Senio­ren-Uni­on der Forch­hei­mer CSU dis­ku­tier­te mit Stadträten

Kommunaler Informationsabend SEN Union Forchheim am 27.04.22 mit Stadträten Lehnard, Flierl, Eisen, Werner
Kommunaler Informationsabend SEN Union Forchheim am 27.04.22 mit Stadträten Lehnard, Flierl, Eisen, Werner

Zu einem kom­mu­nal­po­li­ti­schen Gesprächs­abend tra­fen sich am 27.04.2022 die Mit­glie­der der Senio­ren Uni­on Forch­heim mit den Stadt­rä­ten Josua Flierl, Hol­ger Lehnard, Hans-Wer­ner Eisen und Tho­mas Wer­ner. Dabei stan­den als zen­tra­le The­men die Wei­ter­ent­wick­lung der Stadt, ange­peil­te Inve­sti­tio­nen und der Haus­halt der Stadt im Vordergrund.

Der Orts­vor­sit­zen­de der SEN Uni­on Klaus Rapp über­gab im Vor­feld der Ver­an­stal­tung den Stadt­rä­ten eine bun­te Fra­gen­pa­let­te der Senio­ren, die deren gro­ßes Inter­es­se an wich­ti­gen kom­mu­na­len The­men wider­spie­gelt. Auf die­se Fra­gen gin­gen die Stadt­rä­te mit gro­ßer Sach­kennt­nis ein.

Der Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de Josua Flierl beklag­te zunächst die man­gel­haf­te Kom­mu­ni­ka­ti­on der Stadt­spit­ze mit den gewähl­ten Mandatsträgern.

Infor­ma­tio­nen flös­sen nur spär­lich, die Trans­pa­renz über aktu­el­le Ent­schei­dun­gen und die recht­zei­ti­ge Ein­bin­dung in Ent­schei­dungs­pro­zes­se lie­ßen zu wün­schen übrig. Der Finanz­spre­cher der Frak­ti­on Hans-Wer­ner Eisen führ­te aus, dass Forch­heim ein Inve­sti­ti­ons­vo­lu­men ähn­lich der Stadt Erlan­gen aus­wei­se. So stei­gen die Aus­ga­ben von 59 Mio Euro im Jahr 2021 um noch­mals 13 Mio Euro auf heu­er 72 Mio Euro. Der Schul­den­stand der Stadt, der 1997 noch bei 15 Mio Euro lag, kann auf­grund spru­deln­der Steu­er­ein­nah­men auf ca. 5 Mio in 2022 gesenkt werden.

Nach Ansicht von Tho­mas Wer­ner, dem Spre­cher der Frak­ti­on für Per­so­nal und Kul­tur, ste­he dem ver­füg­ba­ren Geld lei­der nicht die not­wen­di­ge Zahl von Beschäf­tig­ten gegen­über, die für die Umset­zung der Vor­ha­ben not­wen­dig wären. Den 569 Voll­zeit­stel­len ste­hen, unter Berück­sich­ti­gung der Teil­zeit­be­schäf­tig­ten, umge­rech­net nur 428 tat­säch­lich besetz­te Voll­zeit­stel­len gegen­über, stell­te Tho­mas Wer­ner fest. Die frei­en Stel­len müs­sen end­lich zeit­nah und wenn nötig, auch unter Zuhil­fe­nah­me von Zeit­ar­beits­fir­men besetzt wer­den, um die ambi­tio­nier­ten Inve­sti­ti­ons­vor­ha­ben auch per­so­nell schul­tern zu kön­nen, for­dert er.

Mit kri­ti­schem Blick schau­te Tho­mas Wer­ner auf die 4 besetz­ten Stel­len in der Öffent­lich­keits­ar­beit (beim OB Stumpf war hier 1 Mit­ar­bei­ter ver­ant­wort­lich ) und auf die 4 Stel­len im Kul­tur­amt, das zuletzt allein und erfolg­reich von Dr. Die­ter Geor­ge gelei­tet wurde.

Unver­ständ­nis zeig­ten die Senio­ren zu den nach wie vor nicht gelö­sten und spür­ba­ren Per­so­nal­pro­ble­men im Einwohnermeldeamt.

Hans-Wer­ner Eisen zeig­te auf, dass die Schwer­punkt­in­ve­stio­nen 2022 im Kita- und Schul­be­reich lie­gen. So müs­sen in Reuth, Burk, Bucken­ho­fen, Forch­heim­Nord und im Innen­stadt­be­reich neue Krip­pen- und Kin­der­gar­ten­plät­ze errich­tet wer­den, die mit Mio-Sum­men ver­an­schlagt sind. Zudem steht die Sanie­rung der Adal­bert-Stif­ter-Schu­le mit über 4 Mio an und es muss auf­grund der Schü­ler­ent­wick­lung in Reuth das Schul­haus für ca. 8 Mio Euro erwei­tert wer­den. Eisen nann­te aber auch das Rat­haus, den Para­de­platz, die Pech­told-Ver­an­stal­tungs­hal­le und das Kol­ping­haus als Mio-schwe­re Inve­sti­tio­nen, die eben­falls 2022 zu Buche schla­gen. Die Sanie­rungs­ko­sten für Stol­len und Stütz­mau­ern im Kel­ler­wald wer­den sich auf ca. 10 Mio Euro belaufen.

Die CSU-Frak­ti­on möch­te die der­zeit aus­ge­zeich­ne­te Ein­nah­me­si­tua­ti­on der Stadt aber auch dazu nut­zen, Haus­ei­gen­tü­mer und Mie­ter in einer Zeit stei­gen­der Neben­ko­sten zu ent­la­sten, indem man Spiel­räu­me für eine Sen­kung der umla­ge­fä­hi­gen Grund­steu­er B schafft. Die­ser Vor­schlag wur­de von den Zuhö­rern erfreut aufgenommen.

Aus­führ­lich wur­de auch die Zukunft des Jahn-Gelän­des dis­ku­tiert, nach­dem der bis­he­ri­ge Eigen­tü­mer das Grund­stück an einen neu­en Inve­stor wei­ter ver­äu­ßert hat.

Die Sau­ber­keit in der Innen­stadt, auf den Spiel­plät­zen und Grün­an­la­gen wur­de von den Senio­ren teil­wei­se als grenz­wer­tig bezeich­net. Josua Flierl teil­te mit, dass u.a. künf­tig ein Stra­ßen­keh­rer für eine Ver­bes­se­rung des Zustan­des ein­ge­setzt wer­de. Ange­dacht ist auch, so Hol­ger Lehnard, der Bau einer Toi­let­ten­an­la­ge auf der Sport­in­sel, nach­dem der Zuspruch und die Akzep­tanz die­ser Frei­zeit­ein­rich­tung stän­dig zunimmt. Mit Zustim­mung nah­men die Senio­ren die Ankün­di­gung auf, dass im Bereich öffent­li­cher Grün­flä­chen, z. B. auf der Sport­in­sel, soge­nann­te krä­hen­si­che­re Abfall­be­häl­ter in Vor­be­rei­tung sind. Ein wei­te­rer Vor­teil die­ser fest­ab­ge­deck­ten Behäl­ter ist, dass durch den Deckel kei­ne Haus­müll­tü­ten etc. dort ent­sorgt wer­den können.

Die Mit­glie­der der SEN wür­dig­ten den spür­bar zupacken­den und umsich­ti­gen Ein­satz der CSU-Frak­ti­on bei den umfang­rei­chen kom­mu­na­len Auf­ga­ben und Problemlösungen.

Der Orts­vor­sit­zen­de der SEN Uni­on Klaus Rapp konn­te als Fazit des Abends eine über­aus posi­ti­ve Reso­nanz der Teil­neh­mer auf das Dar­ge­bo­te­ne feststellen.

Edu­ard Nöth, Klaus Rapp

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