEIT­PLAN:
ab 11:45 Uhr: Info­stand am Stadtparkett
12:10 – 12:30 Uhr: Rede der BfN-Prä­si­den­tin Sabi­ne Riewenherm
Trog­be­pflan­zung mit insek­ten­freund­li­chen Wildstauden
12:30–13:30 Uhr: Dis­kus­si­ons­run­de im Fish­bowl-For­mat zum Thema
“Stadt­na­tur als gemein­sa­me Auf­ga­be!” mit div. Akteuren

INFOR­MA­TIO­NEN ZUR DISKUSSION:

Die „Fish­bowl“ ist ein offen gestal­te­tes Dis­kus­si­ons­for­mat und ermög­licht es, ver­schie­den­ste Per­spek­ti­ven in über­schau­ba­rer Zeit dar­zu­stel­len. Nach kur­zen Bei­trä­gen der ersten Redner:innen, wird ein wei­te­rer Stuhl in den Dis­kus­si­ons­kreis gestellt, an dem jede:r Platz neh­men kann, um sei­ne Per­spek­ti­ve beizutragen.
Die Redner:innen der ersten Run­de sind BfN-Prä­si­den­tin Sabi­ne Rie­wen­herm, Pro­jekt­lei­ter Tho­mas Pickel, Ver­tre­tung des Stadt­gar­ten­amts Anne­gret Läkamp, Prof. Dr. Ger­rit Bege­mann, Quar­tiers­ma­na­ge­rin Ulri­ke Fär­ber und Weitere.

HIN­TER­GRUND:

INTER­NA­TIO­NA­LER TAG DER BIODIVERSITÄT
Jähr­lich fin­det am 22. Mai der inter­na­tio­na­le Tag der Bio­di­ver­si­tät der Ver­ein­ten Natio­nen statt. Er macht auf den dra­ma­ti­schen Ver­lust der welt­wei­ten bio­lo­gi­schen Viel­falt auf­merk­sam, der schwer­wie­gen­de Fol­gen für Mensch und Natur mit sich zieht.

INSEK­TEN – EIN GRO­ßER TEIL DER BIO­LO­GI­SCHEN VIELFALT
Beson­ders Insek­ten erfah­ren einen gro­ßen Rück­gang. Mit rund 75 % machen Insek­ten einen Groß­teil aller Tier­ar­ten aus. Sie sind Bestäu­ber, recy­celn abge­stor­be­nes Mate­ri­al und sind Nah­rungs­grund­la­ge für vie­le ande­re Lebe­we­sen. Sie erfül­len viel­fäl­ti­ge Funk­tio­nen in unse­ren Öko­sy­ste­men und sind damit auch system­re­le­vant. Doch immer mehr wis­sen­schaft­li­che Stu­di­en bestä­ti­gen den Rück­gang von Insek­ten (bspw. Hall­mann et. al 2018, Ries et. al 2019, Sei­bold et. al 2019, Klink et.
al 2020, Abra­hamc­zyk et al. 2020).

DER VER­EIN UND DAS FÖR­DER­PRO­JEKT „URBA­NE INSEKTENBIOTOPE“
Der Ver­ein „Die Sum­mer“ setzt sich seit 2018 dafür ein, für das The­ma Bio­di­ver­si­tät und Insek­ten zu sen­si­bi­li­sie­ren und Vor­zei­ge­flä­chen zu schaf­fen. Seit 2020 för­dert das Bun­des­amt für Natur­schutz das Pro­jekt „Urba­ne Insek­ten­bio­to­pe“ des Ver­eins. Ziel dabei ist, Bay­reuth zur Vor­zei­ge­stadt für Insek­ten­le­bens­räu­me zu
machen, indem unter­schied­li­che Flä­chen natur­nah gestal­tet wer­den. Außer­dem wer­den Gärt­ne­rei­en über­zeugt, Wild­pflan­zen in ihr Sor­ti­ment auf­zu­neh­men, um Bürger:innen eine ein­fa­che Mög­lich­keit zu geben, sich für Insek­ten ein­zu­set­zen. Durch Öffent­lich­keits­ver­an­stal­tun­gen wird Wis­sen zum insek­ten­freund­li­chen Gärt­nern, Wild­pflan­zen­an­zucht, Insek­ten und vie­lem mehr vermittelt.

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