Kulm­ba­cher KErn infor­miert: Erste Milch-Som­me­liers an der Genuss­aka­de­mie Bayern

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Kom­pe­tent genie­ßen: Qua­li­fi­ka­ti­on zum Milch-Sommelier

Nach acht Tagen inten­si­ver Schu­lun­gen und erfolg­reich abge­schlos­se­ner schrift­li­cher und münd­li­cher Prü­fung über­reich­te Gui­do Win­ter, Lei­ter des Kom­pe­tenz­zen­trums für Ernäh­rung (KErn), den Absol­ven­tin­nen und Absol­ven­ten des neue­sten Som­me­lier-Kur­ses der Genuss­aka­de­mie Bay­ern ihre Zer­ti­fi­ka­te. Inner­halb ihrer Qua­li­fi­zie­rung zum Milch-Som­me­lier erhiel­ten die ins­ge­samt zwölf Teil­neh­men­den einen tie­fen Ein­blick zu sämt­li­chen Facet­ten des Grund­nah­rungs­mit­tels Milch durch renom­mier­te Exper­tin­nen und Experten.

Guido Winter, Leiter des KErn (links) überreichte den ersten Milch-Sommeliers der Genussakademie Bayern die Zertifikate. Foto: Genussakademie Bayern

Gui­do Win­ter, Lei­ter des KErn (links) über­reich­te den ersten Milch-Som­me­liers der Genuss­aka­de­mie Bay­ern die Zer­ti­fi­ka­te. Foto: Genuss­aka­de­mie Bayern

Der Fokus der Wei­ter­bil­dung liegt dabei bewusst nicht nur auf der Geschmacks­kom­po­nen­te. Neben der sen­so­ri­schen Schu­lung durch Spe­zia­li­stin­nen und Spe­zia­li­sten der muva kemp­ten haben sich die Alum­ni auch mit ande­ren kom­ple­xen The­men wie Milch­po­li­tik von Jür­gen Seuf­f­er­lein, Geschäfts­füh­rer vom Ver­band der Milch­vieh­hal­ter in Bay­ern, sowie Nach­hal­tig­keit und Milch­qua­li­tät von Rupert Ebner, Vete­ri­när und Lei­ter des Slow-Food-Con­vi­vi­um Mün­chens aus­ein­an­der­ge­setzt. Des Wei­te­ren brach­te Pro­fes­sor Eri­ka von Muti­us, Lei­te­rin der Asth­ma- und All­er­gie­am­bu­lanz der LMU, den Teil­neh­men­den ihre For­schungs­er­geb­nis­se zum The­ma All­er­gie­schutz und Roh­milch näher und ging auf Milch­my­then ein, die unbe­grün­det vor dem Milch­ver­zehr warnen.

Laut einer Lite­ra­tur­stu­die des KErn brin­gen epi­de­mio­lo­gi­sche Stu­di­en den „heu­te übli­chen“ Ver­zehr von Milch und Milch­pro­duk­ten über­wie­gend mit posi­ti­ven Eigen­schaf­ten für die Gesund­heit in Ver­bin­dung. Die von der Deut­schen Gesell­schaft für Ernäh­rung (DGE) täg­lich emp­foh­le­nen 200 bis 250 g Milch und Milch­pro­duk­te sowie 50 bis 60 g Käse soll­ten des­halb für eine aus­ge­wo­ge­ne und gesun­de Ernäh­rung ein­ge­hal­ten werden.

Exkur­sio­nen zu land­wirt­schaft­li­chen Betrie­ben zeig­ten den künf­ti­gen Milch-Som­mer­liers, wo und wie die Tie­re gehal­ten wer­den kön­nen. Die Teil­neh­men­den, von denen vie­le bereits die Qua­li­fi­zie­rung zum Käse-Som­me­lier absol­viert hat­ten, waren sich einig: „A gua­der Kas wachst auf da Wiesn!“ Dem­zu­fol­ge schau­ten sie den Tier­hal­te­rin­nen und Tier­hal­tern ganz genau über die Schul­ter. Vom Schaf­hal­ter Anderl­bau­er in Fras­dorf ging es zum Milch­vie­hof Lerf in Otto­beu­ren, dem ein­zi­gen Vor­zugs­milch­be­trieb in Bay­ern. Auf dem Hal­lertau­er Zie­gen­hof gab es neben der Zie­gen­milch auch Mol­ke zu ver­ko­sten, was für eini­ge Gau­men dann doch gewöh­nungs­be­dürf­tig war.

„Wir brau­chen eine neue Wer­tig­keit für Lebens­mit­tel, die von enga­gier­ten Per­so­nen mit fun­dier­tem Fach­wis­sen ver­tre­ten wer­den“, so ein Teil­neh­mer der Qua­li­fi­zie­rung. „Wir möch­ten die Ver­brau­cher über die viel­fäl­ti­gen Hin­ter­grün­de der Milch­ge­win­nung infor­mie­ren, damit sie sich bei ihrem Milch­ein­kauf bewusst ent­schei­den können.“

Mehr Infor­ma­tio­nen zum Kurs­an­ge­bot der Genuss­aka­de­mie Bay­ern und zum Milch-Som­me­lier fin­den Sie unter www​.genuss​aka​de​mie​.bay​ern.

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