CSU-Orts­ver­band Bay­reuth-Mit­te kri­ti­siert Schlie­ßung der Weihnachtsmärkte

Pro Weihnachtsmarkt: Der Innenstadtsortsverband der Bayreuther CSU
Pro Weihnachtsmarkt: Der Innenstadtsortsverband der Bayreuther CSU

„Unver­ständ­nis an der Basis“

Der Innen­stadt­sorts­ver­band der Bay­reu­ther CSU emp­fin­det die ange­kün­dig­te Schlie­ßung aller Weih­nachts­märk­te in Bay­ern als fal­sches Mit­tel und Signal im Kampf gegen das Coro­na­vi­rus. Damit stellt sich die CSU Bay­reuth-Mit­te gegen das Vor­ha­ben der Baye­ri­schen Staats­re­gie­rung in die­sem kon­kre­ten Fall und begrüßt das Ziel der Stadt Bayreuth.

„Aus Sicht der Stadt Bay­reuth haben und hät­ten wir ger­ne alles getan, um den Christ­kind­les­markt unter stren­gen Hygie­ne­maß­nah­men dau­er­haft zu ermög­li­chen“, erklärt Orts­vor­stands­mit­glied und CSU Frak­ti­ons­chef Dr. Ste­fan Specht. Es sei ver­ständ­lich, dass die welt­be­kann­ten gro­ßen Christ­kind­les­märk­te der Groß­städ­te Bay­erns auf­grund der hohen Besu­cher­zahl abge­sagt wer­den müss­ten. Nicht beson­ders wirk­sam sei­en aller­dings pau­scha­le Ver­bo­te. Für klei­ne­re Städ­te wün­sche man sich dezen­tra­le Ent­schei­dun­gen auf kom­mu­na­ler Ebe­ne. „Ins­be­son­de­re bei uns in Bay­reuth kann mit noch stren­ge­ren Maß­nah­men wie 2G+, Mas­ken­pflicht, Abstands­kon­trol­len, Kapa­zi­täts­be­schrän­kun­gen hin­sicht­lich der Besu­cher­zahl sowie ein Beschrän­ken auf die Außen­be­rei­che ein siche­rer Weih­nachts­markt unter frei­em Him­mel ermög­licht wer­den“, erklärt der CSU Orts­vor­sit­zen­de Manu­el Brink­mann. „Wir emp­fin­den die Maß­nah­me als exi­stenz­be­dro­hend für die Schau­stel­ler und inef­fek­tiv im Kampf gegen das Virus.“

Irri­tiert sei der Vor­stand zudem über die Prio­ri­sie­rung der Maß­nah­men bei der Vor­stel­lung, dicht gedräng­te Innen­räu­me in Groß­städ­ten geöff­net zu las­sen und klei­ne Märk­te im Außen­be­reich zu schlie­ßen. Hier feh­le die Ver­hält­nis­mä­ßig­keit. Dar­über hin­aus begrüßt der Orts­ver­band das Vor­ha­ben der Stadt Bay­reuth, nun genau zu prü­fen, in wel­chem Umfang und mit wel­chen Abstän­den die Außen­ga­stro­no­mie und ein­zel­ne Markt­bu­den wei­ter­hin öff­nen dür­fen. Dafür sol­le man den Flä­chen­plan des Weih­nachts­markts gege­be­nen­falls vergrößern.

Erst vor weni­gen Wochen hat die CSU Bay­reuth-Mit­te eine Debat­te zur Erstel­lung eines Pro­gramms zur Stär­kung und zum Auf­bruch des Bay­reu­ther Ein­zel­han­dels und der Gastro­no­mie ange­sto­ßen. „Der Ein­zel­han­del brau­che jetzt Unter­stüt­zung durch die Stadt und Bür­ger Bay­reuths, um nicht wie­der in die trü­be Stim­mung wie in Zei­ten des ver­gan­ge­nen Jah­res­wech­sels zu ver­fal­len“, lau­tet der all­ge­mei­ne Tenor des Ortsvorstands.

1 Antwort

  1. Tiberius Sempronius Gracchus sagt:

    Ohne jetzt im ein­zel­nen jede Maß­nah­me kom­men­tie­ren zu wol­len und im Grund­satz den „Kampf“ gegen Coro­na sowie die Über­zeu­gungs­ar­beit pro Imp­fung befür­wor­tend, habe ich schon seit lan­gem den Ein­druck: Die Poli­tik reagiert in erster Linie mit einer Mischung aus Panik­re­ak­ti­on, Popu­lis­mus, lob­by­be­ein­fluß­ten Maß­nah­men und immer wie­der unbe­grün­de­ter Hoff­nung auf Bes­se­rung durch Abwar­ten. Unüber­seh­bar wider­spre­chen sich häu­fig Akti­vi­tä­ten und Anord­nun­gen. Und eben­so ist schwer­lich zu igno­rie­ren, wie sich gera­de der baye­ri­sche Mini­ster­prä­si­dent durch nahe­zu markt­schreie­risch vor­ge­tra­ge­nen Aktio­nis­mus zu pro­fi­lie­ren ver­sucht, ohne das Pro­blem sach­ge­recht und über­legt anzugehen.

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