Bor­ken­kä­fer­be­kämp­fung aus der Luft – ober­frän­ki­sche Wald­ge­bie­te wur­den beflogen

Enlang eines Hauptgangs legt der Mutterkäfer seine Eier. Die Fraßgänge der Larven verlaufen quer zur Stammachse („Buchdrucker“) und unterbrechen den Saftstrom des Baumes. Der Baum stirbt ab und die ausfliegenden Jungkäfer befallen weitere Bäume.
Enlang eines Hauptgangs legt der Mutterkäfer seine Eier. Die Fraßgänge der Larven verlaufen quer zur Stammachse („Buchdrucker“) und unterbrechen den Saftstrom des Baumes. Der Baum stirbt ab und die ausfliegenden Jungkäfer befallen weitere Bäume.

Dem Käfer auf der Spur

Mit modern­sten zur Ver­fü­gung ste­hen­den Mit­teln ver­sucht die Baye­ri­sche Forst­ver­wal­tung der aktu­el­len Bor­ken­kä­fer-Kala­mi­tät Herr zu werden.

Im Auf­trag der ober­frän­ki­schen Ämter führ­te die Lan­des­an­stalt für Wald und Forst­wirt­schaft eine Beflie­gung der am stärk­sten betrof­fe­nen Wald­ge­bie­te Ober­fran­kens durch. Mit Spe­zi­al­ka­me­ras wur­den dabei Luft­bil­der auf­ge­nom­men, auf denen frisch befal­le­ne wie auch bereits abge­stor­be­ne Fich­ten deut­lich zu erken­nen sind.

Wald am Seigelstein bei Teuchatz. Deutlich erkennbar sind die lachsfarbenen Kronen der frisch befallenen Fichten

Wald am Sei­gel­stein bei Teuchatz. Deut­lich erkenn­bar sind die lachs­far­be­nen Kro­nen der frisch
befal­le­nen Fichten.

Die Forst­leu­te erhof­fen sich dadurch schnel­ler vor Ort zu sein und erste Bekämp­fungs­maß­nah­men ein­lei­ten zu kön­nen. Bis­her muss­ten die Wald­flä­chen auf­wän­dig zu Fuß began­gen wer­den, die Baum­kro­nen mit dem Fern­glas nach neu­en Befalls­her­den abge­sucht werden.

Mit Hoch­druck arbei­ten die Mit­ar­bei­ter der Ämter nun dar­an, die Wald­flä­chen und deren Eigen­tü­mer zu iden­ti­fi­zie­ren. Im Anschluss wer­den die­se infor­miert und zur Auf­ar­bei­tung der Käfer­bäu­me aufgefordert.

Eile tut Not! – Ist die Rin­de abge­fal­len, über­win­tern die Käfer im Wald­bo­den. Im kom­men­den Früh­jahr schwär­men sie aus und boh­ren sich unter die Rin­de noch gesun­der Bäu­me ein. Je mehr Käfer noch in den näch­sten Wochen insek­ti­zid­frei bekämpft wer­den kön­nen, umso grö­ßer ist die Hoff­nung, die Kala­mi­tät im kom­men­den Jahr ein­däm­men zu können.

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