Bam­ber­ger Kreis­tag für Grün­dung der „Clean­tech Inno­va­ti­on Park GmbH“

Stadt Hall­stadt ent­schei­det am Mitt­woch – Notar­ter­min ist am 17. Dezem­ber geplant

„Das ist ein gro­ßer Wurf für die gesam­te Regi­on. Ich freue mich sehr, dass der Kreis­tag am Mon­tag mit gro­ßer Mehr­heit ‚Ja‘ gesagt hat zu die­sem Drei­er­bünd­nis, mit dem der Land­kreis Bam­berg, Miche­lin und die Stadt Hall­stadt ein Inno­va­tions-Öko­sy­stem schaf­fen wer­den.“ So ord­ne­te Land­rat Johann Kalb „eine der wich­tig­sten Ent­schei­dun­gen des Kreis­ta­ges zu Bam­berg in die­ser Wahl­pe­ri­ode ein. Die neue ‚Clean­tech Inno­va­ti­on Park GmbH‘ wird durch die Zusam­men­ar­beit von Wirt­schaft und Wis­sen­schaft Motor der Trans­for­ma­ti­on der Auto­zu­lie­fer­indu­strie in der Regi­on Bam­berg wer­den. Unser Ziel ist es, Arbeits­plät­ze der Zukunft hier bei uns zu sichern: Ein wich­ti­ger, rich­ti­ger, ein muti­ger Schritt!“

Der Land­kreis Bam­berg bringt ver­teilt über fünf Jah­re 2,5 Mil­lio­nen Euro, die Stadt Hall­stadt 14,5 Mil­lio­nen und Miche­lin Grund­stücke, Gebäu­de und Finanz­wer­te in beträcht­li­cher Höhe in die­se „Ehe“ ein. Die Stadt Hall­stadt und Miche­lin wer­den jeweils 45 Pro­zent Anteil an der neu­en Gesell­schaft haben, der Land­kreis zehn Pro­zent. Erwar­tet wer­den För­der­mit­tel des Frei­staa­tes in zwei­stel­li­ger Mil­lio­nen­hö­he. Geschäfts­füh­rer soll der bis­he­ri­ge Pro­jekt­lei­ter bei Miche­lin, Peter Kel­ler, werden.

Am Mitt­woch ent­schei­det die Stadt Hall­stadt über die Grün­dung der Gesell­schaft. Am Frei­tag sol­len ein Gesell­schafts­ver­trag unter­zeich­net werden.

„Sicher­heit ging hier vor Schnel­lig­keit“, ging Land­rat Johann Kalb auf die rund zwei­jäh­ri­ge Pro­jekt­pha­se von der ersten Idee bis zur Gesell­schafts­grün­dung ein, an der zunächst gut ein Dut­zend krea­ti­ver Köp­fe und am Ende acht bis zehn Juri­sten zu Steuer‑, Beihilfe‑, Schen­kungs- oder Gesell­schafts­recht betei­ligt waren. Er erin­ner­te an die Ent­schei­dung von Miche­lin im Sep­tem­ber 2019, die Rei­fen­pro­duk­ti­on am Stand­ort Hall­stadt ein­zu­stel­len, an Taskfor­ce und Arbeit­ge­ber­gip­fel mit dem Ziel, Beschäf­ti­gung zu sichern.

Für den Land­rat macht das Pro­jekt auch deut­lich, welch hohe Ver­ant­wor­tung Miche­lin für die Regi­on wahr­nimmt. „Das umfas­sen­de Enga­ge­ment und das finan­zi­el­le Ent­ge­gen­kom­men zei­gen sehr deut­lich, dass das Unter­neh­men den Men­schen in der Regi­on etwas zurück­ge­ben will.“

Peter Keller stellt dem Bamberger Kreistag das Projekt "Cleantech Innovation Park" vor. Foto: LRA Bamberg

Peter Kel­ler stellt dem Bam­ber­ger Kreis­tag das Pro­jekt „Clean­tech Inno­va­ti­on Park“ vor. Foto: LRA Bamberg

„Wir wol­len ein Inno­va­tions-Öko­sy­stem für die Regi­on schaf­fen“, kün­dig­te der bis­he­ri­ge Pro­jekt­lei­ter und künf­ti­ge Geschäfts­füh­rer Peter Kel­ler an, dass schon im kom­men­den Jahr mit dem Bau des Inno­va­ti­ons­zen­trums begon­nen wer­den soll. Für 2024/25 ist die Ent­ste­hung des Krea­tiv­zen­trums, dem Mul­ti­pli­ka­ti­ons­funk­ti­on für die gesam­te Regi­on zukom­men soll, vorgesehen.

„Wir machen das, damit jun­ge Men­schen in der Regi­on zukunfts­fä­hi­ge Arbeits­plät­ze haben“, umriss der Hall­stadter Bür­ger­mei­ster Tho­mas Söder die Moti­va­ti­on sei­ner Stadt. „Der Weg war erfolg­reich“, freu­te sich der Werk­lei­ter Miche­lin Hall­stadt, Chri­sti­an Metz­ger, über die Koope­ra­ti­on. Ein ver­gleich­ba­res Pro­jekt lau­fe bereits erfolg­reich in Schottland.

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