„Ein­kom­men deut­lich gestie­gen“ – Lohn-Plus für Bau­ar­bei­ter im Kreis Kulmbach

1.200 Bau-Beschäf­tig­te im Land­kreis Lohn-Plus für Bau­ar­bei­ter im Kreis Kulm­bach: „Jetzt Tarif-Check machen“

Mehr Kies auf dem Bau: Die Löh­ne für Bau­ar­bei­ter im Kreis Kulm­bach stei­gen deut­lich. Ein gelern­ter Mau­rer kommt jetzt auf einen Stun­den­lohn von 22,06 Euro und hat damit am Monats­en­de gut 80 Euro mehr als bis­her (plus 2,2 Pro­zent) im Porte­mon­naie. Dar­auf weist die IG Bau­en-Agrar-Umwelt (IG BAU) hin. Die Gewerk­schaft appel­liert an die rund 1.200 Bau-Beschäf­tig­ten im Land­kreis, ihren aktu­el­len Lohn­zet­tel zu prü­fen. „Auf der April- Abrech­nung, die bis Mit­te Mai kommt, muss das Plus auf­tau­chen. Wer zu wenig bekommt, soll sich an die IG BAU Ober­fran­ken wen­den“, rät Bezirks­vor­sit­zen­der Uwe Behrendt.

Außer­dem soll­ten Zim­mer­leu­te, Beton­bau­er & Co. auf die anste­hen­de Ein­mal­zah­lung von 400 Euro ach­ten, die mit dem Mai-Lohn aus­ge­zahlt wird. Selbst in Zei­ten glo­ba­ler Kri­sen sei­en die Auf­trags­bü­cher der hei­mi­schen Bau­fir­men gut gefüllt, so der Gewerk­schaf­ter. „Es gibt also kei­nen Grund, sich unter Wert zu ver­kau­fen. Des­halb ist es wich­tig, dar­auf zu ach­ten, den Tarif­lohn zu bekom­men“, emp­fiehlt Beh­rendt. Wer dage­gen nur den gesetz­li­chen Min­dest­lohn von 9,82 Euro pro Stun­de ver­die­ne, dem rät die Gewerk­schaft, sich drin­gend bei einer neu­en Fir­ma einen neu­en Job auf dem Bau zu
suchen.

Die Arbeit­ge­ber hät­ten gera­de erst den deut­lich höhe­ren Bran­chen-Min­dest­lohn schei­tern las­sen. „Damit kön­nen sie jetzt tat­säch­lich auch Bau­ar­bei­tern maxi­ma­le Lei­stung für einen mini­ma­len Lohn abver­lan­gen. Das muss sich aber kei­ner gefal­len las­sen. Wer auf dem Bau zupackt, ist nach wie vor eine gesuch­te Kraft und hat mehr ver­dient.“ Die IG BAU weist dar­auf hin, dass Gewerk­schafts­mit­glie­der, deren Betrieb im Arbeit­ge­ber­ver­band ist, einen festen Anspruch auf eine tarif­li­che Bezah­lung haben.

Das Fazit der IG BAU Ober­fran­ken: „Die schwe­re und stark gefrag­te Arbeit auf dem Bau muss anstän­dig bezahlt wer­den. Fach­leu­te, die mit weni­ger als 22,06 Euro nach Hau­se gehen, soll­ten also das Gespräch mit dem Chef suchen und im Zwei­fels­fall den Betrieb wech­seln“, so Beh­rendt. Wei­te­re Infos und Tipps gibt es bei der Gewerk­schaft vor Ort.

Eben­so online per Video unter: https://​igbau​.de/​T​a​r​i​f​-​T​i​c​k​e​r​-​B​a​u​-​W​e​s​t​.​h​tml. Und per Tarif- Hot­line: 069 / 957 37 584.

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