Bay­reu­ther Dr. Sil­ke Lau­nert: „Geflüch­te­te Frau­en und Kin­der müs­sen effek­tiv vor sexu­el­len Über­grif­fen geschützt werden!“

MdB Dr. Silke Launert. Foto: Thomas Trutschel
MdB Dr. Silke Launert. Foto: Thomas Trutschel

Der Aus­bruch des Krie­ges in der Ukrai­ne zwingt Mil­lio­nen Men­schen dazu, ihr Land zu ver­las­sen. Unter den Schutz­su­chen­den befin­den sich vor­wie­gend Frau­en und Kin­der. Ver­mehrt wird nun von sexu­el­len Über­grif­fen und Aus­beu­tung berich­tet. Men­schen­händ­ler, kri­mi­nel­le Ban­den aus dem Rot­licht­mi­lieu, aber auch Ein­zel­per­so­nen nut­zen die unüber­sicht­li­che Lage an den Erst­auf­nah­me­stel­len aus und ver­su­chen, die Not­si­tua­ti­on der ankom­men­den Frau­en und Kin­der für ihre Zwecke zu miss­brau­chen. Hier­zu erklärt die ehe­ma­li­ge Staats­an­wäl­tin und Bay­reu­ther Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Dr. Sil­ke Launert:

„Es ist kaum zu glau­ben, aber lei­der grau­sa­me Rea­li­tät: Geflüch­te­te Frau­en und Kin­der, die Furcht­ba­res in ihrer Hei­mat erlebt haben, die schwer trau­ma­ti­siert sind, wer­den hier in Deutsch­land – einem Ort, von wel­chem sie sich Sicher­heit erhof­fen – Opfer sexu­el­ler Gewalt und aus­beu­te­ri­scher Praktiken.

Das dür­fen wir nicht zulassen!

Es braucht umge­hend bun­des­wei­te Schutz­kon­zep­te, die der­ar­ti­ge Über­grif­fe effek­tiv ver­hin­dern! Daher der deut­li­che Appell an die zustän­di­ge Bun­des­in­nen­mi­ni­ste­rin Nan­cy Fae­ser, die Bun­des­fa­mi­li­en­mi­ni­ste­rin Anne Spie­gel und den Bun­des­ju­stiz­mi­ni­ster Mar­co Busch­mann: Han­deln Sie! Sor­gen Sie dafür, dass die­je­ni­gen, die bei uns Schutz suchen, nicht Opfer sexu­el­ler Gewalt wer­den! Zu einem wirk­sa­men Schutz­kon­zept gehört erstens: Der Bund muss eine siche­re Erst­auf­nah­me gewähr­lei­sten! Zwei­tens müs­sen sämt­li­che Mög­lich­kei­ten der Unter­brin­gung, vor allem pri­va­te Unter­künf­te, regi­striert wer­den. Und drit­tens müs­sen die geflüch­te­ten Frau­en und Kin­der nied­rig­schwel­lig dar­über infor­miert wer­den, an wel­che Stel­len sie sich ver­trau­ens­voll wen­den können.

Ein wei­te­res Abwar­ten zula­sten der Schutz­su­chen­den wäre abso­lut inakzeptabel!“

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