Ukrai­ne­hil­fe im Land­kreis Wun­sie­del: wei­te­rer Wohn­raum benötigt

symbolbild ukraine

Die Zahl der Geflüch­te­ten aus der Ukrai­ne, die im Land­kreis Wun­sie­del i. Fich­tel­ge­bir­ge eine Hei­mat auf Zeit gefun­den haben, steigt schnell. Inzwi­schen sind fast 500 Per­so­nen bekannt, die hier in der Regi­on unter­ge­kom­men sind oder die vom Land­rats­amt nach Zuwei­sun­gen der Regie­rung von Ober­fran­ken unter­ge­bracht wer­den konn­ten. Unter ihnen sind auch cir­ca 170 schul­pflich­ti­ge Kin­der aller Altersstufen.

Unter­ge­bracht sind die Geflüch­te­ten der­zeit ent­we­der pri­vat bei Fami­lie und Freun­den oder in soge­nann­ten dezen­tra­len Ein­rich­tun­gen im Land­kreis. Dabei han­delt es sich um Wohn­ein­hei­ten, die flä­chen­deckend über den Land­kreis ver­teilt und vom Land­kreis ange­mie­tet sind. Sie müs­sen den­je­ni­gen zur Ver­fü­gung gestellt wer­den, die dem Land­kreis von der Regie­rung zuge­wie­sen wor­den sind. Par­al­lel dazu lau­fen die Vor­be­rei­tun­gen für eine Erst­auf­nah­me­ein­rich­tung in der Drei­fach­turn­hal­le in Markt­red­witz, die im Not­fall schnellst­mög­lich ein­ge­rich­tet wer­den und für eine kur­ze Zeit bis zu 100 Per­so­nen auf­neh­men könn­te. Grund­sätz­lich ist es das erklär­te Ziel, den ankom­men­den Men­schen sol­che Unter­künf­te nur für sehr kur­ze Über­gangs­zeit von weni­gen Tagen zumu­ten zu müs­sen und ihnen statt­des­sen ande­ren Wohn­raum anbie­ten zu können.

Aus die­sem Grund wer­den wei­te­re Woh­nun­gen, in denen die Men­schen län­ger­fri­stig unter­ge­bracht wer­den kön­nen, oder wel­che sie pri­vat anmie­ten kön­nen, drin­gend benö­tigt. Hier hat sich das Online-Por­tal des Land­krei­ses bereits bewährt. Mehr als 150 Ange­bo­te sind seit sei­nem Start inner­halb sehr kur­zer Zeit ein­ge­gan­gen, aber gera­de grö­ße­re Wohn­ein­hei­ten sind bereits alle ver­mit­telt. Per­so­nen, die lee­ren Wohn­raum anbie­ten kön­nen, wer­den des­halb auch wei­ter­hin unbe­dingt gebe­ten, sich zu mel­den. Mög­lich ist das online (https://​www​.land​kreis​-wun​sie​del​.de/​b​u​e​r​g​e​r​s​e​r​v​i​c​e​/​u​k​r​a​i​n​e​-​h​i​l​f​e​n​/​u​n​t​e​r​k​u​n​f​t​s​a​n​g​e​b​ote) oder auch tele­fo­nisch unter 09232 – 80 100 (werk­tags von 08:00 bis 13:00 Uhr).

Auch die Sam­mel­stel­len an den Wert­stoff­hö­fen wer­den gut ange­nom­men. Zahl­rei­che hilfs­be­rei­te Bür­ge­rin­nen und Bür­ger haben dort ihre Spen­den bereits abge­ge­ben. Wer Bedarf hat, oder Per­so­nen kennt, die bei ihrem Neu­start im Fich­tel­ge­bir­ge Unter­stüt­zung benö­ti­gen, kann zu den übli­chen Öff­nungs­zei­ten der Wert­stoff­hö­fe ein­fach vor­bei­kom­men. Um die Klei­der­spen­den im Land­kreis küm­mern sich unter ande­rem die Klei­der­kam­mer in Wun­sie­del, oder die Gebraucht­wa­ren­häu­ser Lukas in Markt­red­witz sowie Andre­as-Laden in Selb. Hier kön­nen wei­ter­hin gut erhal­te­ne Tex­ti­li­en abge­ge­ben und abge­holt werden.

Da die Ankom­men­den nach ihrer Regi­strie­rung auch direkt Arbeit anneh­men dür­fen, wird im Zuge der Regi­strie­rung sowie bei den Ein­woh­ner­mel­de­äm­tern auch die Qua­li­fi­ka­tio­nen erfragt. Wer sich von sich aus auf die Suche nach einem Job bege­ben möch­te, kann sich direkt nach der Regi­strie­rung auch bei Agen­tur für Arbeit melden.

Die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger im Land­kreis wer­den dar­über hin­aus gebe­ten, ihre ukrai­ni­schen Gäste oder auch neu­en Nach­barn über wich­ti­ge Gepflo­gen­hei­ten im Land­kreis zu infor­mie­ren. Ein wich­ti­ges The­ma ist hier bei­spiels­wei­se der monat­li­che Sire­nen-Test, der jeden ersten Sams­tag im Monat statt­fin­det. Sicher könn­te das Geräusch ohne die­ses Wis­sen gro­ße Äng­ste auslösen.

„Die Aus­wir­kun­gen des anhal­ten­den Krie­ges in der Ukrai­ne stel­len auch unse­re Regi­on vor gro­ße Auf­ga­ben. Mei­ne Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen hier im Haus, die Teams in den Kom­mu­nen, aber auch die Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen sowie zahl­rei­che ehren­amt­li­che Hel­fer arbei­ten inten­siv dar­an, die viel­fäl­ti­gen Her­aus­for­de­run­gen best­mög­lich zu mei­stern. Dafür bin ich sehr dank­bar“, sagt Land­rat Peter Berek dazu. „Da aber schon jetzt aber der pas­sen­de Wohn­raum knapp wird, bit­ten wir alle die hel­fen möch­ten drin­gend von Ein­zel-Akti­vi­tä­ten abzu­se­hen. Es ist aktu­ell wirk­lich nicht sinn­voll, Men­schen ohne die Garan­tie einer siche­ren Unter­brin­gungs­mög­lich­keit in den Land­kreis zu holen, sie dann sich selbst zu über­las­sen und damit letzt­end­lich vor­han­de­ne Struk­tu­ren zu überlasten.“

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen fin­den Inter­es­sier­te immer aktu­ell unter: https://​www​.land​kreis​-wun​sie​del​.de/​b​u​e​r​g​e​r​s​e​r​v​i​c​e​/​u​k​r​a​i​n​e​-​h​i​l​fen

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