Aus­stel­lung in Bam­ber­ger Kunst­raum Kes­sel­haus: Phil­ip Grö­zin­ger – „Die Schön­heit des sinn­lo­sen Scheiterns“

Philip Grözinger - Die Schönheit des sinnlosen Scheiterns . Ausstellung in Bamberg. Foto: Privat

Phil­ip Grö­zin­ger – Die Schön­heit des sinn­lo­sen Scheiterns
12.6. – 24.7.2022

Kunst­raum Kesselhaus
Eröff­nung 11. Juni 2022, 18 Uhr
Öff­nungs­zei­ten: Fr 15 – 18 Uhr, Sa – So und fei­er­tags 11 – 18 Uhr

Phil­ip Grö­zin­gers Wer­ke sind humor­vol­le Offen­ba­run­gen des Fan­ta­sti­schen. Sein bild­ne­ri­scher fik­tio­na­ler Kos­mos ist belebt von merk­wür­di­gen Pla­ne­ten, gro­tes­ken Wesen mit mensch­li­chen Zügen, Mensch-Maschi­ne-Wesen. Sie erzäh­len Geschich­ten, die ihren eige­nen phy­si­ka­li­schen Geset­zen fol­gen. Male­risch ver­bin­det Grö­zin­ger dabei grel­le Kon­tra­ste und zar­te, pastel­l­arti­ge Töne mit sei­ner ganz eige­nen Handschrift.

Mit gro­ßem Élan hat sich der Künst­ler für die Aus­stel­lung im Bam­ber­ger Kunst­ver­ein dem wich­tig­sten Wahr­zei­chen der Stadt gewid­met: dem Bam­ber­ger Rei­ter. Die­ser mutiert bei Grö­zin­ger zu einer Figur der Mine­craft-Spie­le­welt und wird von ihm im Kunst­raum Kes­sel­haus auf eine sur­rea­le Rei­se durch Ver­gan­gen­heit, Gegen­wart und Zukunft geschickt.

Die bun­ten freund­li­chen Mon­ster, die ihm begeg­nen, mit comic­haf­ten gro­ßen Augen, die phan­ta­sti­schen Land­schaf­ten von Erde und Welt­all wir­ken auf den ersten Blick fröh­lich, hei­ter-gro­tesk, ja sogar poe­tisch! Sub­ver­siv ent­wickelt sich in ihnen aber ein eher unheim­li­ches Schreckens­sze­na­rio gesell­schaft­li­cher Fra­ge­stel­lun­gen etwa bezüg­lich unse­rer Uto­pien, Künst­li­cher Intel­li­gen­zen, Klimakatastrophe.

Die Wer­ke des Künst­lers sind dabei durch­aus auto­bio­gra­fisch gefärbt durch sei­ne Kind­heit und Jugend im Zonen­rand­ge­biet, nahe der ehe­ma­li­gen Gren­ze zur DDR. Zum ande­ren sind sie deut­lich in ein trans­for­mie­ren­des Spiel von Refe­ren­zen ein­ge­bet­tet, die gleich­zei­tig auf weit gespann­te Inter­es­sen ver­wei­sen. Sie schlie­ßen Anspie­lun­gen auf Male­rei, etwa die der Roman­tik – eben­so ein wie auf Lite­ra­tur und Film, hier vor allem sci­ence fic­tion der 70er Jah­re. „Sola­ris“ von Sta­ni­sław Lem inspi­riert ihn immer wieder.

Der in Ber­lin leben­de, inter­na­tio­nal bekann­te Künst­ler Phil­ip Grö­zin­ger wur­de 1972 in Braun­schweig gebo­ren. Er stu­dier­te freie Kunst an der Hoch­schu­le für Bil­den­de Kün­ste Braun­schweig. Sein Werk umfasst Male­rei, Zeich­nung, Gra­fik und Skulptur.

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