Hoch­schu­le Hof eröff­net neu­en Lern­ort: Die Zukunft der Mobi­li­tät wird in Selb mitgestaltet

Freude über den neuen Studiengang bei einer von Anke Rieß-Fähnrich (Mitte) moderierten Gesprächsrunde (v.l.): MdL Martin Schöffel, Bernhard Wagner (Abteilung Form und Funktion der BMW Group), Prof. Lutz Fügener, Anke Rieß-Fähnrich, OStD Dr. Bernhard Nitsche (Leiter Staatliches Berufliches Schulzentrum für Produktdesign und Prüftechnik Selb), Matthias Rasch (Studierendenvertreter) und Peter Berek (Landrat Wunsiedel im Fichtelgebirge) / Foto: Jörg Schleicher

Freu­de über den neu­en Stu­di­en­gang bei einer von Anke Rieß-Fähn­rich (Mit­te) mode­rier­ten Gesprächs­run­de (v.l.): MdL Mar­tin Schöf­fel, Bern­hard Wag­ner (Abtei­lung Form und Funk­ti­on der BMW Group), Prof. Lutz Füge­ner, Anke Rieß-Fähn­rich, OStD Dr. Bern­hard Nit­sche (Lei­ter Staat­li­ches Beruf­li­ches Schul­zen­trum für Pro­dukt­de­sign und Prüf­tech­nik Selb), Mat­thi­as Rasch (Stu­die­ren­den­ver­tre­ter) und Peter Berek (Land­rat Wun­sie­del im Fich­tel­ge­bir­ge) / Foto: Jörg Schleicher

Mit dem fei­er­li­chen Start des neu­en Stu­di­en­gangs „Design und Mobi­li­tät“ hat die Hoch­schu­le Hof ihren neu­en Lern­ort Selb eröff­net. Im Sel­ber Rosen­thal-Thea­ter nah­men die 16 ersten Stu­die­ren­den und zahl­rei­che Ehren­gä­ste am offi­zi­el­len Auf­takt teil. Künf­tig wird im Sel­ber Spie­gel­haus der Rosen­thal GmbH unter­rich­tet. Die Lei­tung des neu­en Stu­di­en­gangs über­nimmt dabei Lutz Füge­ner. Mit dem inter­na­tio­nal renom­mier­ten Pro­fes­sor für Trans­por­ta­ti­on Design und 3 D‑Gestaltung wech­sel­te einer der füh­ren­den Köp­fe sei­nes Fach­ge­biets nach Ober­fran­ken um den neu­en Stu­di­en­gang aufzubauen.

„Wir fei­ern heu­te einen wei­te­ren Bau­stein hin zu einer smar­ten länd­li­chen Regi­on! Aus­ge­hend von der klas­si­schen Mobi­li­tät wol­len wir in Selb mutig neue Ent­wick­lun­gen vor­an­trei­ben und damit zu einer Regi­on bei­tra­gen, die ihre Zukunft offen­siv gestal­tet und in die ger­ne jun­ge Men­schen kom­men“, so Prof. Dr. Dr. h.c. Jür­gen Leh­mann in sei­ner Begrü­ßung und Ein­lei­tung. Der neue Stu­di­en­gang tra­ge mit nach­hal­ti­gen Lösun­gen zur Gre­en­tech-Stra­te­gie der Hoch­schu­le Hof bei und set­ze sich direkt mit der Zukunft der mensch­li­chen Bewe­gung aus­ein­an­der. Das neue Stu­di­en­an­ge­bot habe damit das Poten­ti­al Selb zu einer der füh­ren­den Adres­se rund um das The­ma Fahr­zeug­de­sign zu machen.

Wan­del birgt Chancen

Zuvor hat­te bereits Selbs Ober­bür­ger­mei­ster Uli Pötzsch, der ins­be­son­de­re auch die Ver­dien­ste von Land­rat a.D. Dr. Karl Döh­ler für den neu­en Stu­di­en­stand­ort wür­dig­te, in sei­ner Begrü­ßung die Bedeu­tung der neu­en Außen­stel­le der Hoch­schu­le Hof betont: „Eine Visi­on wird Wirk­lich­keit und aller Zeit­auf­wand hat sich gelohnt: Selb ist Stu­di­en­stand­ort und die vor Ort vor­han­de­ne Design­kom­pe­tenz wird kraft­voll wei­ter­ent­wickelt! Wir freu­en uns auf die neu­en Stu­die­ren­den. Sie erwar­ten beste Berufs­aus­sich­ten in einem Markt der Zukunft!“ Auch Bay­erns Wis­sen­schafts­mi­ni­ster Bernd Sibler über­mit­tel­te per Video sei­ne Grü­ße und guten Wün­sche für die Ent­wick­lung des neu­en Stand­orts. Mobi­li­tät sei eines der span­nend­sten Ent­wick­lungs­fel­der der Gegen­wart und Zukunft, wes­halb der Frei­staat Bay­ern den neu­en Lern­ort sowie den Bau eines neu­en Design­stu­di­os an der Berufs­fach­schu­le für Pro­dukt­de­sign in Selb ger­ne mit Mit­teln aus der High­te­ch­agen­da Bay­ern för­de­re, so Sibler.

Agie­ren statt reagieren

Bei einer sou­ve­rän von Anke Rieß-Fähn­rich mode­rier­ten Talk­run­de erör­ter­ten schließ­lich Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter Mar­tin Schöf­fel und Wun­sie­dels Land­rat Peter Berek zusam­men mit dem Ent­wick­lungs­spe­zia­li­sten der BMW Group, Bern­hard Wag­ner, Stu­di­en­gan­glei­ter Prof. Lutz Füge­ner und Dr. Bern­hard Nit­sche vom Beruf­li­chen Schul­zen­trum für Pro­dukt­de­sign und Prüf­tech­nik die Her­aus­for­de­run­gen, die sich aus dem sich wan­deln­den Wirt­schafts­sek­tor Mobi­li­tät erge­ben. „In den näch­sten zehn Jah­ren wird sich allein in der Auto­mo­bil­in­du­strie so viel bewe­gen wie in den letz­ten 50 Jah­ren zusam­men“, so der neue Stu­di­en­gan­glei­ter Prof. Lutz Füge­ner. Er räum­te ein, dass der Bau des neu­en Design­stu­di­os ganz maß­geb­lich für sei­nen Wech­sel nach Selb gewe­sen sei: „Hier passt ein­fach schon jetzt vie­les erstaun­lich gut zusam­men. Beson­ders hat mich aber auch der Enthu­si­as­mus beein­druckt, mit dem die Regi­on gemein­sam für das neue Ange­bot gekämpft hat. Ich habe den Ein­druck, dass man hier erkennt, wie stark der Ver­än­de­rungs­druck im Mobi­li­täts­sek­tor wirkt und dass man hier nicht reagie­ren, son­dern agie­ren möchte.“

Selb als Talentschmiede

Egal, ob im Bereich der sich auf neue Antriebs­for­men spe­zia­li­sie­ren­den Auto­mo­bil­in­du­strie, der Elek­tro-gestütz­ten Fahr­rä­der oder auch der sich neu­en Anfor­de­run­gen anpas­sen­den, öffent­li­chen Trans­port­sy­ste­me: Tief­grei­fen­de Ver­än­de­run­gen in Kli­ma- und Ener­gie­po­li­tik sowie in der gesam­ten Gesell­schaft lie­ßen völ­lig neue For­men der Mobi­li­tät ent­ste­hen, so die betei­lig­ten Exper­ten. Wie gefragt dabei schon jetzt das Sel­ber Know-How ist, mach­te Bern­hard Wag­ner von der BMW Group deut­lich: „Selb ist dank sei­ner Berufs­fach­schu­le seit 25 Jah­ren ein wesent­li­cher Rekru­tie­rungs­be­reich im Design­sek­tor. Das hat dafür gesorgt, dass heu­te 20 Pro­zent der Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter in unse­rer Abtei­lung Selb-Absol­ven­ten sind. Es ist toll, dass die Ent­wick­lung vor Ort wei­ter vor­wärts geht.“

Bun­des­weit ein­ma­li­ge Ausbildung

Gemein­sam wol­le man dazu bei­tra­gen, die bestehen­den Gren­zen der Mobi­li­tät – auch sol­che der unter­schied­li­chen Mobi­li­täts­ar­ten – flie­ßend zu gestal­ten und in Tei­len neu zu defi­nie­ren, so Prof. Füge­ner. Man wol­le den Stu­die­ren­den in Selb eine ein­ma­li­ge und auf die­se Pro­zes­se aus­ge­rich­te­te Aus­bil­dung bie­ten, so der Stu­di­en­gan­glei­ter. Beim Bache­lor­stu­di­en­gang Design und Mobi­li­tät han­de­le es sich um einen inter­dis­zi­pli­när ange­leg­ten Design­stu­di­en­gang, der alle Fra­gen rund um die Mobi­li­tät der Zukunft anspricht. Neben dem rei­nen Design der Fahr­zeu­ge wird bei­spiels­wei­se auch das sich ver­än­dern­de Nut­zer­ver­hal­ten in die Über­le­gun­gen inte­griert. Bei einem anschlie­ßen­den „Get-tog­e­ther“ hat­ten auch die neu­en Stu­die­ren­den die Mög­lich­keit erste Kon­tak­te unter­ein­an­der und zu den anwe­sen­den Exper­ten zu knüpfen.

Auch Rosen­thal begrüßt Studierende

Bereits am Diens­tag ste­hen dann die ersten Lehr­ver­an­stal­tun­gen zu den Grund­la­gen des Stu­di­ums auf dem Pro­gramm. Auch das Por­zel­lan­un­ter­neh­men Rosen­thal GmbH lässt es sich dann als Ver­mie­ter der neu­en Räum­lich­kei­ten nicht neh­men, die Stu­die­ren­den zum Stu­di­en­be­ginn auch per­sön­lich will­kom­men zu hei­ßen. „Die Ver­bin­dung von Por­zel­lan mit Design und Archi­tek­tur war immer der Mar­ken­kern Rosenthals und wir freu­en uns daher sehr, dass nun 16 jun­ge Krea­ti­ve im Rosen­thal Spie­gel­haus wir­ken und Zukunft gestal­ten“, sagt Pres­se­spre­che­rin Iris Reichstein.

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