Bam­berg: Kastel­ru­ther Spat­zen sin­gen sich ein­mal mehr in die Her­zen des Publi­kums in der Bro­se Arena

Frontmann und Sänger Norbert Rier sang sich in die Herzen des Publikums / Foto: Alexander Hitschfel

Front­mann und Sän­ger Nor­bert Rier sang sich in die Her­zen des Publi­kums / Foto: Alex­an­der Hitschfel

Fast wäre das von vie­len Fans der Kastel­ru­ther Spat­zen lan­ge ersehn­te Kon­zert in der Bro­se Are­na den Restrik­tio­nen der Coro­na-Pan­de­mie „zum Opfer“ gefal­len, denn gleich zwei Mit­glie­der der belieb­ten Volks­mu­sik-Grup­pe konn­ten – die für Künst­ler aktu­ell gel­ten­den „2G-Bestim­mun­gen“ nicht ein­hal­ten – erzählt Sän­ger und „Spat­zen-Chef“, Nor­bert Rier, ein­gangs des Kon­zer­tes am Don­ners­tag­abend in der Bam­ber­ger Bro­se Are­na. Trom­pe­ter und Gitar­rist der Stamm­be­set­zung muss­ten des­halb zuhau­se blei­ben. Glück­li­cher­wei­se habe man „Ersatz-Spat­zen“ auf­trei­ben und das Kon­zert abhal­ten kön­nen, so Rier. Den musi­ka­li­schen Auf­takt mach­ten die Volks­mu­sik­stars an die­sem Abend mit dem Lied über den Feu­er­vo­gel, wie auch das Mot­to der dies­jäh­ri­gen Tour­nee lautet.

Lie­der von Lie­be, Glück und Heimat

Wer Fan der Kastel­ru­ther Spat­zen ist, der kennt die Inhal­te der Lie­der. Sie sin­gen von Lie­be, Glück und Hei­mat; Inhal­te, die den meist älte­ren Fans alle­samt am Her­zen lie­gen. „Eine Brücke ins Glück“, oder auch „Die Son­ne scheint für Alle“: Es sind „Mut­mach-Songs“ mit denen die Volks­mu­sik­stars an die­sem Abend ein­mal mehr die zahl­reich anwe­sen­den, Fans, begei­ster­ten. „End­lich wie­der ein Publi­kum ohne Mas­ke“, freu­te sich der Front­sän­ger als er von der Büh­ne her­ab sei­ne Blicke über die Publi­kum-Rän­ge schwei­fen ließ. „Da sieht man wenig­stens ob die Leu­te lächeln, oder ob sie einem die Zun­ge blecken“, scherzt der „Ober-Spat­ze“.

„Posi­tiv den­ken und nega­tiv sein“

In der aktu­el­len Situa­ti­on müs­se man „posi­tiv den­ken und nega­tiv sein“, leg­te der Front­mann noch ein Wort­spiel nach. Dann wie­der Musik: „Aus Träu­men kann man Schlös­ser bau­en“. Vie­le der anwe­sen­den Besu­cher sin­gen die Lie­der laut­stark mit. Schon nach den ersten ange­spiel­ten Tak­ten, wis­sen die Fans um wel­ches Lied es sich han­delt und stim­men mit ein. Die Kastel­ru­ther Spat­zen gehö­ren zu den erfolg­reich­sten Stars der Volks­mu­sik­sze­ne. Seit 1983 sind die Spat­zen flüg­ge gewor­den und begei­stern seit­dem ihr Publi­kum. Es ist ein Mix aus neu­en und alten Lie­dern, die die Kastel­ru­ther Spat­zen an die­sem Abend mit in die Bro­se Are­na gebracht hat­ten. Sie erwär­men die Her­zen mit Songs wie „Hand aufs Herz“, oder ent­flam­men die Sehn­sucht mit „Dolo­mi­ten-Feu­er“. So ganz neben­bei betä­ti­gen sich die Volks­mu­si­ker auch noch als Bezie­hungs­be­ra­ter und geben gute Tipps an ihr Publikum.

Kastel­ru­ther Spat­zen als Beziehungsberater

Die Kastelruther Spatzen entführten ihr Publikum in die scheinbar heile "Spatzen-Welt" / Foto: Alexander Hitschfel

Die Kastel­ru­ther Spat­zen ent­führ­ten ihr Publi­kum in die schein­bar hei­le „Spat­zen-Welt“ / Foto: Alex­an­der Hitschfel

„In einer dau­er­haf­ten Bezie­hung ist es wich­tig, dass sie ein biss­chen blind und er ein biss­chen taub ist“, scherzt Rier. Immer wie­der gibt es an die­sem Abend spon­ta­nen Sze­nen-Applaus für das eine oder ande­re klang­voll gespiel­te Solo. Die bei­den „Ersatz-Spat­zen“ Her­bert und Manu­el machen ihren Job an die­sem Abend vor­treff­lich und kom­pen­sie­ren den zwei­fa­chen Aus­fall. Es wur­de vom Publi­kum nicht nur mit­ge­sun­gen, son­dern auch immer wie­der mit­ge­schun­kelt. Frei nach dem Mot­to „Man ist immer nur so alt wie man sich fühlt“, hat man fast das Gefühl die belieb­ten Volks­mu­sik­stars ver­su­chen sich vor dem Älter­wer­den zu drücken. Dies brin­gen sie auch in ihrem Lied „Älter wer­den wir spä­ter, dafür haben wir kei­ne Zeit“ zum Aus­druck. Dann geht es in die rund 20minütige Pau­se. Danach dann wie­der „Power­play“ der Spat­zen. Lie­der aus meh­re­ren Jahrz­en­ten. Der cha­ris­ma­ti­sche Front­sän­ger Nor­bert Rier bekommt wäh­rend des Kon­zer­tes mehr­fach weib­li­chen Besuch vor der Büh­ne, die ihm Blu­men und ande­re Geschen­ke überreichen.

Als die „Wei­ße Rose“ ange­stimmt wur­de hielt es die Frau­en nicht mehr auf den Plätzen

Es war genau 21.43 Uhr als es vie­le weib­li­che Besu­cher nicht mehr auf ihren Plät­zen hielt, denn mit den ersten Tak­ten der „Wei­ßen Rose“, dem wohl belieb­te­sten und bekann­te­sten Lied der Kastel­ru­ther Spat­zen, wur­de dann auch der musi­ka­li­sche End­spurt an die­sem Abend ein­ge­läu­tet. Aus allen Ecken der Bro­se Are­na kamen Frau­en ange­lau­fen und san­gen vol­ler Inbrunst den gro­ßen Hit mit. Gefühlt stan­den ab die­sem Zeit­punkt mehr Frau­en vor der Büh­ne als noch auf ihren Plät­zen saßen. Die Berg­va­ga­bun­den durf­ten auf der musi­ka­li­schen Ziel­ge­ra­de des Kon­zert­abends genau­so nicht feh­len, wie auch der bekann­te Song „Herz­schlag für Herz­schlag“. Am Ende des rund zwei­ein­halb­stün­di­gen Kon­zer­tes blieb die Erkennt­nis, dass es den Kastel­ru­ther Spat­zen ein­mal mehr gelun­gen ist, ihr Publi­kum für eine kur­ze Zeit von den Sor­gen und Nöten des All­tags zu befrei­en und sie in die schein­bar hei­le Welt der Kastel­ru­ther Spat­zen zu ent­füh­ren. Auto­gram­me durf­ten an die­sem Abend lei­der kei­ne gege­ben wer­den; dies war „coro­na-tech­nisch“ unter­sagt. Alex­an­der Hitschfel

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