Zehn Jah­re Bür­ger­stif­tung Bay­reuth – Stadt und Land

Die Bür­ger­stif­tung Bay­reuth – Stadt und Land fei­ert ihr zehn­jäh­ri­ges Jubi­lä­um, coro­nabe­dingt aller­dings erst im elf­ten Jahr ihres Bestehens. Die Stif­tung nutzt die Fei­er­stun­de, um den dies­jäh­ri­gen För­der­preis in Höhe von 5.000 Euro an „Lacri­ma – Zen­trum für trau­ern­de Kin­der und Jugend­li­che“ in Bay­reuth zu übergeben.

Bernadette Sauerschell (Leitung Lacrima, Dr. Markus Schappert (Vorsitzender des Stiftungsvorstands), Jürgen Keller (Dienstellenleiter Johanniter Bamberg), Marie-Luise Höfer (Sachgebietsleitung Lacrima), Peter Lang (Stv. Vorsitzender des Stiftungsvorstands)

Ber­na­det­te Sau­er­schell (Lei­tung Lacri­ma, Dr. Mar­kus Schap­pert (Vor­sit­zen­der des Stif­tungs­vor­stands), Jür­gen Kel­ler (Dien­stel­len­lei­ter Johan­ni­ter Bam­berg), Marie-Lui­se Höfer (Sach­ge­biets­lei­tung Lacri­ma), Peter Lang (Stv. Vor­sit­zen­der des Stiftungsvorstands)

Dr. Mar­kus Schap­pert, Vor­stands­vor­sit­zen­der der Stif­tung, erklärt: „Die vie­len inter­es­san­ten Bewer­bun­gen für den För­der­preis sind ein ermu­ti­gen­des Zei­chen für das hohe gesell­schaft­li­che Enga­ge­ment in unse­rer Regi­on. In die­sem Jahr ehren wir die in Ober­fran­ken ein­zig­ar­ti­ge Arbeit von Lacri­ma mit dem Preis.“ Lacri­ma – Zen­trum für trau­ern­de Kin­der und Jugend­li­che ist ein Ange­bot des Regio­nal­ver­bands Ober­fran­ken der Johan­ni­ter-Unfall-Hil­fe e. V.

Lacri­ma hilft Kin­dern und Jugend­li­chen, die mit dem Tod eines Fami­li­en­mit­glieds kon­fron­tiert sind, ihren ganz per­sön­li­chen Trau­er­weg zu fin­den. Gut aus­ge­bil­de­te, ehren­amt­li­che Trau­er­be­glei­ter betreu­en Betrof­fe­ne indi­vi­du­ell und sehr ein­fühl­sam. Stif­tungs­vor­stand Peter Lang sagt: „Kin­der brau­chen beim Ver­lust eines Eltern­teils oder von Geschwi­stern beson­de­re Zuwen­dung, um zu trau­ern und dann wie­der neue Lebens­freu­de zu ent­wickeln. Die­se schwie­ri­ge Auf­ga­be ist für vie­le Fami­li­en im Aus­nah­me­zu­stand nicht zu bewäl­ti­gen. Die Arbeit von Lacri­ma ist eine nach­hal­tig wert­vol­le Hilfe.“

Ber­na­det­te Sau­er­schell, Lei­te­rin Lacri­ma, freu­te sich über den Preis und die Aner­ken­nung für das gesam­te Team von Lacri­ma. „Spiel- und Werk­ma­te­ria­li­en für unse­re Krea­tiv­an­ge­bo­te, Raum­mie­ten, die Aus- und Wei­ter­bil­dung unse­rer Ehren­amt­li­chen sind kosten­in­ten­siv. Uns ist wich­tig, das Ange­bot wei­ter­hin kosten­frei auf­recht­zu­er­hal­ten, des­halb sind wir für finan­zi­el­le Unter­stüt­zung und die Chan­ce, unse­re Arbeit bekann­ter zu machen, sehr dank­bar.“ Lacri­ma ist bereits seit mehr als zehn Jah­ren aktiv und konn­te Hun­der­te von Kin­dern und Betrof­fe­nen hel­fen, den Tod eines nahen Ange­hö­ri­gen zu verarbeiten.

Seit 2015 schreibt die Bür­ger­stif­tung Bay­reuth Stadt und Land den mit 5.000 Euro dotier­ten För­der­preis im zwei­jäh­ri­gen Tur­nus aus. Der erste Preis­trä­ger war der För­der­ver­ein Freun­de des Graf-Mün­ster-Gym­na­si­ums e.V., der mit dem Schul­pro­jekt „Raum im Baum“ über­zeug­te. 2017 freu­te sich die Ehren­amts­bör­se SiSoNetz aus Wei­den­berg mit ihrem Netz­werk „Hand in Hand“ über den För­der­preis. Mit dem Ver­ein Bay­reuth Event & Festi­val e.V. wur­de 2019 die Wie­der­her­stel­lung des ehe­ma­li­gen Reichs­hof­ki­nos in Bay­reuth als Kul­tur­spiel­stät­te unterstützt.

„Die­se Insti­tu­tio­nen ste­hen stell­ver­tre­tend für unzäh­li­ge Men­schen, die in der Regi­on ehren­amt­lich aktiv sind. Wir bedan­ken uns mit der Jubi­lä­ums­spen­de bei allen, die Zeit, Kraft und Ideen in gesell­schaft­li­ches Enga­ge­ment investieren.“

Ende 2010 wur­de die Bür­ger­stif­tung gegrün­det. Im März 2011 über­reich­te Regie­rungs­prä­si­dent Wil­helm Wen­ning dem dama­li­gen Vor­sit­zen­den des Stif­tungs­vor­stands, Jür­gen Dün­kel, die offi­zi­el­le Aner­ken­nungs­ur­kun­de. Das Stif­tungs­ka­pi­tal in Höhe von ursprüng­lich 350.000 Euro wur­de dank groß­zü­gi­ger Spen­den und einer zweck­ge­bun­de­nen Zustif­tung der Rudolf-Schmar­soch-Stif­tung erwei­tert. Durch wei­te­re Zuwen­dun­gen beträgt das Stif­tungs­ka­pi­tal heu­te etwas über eine Mil­li­on Euro.

Seit über zehn Jah­ren sam­melt die Bür­ger­stif­tung Gel­der, um ein­zel­ne Men­schen, Grup­pen, Ver­ei­ne und Orga­ni­sa­tio­nen, die gemein­nüt­zig aktiv sind, zu unter­stüt­zen. Ziel ist es, Bür­ger zu moti­vie­ren, sich in ihrem Umfeld ein­zu­set­zen und Ver­ant­wor­tung für ande­re zu über­neh­men. Die Stif­tung ist finan­zi­ell und poli­tisch unab­hän­gig. Das ermög­licht ihr, ein brei­tes Spek­trum an Akti­vi­tä­ten zu för­dern. Im Fokus sind Pro­jek­te und Ein­rich­tun­gen aus den Berei­chen Bil­dung, Erzie­hung, Kul­tur, Umwelt­schutz, Sport, Inte­gra­ti­on, Hei­mat­pfle­ge, Denk­mal­schutz, Natur­schutz, Jugend, Fami­lie und Wissenschaft.

Mit Karl­heinz Löbl und Man­fred Dill über­ga­ben 2020 die letz­ten Grün­dungs­mit­glie­der die Gre­mi­en der Stif­tung ihre Auf­ga­ben. Heu­te tra­gen Dr. Mar­kus Schap­pert und Peter Lang die Ver­ant­wor­tung im Vor­stand. Sie wer­den von einem sechs­köp­fi­gen Stif­tungs­rat unter­stützt. Der Stif­tungs­rat ent­schei­det in allen grund­sätz­li­chen Ange­le­gen­hei­ten, wie die Ver­wen­dung der finan­zi­el­len Mit­tel, mit. Die Mit­glie­der Anet­te Dauth, Kat­rin Lang, Jür­gen Dün­kel, Dr. Rai­ner Grim­me, Andre­as Held und Hen­drik Zuber stam­men alle aus unse­rer Regi­on und sind in ver­schie­de­nen Auf­ga­ben­be­rei­chen tätig.

Unab­hän­gig vom För­der­preis, tref­fen zahl­rei­che Anfra­gen bei der Bür­ger­stif­tung ein. Stif­tungs­vor­stand und Stif­tungs­rat set­zen sich inten­siv mit den Pro­jek­ten aus­ein­an­der und ent­schei­den über unter­jäh­ri­ge Zuwen­dun­gen. Davon pro­fi­tier­ten bereits die Mal­te­ser mit den Hel­fern vor Ort in Wei­den­berg, der Stadt­ju­gend­ring Bay­reuth, das Hum­mel­gau­er Jugend­blas­or­che­ster, das Bera­tungs­zen­trum Ober­fran­ken für Men­schen nach erwor­be­ner Hirn­schä­di­gung e. V. (BZO) in Bay­reuth, die Initia­ti­ve J.A.Z. – Jung und Alt zusam­men in Stadt und Land­kreis Bay­reuth e. V., das Mehr­ge­nera­tio­nen­haus, eine Unter­stüt­zungs- und Begeg­nungs­stät­te für Senio­ren in Hollfeld, die Bür­ger­initia­ti­ve Bischofs­grün e. V., die Blä­ser­klas­se des WWG. 2021 freu­ten sich der Kin­der­schutz­bund, die Cond­robs e. V. Puer­to Jugend­wohn­grup­pe, die BRK Bereit­schaft Gefrees und der Kids-Treff neue Hei­mat über Spen­den­schecks. Ins­ge­samt stell­te die Stif­tung bis­lang rund 50.000 Euro für bür­ger­schaft­li­che Pro­jek­te zur Verfügung.

Aus den Mit­teln der Rudolf-Schmar­soch-Stif­tung floss eine Spen­de an das Kli­ni­kum Bay­reuth für einen Fern­se­her für den neu gestal­te­ten War­te­be­reich und ein Tablet, das Pati­en­ten in der Ger­ia­trie den Kon­takt zu Ange­hö­ri­gen erleich­tert. Die Selbst­hil­fe­grup­pe der Schlag­an­fall­be­trof­fe­nen in Stadt und Land­kreis Bay­reuth e. V. erhielt eine finan­zi­el­le Unter­stüt­zung. Auch die Hel­fer vor Ort Creu­ßen, die kurz­fri­stig ein neu­es Dienst­fahr­zeug anschaf­fen muss­ten, nach dem das alte wegen eines tech­ni­schen Defekts in Flam­men auf­ging, wur­den bedacht.

Mehr Infor­ma­tio­nen zur Tätig­keit der Bür­ger­stif­tung Bay­reuth – Stadt und Land unter www​.stif​tung​-bay​reuth​.de.

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