Was­ser­stoff-Modell­re­gi­on Fich­tel­ge­bir­ge: Die näch­sten Schrit­te ste­hen fest

Die Was­ser­stoff-Modell­re­gi­on Fich­tel­ge­bir­ge will sich für die Zukunft noch brei­ter auf­stel­len. Dazu bewirbt man sich für die drit­te Stu­fe des Bun­des­för­der­pro­gramms HyLand – den soge­nann­ten HyPer­for­mer. Der Kreis­tag hat der Aus­ar­bei­tung einer Bewer­bung für das För­der­pro­gramm in sei­ner jüng­sten Sit­zung zugestimmt.

Landrat Peter Berek

Land­rat Peter Berek

Durch den Sta­tus HyPer­for­mer wür­den bis zu 20 Mil­lio­nen Euro För­der­gel­der an die­je­ni­gen Unter­neh­men in der Regi­on flie­ßen, die bereits Teil der Was­ser­stoff-Modell­re­gi­on Fich­tel­ge­bir­ge sind. Lang­fri­stig gese­hen, kann auch die ener­gie­in­ten­si­ve Indu­strie davon pro­fi­tie­ren. Nicht zuletzt pro­fi­tiert auch der Land­kreis selbst durch die Was­ser­stoff-Modell­re­gi­on Fich­tel­ge­bir­ge, da Was­ser­stoff ein wich­ti­ger Schritt für die Dekar­bo­ni­sie­rungs­stra­te­gie des Land­krei­ses ist. Zudem kann die Regi­on so ihren Sta­tus als loka­les Was­ser­stoff­zen­trum eta­blie­ren und ausbauen.

Bis­lang befin­det sich der Land­kreis Wun­sie­del i. Fich­tel­ge­bir­ge als HyEx­pert auf Stu­fe zwei des För­der­pro­gramms, die­se Pro­jekt­pha­se endet nun mit der Vor­la­ge des Abschluss­be­richts, den die Ver­ant­wort­li­chen der Was­ser­stoff-Modell­re­gi­on Fich­tel­ge­bir­ge gemein­sam mit der SWW Wun­sie­del und der endu­ra kom­mu­al ver­fasst haben. Ziel des HyEx­pert Pro­jekts war dem­nach, ein Gesamt­kon­zept für die Was­ser­stoff-Pro­duk­ti­on und –Nut­zung im Fich­tel­ge­bir­ge zu erstel­len, sowie Anwen­dun­gen im Bereich Mobi­li­tät auf den Weg zu bringen.

Gelun­gen ist dies im Aus­tausch mit bei­spiels­wei­se der Ver­kehrs­ge­mein­schaft Fich­tel­ge­bir­ge (VGF) und eini­gen Unter­neh­men aus der Regi­on (EDE­KA, Bay­Wa, etc.), die Inter­es­se an der Nut­zung von Was­ser­stoff für ihre LKW- aber auch Stap­ler­flot­ten haben. Es wur­de die Inter­es­sen­ge­mein­schaft H2.Fichtelgebirge gegrün­det, die das Netz­werk noch ein­mal deut­lich erwei­tert hat. Es wur­den bei­spiels­wei­se auch Koope­ra­tio­nen mit Fahr­zeug­her­stel­lern ein­ge­gan­gen mit dem Ziel, zeit­nah in der Regi­on erste was­ser­stoff­be­trie­be­ne LKW fah­ren las­sen zu kön­nen, um die Vor­rei­ter­rol­le des Land­krei­ses in Deutsch­land wei­ter zu untermauern.

Dar­über hin­aus haben die Ver­ant­wort­li­chen eine Rei­he von Wirt­schaft­lich­keits­be­rech­nun­gen durch­ge­führt, die unter­schied­lich aus­fal­len. Wäh­rend die Wirt­schaft­lich­keit bei LKW und auch vor allem auch den Abfall­sam­mel­fahr­zeu­gen dar­stell­bar ist, ist sie bei Bus­sen bis­lang noch nicht kom­plett gege­ben, so die Exper­ten der endu­ra kom­mu­nal. Den­noch wer­de man die Nut­zung mit Blick auf die über­re­gio­na­le Sicht­bar­keit sol­cher Ent­wick­lun­gen im Smar­ten Fich­tel­ge­bir­ge weiterverfolgen.

Auch der Zeit­plan für die näch­sten Schrit­te wur­de im Bericht dargelegt:

  • 2022: Inbe­trieb­nah­me des Elek­tro­ly­se­urs in Wun­sie­del, Inbe­trieb­nah­me der ersten Was­ser­stoff-Tank­stel­le, Ein­satz erster was­ser­stoff­be­trie­be­ner Abfallsammelfahrzeuge
  • 2023/2024: Ein­satz erster was­ser­stoff­be­trie­be­ner LKW, Aus­bau des Tank­stel­len­net­zes, Erwei­te­rung der Elektrolyse-Anlage

Land­rat Peter Berek: „Aus mei­ner Sicht ist unser Kon­zept rich­tig gut, denn es kommt nicht aus dem Nichts, son­dern baut auf einem brei­ten Fun­da­ment auf und ist gewach­sen. Wir arbei­ten hier in der Regi­on an einem Ener­gie­bau­ka­sten, Was­ser­stoff ist ein Teil davon. Die Auf­nah­me ins HyPer­for­mer Pro­gramm wür­de per­fekt zu uns pas­sen und uns auf unse­rem Weg in die Ener­gie­zu­kunft einen wei­te­ren gro­ßen Schritt nach vor­ne bringen.“

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