Ener­gie­preis­schock: Kulm­ba­cher MdL Rai­ner Lud­wig schlägt Alarm

MdL Rainer Ludwig
MdL Rainer Ludwig

„Ampel­ko­ali­ti­on darf ober­frän­ki­schen Ver­brau­chern nicht noch tie­fer in die Tasche greifen!“

Die näch­ste Jah­res­ne­ben­ko­sten­ab­rech­nung könn­te für vie­le Men­schen in der Regi­on Kulmbach/​Wunsiedel eine böse Über­ra­schung bereit­hal­ten. Denn: die Strom- und Gas­prei­se sind in den ver­gan­ge­nen zwölf Mona­ten um rund 30 Pro­zent gestie­gen. Auch Heiz­öl ist um cir­ca ein Drit­tel teu­rer gewor­den. „Die zu erwar­ten­den Nach­zah­lun­gen dürf­ten für das Gros der Bevöl­ke­rung in mei­nem Stimm­kreis Kulmbach/​Wunsiedel, bei jähr­lich meh­re­ren hun­dert Euro lie­gen. Das stellt vor allem für sozi­al schwa­che Haus­hal­te eine enor­me Bela­stung dar. Hin­zu kom­men Nach­tei­le in der struk­tu­rell teils schwie­rig gepräg­ten ober­frän­ki­schen Regi­on durch hohe Fahrt­ko­sten und gerin­ge­rem Lohn-Niveau“, erklärt Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter Rai­ner Lud­wig, ener­gie­po­li­ti­scher Spre­cher der FW-Land­tags­frak­ti­on. Lud­wig schlägt daher einen monat­li­chen Zuschuss für Bezie­he­rin­nen und Bezie­her von Sozi­al­lei­stun­gen vor, der sich aus den mil­li­ar­den­schwe­ren Ein­nah­men der staat­li­chen CO2-Beprei­sung speist und die­se wie­der an die Bevöl­ke­rung zurück­gibt. Das Pro­blem der stark und schnell stei­gen­den Haus­halts­ener­gie­ko­sten tref­fe jedoch grund­sätz­lich alle Ver­brau­che­rin­nen und Ver­brau­cher, sodass ins­be­son­de­re Gering­ver­die­ner, die noch ohne Grund­si­che­rungs­lei­stun­gen aus­kom­men, nicht benach­tei­ligt wer­den dürften.

Der ener­gie­po­li­ti­sche Frak­ti­ons­spre­cher äußert sich besorgt über die auch von höhe­ren Ener­gie­prei­sen getrie­be­ne Infla­ti­on. Sie lie­ge mit weit über fünf Pro­zent so hoch wie seit 1993 nicht mehr. „Alles wird so schnell teu­rer. Zwar hat Wirt­schafts­mi­ni­ster Habeck auf sei­ner Pres­se­kon­fe­renz ver­gan­ge­ne Woche ange­kün­digt, des­halb Min­dest­lohn, Hartz-IV-Regel­sät­ze sowie das Wohn­geld anpas­sen zu wol­len – doch wird das genü­gen, um die enor­men Ener­gie­preis­zu­wäch­se aus­zu­glei­chen? Wir FREIE WÄH­LER im Land­tag glau­ben das nicht“, so Ludwig.

Des­halb bedür­fe es weit­ge­hen­der und sofort wirk­sa­mer Ent­la­stun­gen – nicht nur für Pri­vat­ver­brau­cher, son­dern auch für Unter­neh­men. „Eine Absen­kung der Strom­steu­er auf das euro­pa­recht­li­che Min­dest­maß sowie die Ein­füh­rung eines Indu­strie­strom­prei­ses für den strom­ko­sten­in­ten­si­ven Gewer­be­be­reich bil­den dabei erste wich­ti­ge Maßnahmen.

Eben­so gilt es, die CO2-Beprei­sung mit Augen­maß und ent­spre­chen­den Aus­nah­me­re­ge­lun­gen für im inter­na­tio­na­len Wett­be­werb ste­hen­de Kon­zer­ne zu gestal­ten, um Car­bon Leaka­ge zu ver­mei­den. Rai­ner Lud­wig hat­te in sei­nen Ple­nar­auf­trit­ten im Land­tag außer­dem bereits mehr­fach die völ­li­ge Abschaf­fung der EEG-Umla­ge gefordert.

MdL Lud­wig: „All die­se For­de­run­gen habe ich für die FREI­EN WÄH­LER im Baye­ri­schen Land­tag schon vor Wochen mit Nach­druck im Ple­num the­ma­ti­siert“. Auch die Pend­ler­pau­scha­le müs­se deut­lich erhöht wer­den, denn der aktu­el­le Ben­zin­preis sei Gift für alle Auto­fah­re­rin­nen und Auto­fah­rer, die im länd­lich struk­tu­rier­ten Ober­fran­ken wei­te Strecken zurück­le­gen müss­ten, sagt Lud­wig: „Schließ­lich muss Ener­gie­ver­sor­gung nicht nur sicher, nach­hal­tig und kli­ma­freund­lich, son­dern auch sozi­al­ver­träg­lich und bezahl­bar bleiben.“

Der Kulmbach/​Wunsiedler Land­tags­ab­ge­ord­ne­te sieht hier vor allem die neue Ampel­ko­ali­ti­on in der Ver­ant­wor­tung: „Wir FREIE WÄH­LER im Baye­ri­schen Land­tag wol­len den Bund stär­ker in die Pflicht neh­men, Ver­brau­che­rin­nen und Ver­brau­cher nach­hal­tig zu ent­la­sten. Gera­de in einer Zeit, in der sich vie­le Men­schen wegen Coro­na in einer schwie­ri­gen Ein­kom­mens­si­tua­ti­on befin­den und ‚haus­ge­mach­te‘ Zusatz­be­la­stun­gen des Bun­des nicht mehr stem­men kön­nen, bedarf es drin­gen­der Unter­stüt­zung“, so MdL Rai­ner Lud­wig abschließend.