Bam­ber­ger Zen­trum „Welt­erbe“ blickt auf ein ereig­nis­rei­ches Jahr zurück

Das Welt­erbe-Team (v.l.n.r.: Dia­na Bütt­ner, Tom­ma Sei­ler, Petra Klaas­sen, Patri­cia Alberth) Foto: Privat

Auch wenn inten­siv gegen Covid-19 geimpft wur­de, blieb 2021 stark von der Pan­de­mie geprägt. Das Welt­erbe-Besuchs­zen­trum öff­ne­te nach län­ge­rem Lock­down erst Mit­te Mai und befin­det sich aktu­ell bis ein­schließ­lich 7. Janu­ar 2022 in Win­ter­pau­se. Umso erfreu­li­cher die Besuchs­zah­len: In den Mona­ten, in denen die Aus­stel­lung zugäng­lich war, kamen weit über 10.000 Gäste. „Ins­be­son­de­re Schu­len haben die­ses Jahr unser Füh­rungs­an­ge­bot wie­der sehr gut ange­nom­men“, freut sich Patri­cia Alberth, Lei­te­rin des Zen­trums Welt­erbe Bamberg.

Eben­so posi­tiv war das anhal­ten­de Inter­es­se am urba­nen Gar­ten­bau: Die Baye­ri­sche Lan­des­an­stalt für Wein­bau und Gar­ten­bau stat­te­te Bam­berg einen Besuch ab, die Gärt­ner­film-Mati­née im Novem­ber – eine Koope­ra­ti­on zwi­schen Bund Natur­schutz, der Soli­da­ri­schen Land­wirt­schaft Bam­berg und dem Zen­trum Welt­erbe Bam­berg – war ein vol­ler Erfolg und die Aus­ein­an­der­set­zung mit der Digi­ta­li­sie­rung von loka­len Wert­schöp­fungs­ket­ten hat Ein­zug in das Pro­gramm „Smart City“ gefun­den – unter Ein­be­zie­hung der Inter­es­sen­ge­mein­schaft Bam­ber­ger Gärt­ner und in Zusam­men­ar­beit mit dem Lehr­stuhl für Kul­tur­geo­gra­phie der Otto-Fried­rich-Uni­ver­si­tät Bamberg.

Die mei­sten inter­na­tio­na­len Ver­an­stal­tun­gen fan­den wei­ter­hin digi­tal statt. Bam­ber­ger Pro­jek­te wur­den bei Webi­na­ren der UNESCO, vir­tu­el­len Kon­fe­ren­zen der glo­ba­len Initia­ti­ve „Our World Heri­ta­ge“ und der Ver­ei­ni­gung der bri­ti­schen Welt­erbe­stät­ten „World Heri­ta­ge UK“ sowie der Schwei­zer Welt­erbe­stät­ten vor­ge­stellt und stie­ßen auf gro­ßes Interesse.

Neben der Neu­auf­la­ge des Metho­den­pa­kets für Leh­ren­de „welterbe.elementar“ der Baye­ri­schen Lan­des­zen­tra­le für poli­ti­sche Bil­dungs­ar­beit erschien im Wester­mann-Ver­lag das Lehr­buch „Unser Welt­erbe – Fas­zi­na­ti­on, Ver­mitt­lung, Ver­ant­wor­tung“, an dem das Zen­trum Welt­erbe Bam­berg und das E.T.A. Hoff­mann-Gym­na­si­um mit­ge­wirkt haben.

Höhe­punkt des Jah­res war der UNESCO-Welt­erbe­tag im Juni, der als Hybrid­for­mat statt­fand. Sowohl der Aus­tra­gungs­ort als auch das Pro­gramm waren außer­ge­wöhn­lich: In der ehe­ma­li­gen Mari­en­ka­pel­le am Pfahl­plätz­chen, die seit Län­ge­rem leer steht, tra­fen mit einer Teil­auf­füh­rung des Pro­jekts „Our Heri­ta­ge“ des cont­weed­ance­collec­ti­ve Erin­ne­rungs­kul­tur und zeit­ge­nös­si­scher Tanz zusam­men. Zudem konn­te das Bam­ber­ger Welt­erbe auf der für den Welt­erbe­tag ent­wickel­ten Platt­form der Deut­schen UNESCO-Kom­mis­si­on digi­tal erkun­det werden.

An den dies­jäh­ri­gen inter­kul­tu­rel­len Wochen der Stadt Bam­berg betei­lig­te sich das Zen­trum Welt­erbe Bam­berg mit einem Fach­vor­trag zu unbe­wuss­ten Vor­ur­tei­len von Dr. Jes­si­ca Röh­ner. Eben­falls im Herbst sprach, in Zusam­men­ar­beit mit der Otto-Fried­rich-Uni­ver­si­tät, Dr. Roman Luck­schei­ter, Gene­ral­se­kre­tär der Deut­schen UNESCO-Kom­mis­si­on, zum The­ma „Welt­erbe und Nachhaltigkeit“.

Zum Jah­res­en­de erreich­te das Zen­trum Welt­erbe Bam­berg die gute Nach­richt, dass das Gemein­schafts­pro­jekt des ETA Hoff­mann Thea­ters, des Zen­trums Welt­erbe Bam­berg und der Inno­va­ti­ven Sozi­al­ar­beit e.V. „ETA: Zei­ge dei­ne Stadt auf dei­ne Wei­se“, ein per­for­ma­ti­ver Audio-Walk, vom Bun­des­ver­band der Jugend­kunst­schu­len und kul­tur­päd­ago­gi­schen Ein­rich­tun­gen aus­ge­zeich­net wurde.

2021 ist die Zahl der deut­schen Welt­erbe­stät­ten mit dem Donau­li­mes, den SchUM-Stät­ten, der Mat­hil­den­hö­he Darm­stadt und den Gre­at Spas of Euro­pe auf 51 ange­stie­gen. Damit belegt Deutsch­land welt­weit den drit­ten Platz und trägt beson­de­re Ver­ant­wor­tung für sei­ne Welt­erbe­stät­ten. Bam­berg, das bereits seit 1993 auf der Welt­erbe­li­ste steht, ist stolz, der Ver­ant­wor­tung für sein Welt­erbe und des­sen Ver­mitt­lung gerecht zu werden.

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