Fest­akt an der Uni­ver­si­tät Bay­reuth – 1700 Jah­re jüdi­sches Leben in Deutschland

Logo 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

Stadt, Uni­ver­si­tät und Israe­li­ti­sche Kul­tus­ge­mein­de Bay­reuth berei­chern gemein­sam das Erin­ne­rungs­jahr „1700 Jah­re jüdi­sches Leben in Deutsch­land“ mit zahl­rei­chen Ver­an­stal­tun­gen und Aktio­nen. Der Höhe­punkt der von der Uni­ver­si­tät Bay­reuth ver­an­stal­te­ten For­ma­te war die Zen­tral­ver­an­stal­tung am 19. Juli 2021 an der Uni­ver­si­tät. Zu Gast waren unter ande­rem Dr. Lud­wig Spa­en­le, Staats­mi­ni­ster a.D., MdL, Beauf­trag­ter der Baye­ri­schen Staats­re­gie­rung für jüdi­sches Leben und gegen Anti­se­mi­tis­mus, die Gene­ral­kon­su­lin des Staa­tes Isra­el, San­dra Simo­vich, sowie Bay­reuths Ober­bür­ger­mei­ster Tho­mas Ebers­ber­ger und Felix Gothart, Vor­sit­zen­der der israe­li­ti­schen Kul­tus­ge­mein­de Bay­reuth. Den Fest­vor­trag hielt Prof. Dr. Fania Oz-Salz­ber­ger von der Uni­ver­si­tät Haifa.

Nach­weis­lich seit 1700 Jah­ren leben auf dem Gebiet des heu­ti­gen Deutsch­lands Juden. „In unse­rer Regi­on kön­nen wir an eine rei­che und leben­di­ge Tra­di­ti­on anknüp­fen“, betont Uni­ver­si­täts­prä­si­dent Prof. Dr. Ste­fan Lei­ble. „Wir als Uni­ver­si­tät Bay­reuth ver­ste­hen es als unse­re Auf­ga­be, den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern wis­sen­schaft­lich fun­dier­te Ange­bo­te zu machen, sich mit die­ser Tra­di­ti­on aus­ein­an­der­zu­set­zen.“ Des­halb bie­tet die Uni­ver­si­tät Bay­reuth eine Rei­he von öffent­li­chen Vor­trä­gen und wei­te­re Ver­mitt­lungs­for­ma­te zum Gedenk­jahr „1700 Jah­re jüdi­sches Leben in Deutsch­land“ an. Höhe­punkt war der zen­tra­le Fest­akt an der Uni­ver­si­tät am 19. Juli 2021.

„Das Jubi­lä­um 1700 Jah­re jüdi­sches Leben in Deutsch­land, das wir 2021 bege­hen kön­nen, bie­tet die ein­ma­li­ge Chan­ce, Jüdin­nen und Juden in der Ver­gan­gen­heit und Gegen­wart neu in den Blick zu neh­men. Es freut mich umso mehr, dass die Uni­ver­si­tät Bay­reuth sich der The­ma­tik inten­siv wid­met. Gera­de in Fran­ken haben Jüdin­nen und Juden über Jahr­hun­der­te eine wich­ti­ge Rol­le gespielt, bis die Natio­nal­so­zia­li­sten in ihrem Ras­sen­wahn die Men­schen jüdi­schen Glau­bens aus­ge­grenzt, depor­tiert und fabrik­mä­ßig ermor­det haben. Bay­reuth hat heu­te wie­der eine sehr leben­di­ge Israe­li­ti­sche Kul­tus­ge­mein­de, die hohes Anse­hen in Bay­ern und in Deutsch­land genießt“, sagt Dr. Lud­wig Spa­en­le, Staats­mi­ni­ster a.D., MdL, Beauf­trag­ter der Baye­ri­schen Staats­re­gie­rung für jüdi­sches Leben und gegen Anti­se­mi­tis­mus, für Erin­ne­rungs­ar­beit und geschicht­li­ches Erbe. Ein Bei­spiel für zeit­ge­mä­ße leben­di­ge Erin­ne­rungs­kul­tur in Bay­reuth ist die mit Stu­die­ren­den der Uni­ver­si­tät Bay­reuth ent­wickel­te App zum Jüdi­schen Leben in der Stadt. Im Rah­men der Zen­tral­ver­an­stal­tung wur­de der Öffent­lich­keit exklu­siv eine Vor­schau auf erste Inhal­te geboten.

„Mit­ten im Leben – jüdisch-deut­sche Viel­falt damals und heu­te“ war das The­ma einer Podi­ums­dis­kus­si­on beim Fest­akt. Rege dis­ku­tier­ten Dr. Lud­wig Spa­en­le, Staats­mi­ni­ster a.D., MdL, Beauf­trag­ter der Baye­ri­schen Staats­re­gie­rung für jüdi­sches Leben und gegen Anti­se­mi­tis­mus, für Erin­ne­rungs­ar­beit und geschicht­li­ches Erbe, die Gene­ral­kon­su­lin des Staa­tes Isra­el, San­dra Simo­vich, Felix Gothart, Vor­sit­zen­der der israe­li­ti­schen Kul­tus­ge­mein­de Bay­reuth, Prof. Dr. Fania Oz-Salz­ber­ger, Uni­ver­si­tät Hai­fa, Prof. Dr. Ali­ce Pin­hei­ro Wal­la, Pro­fes­sur für Poli­ti­sche Phi­lo­so­phie und Prof. Dr. Kri­stin Skott­ki, Juni­or­pro­fes­sur für Mit­tel­al­ter­li­che Geschich­te (bei­de Uni­ver­si­tät Bayreuth).

Einen nach eige­nen Wor­ten „fri­schen und unor­tho­do­xen Blick“ auf das kul­tu­rel­le Gedächt­nis und eine „Pflicht zur Erin­ne­rung“ ermög­lich­te Prof. Dr. Fania Oz-Salz­ber­ger von der Uni­ver­si­tät Hai­fa unter dem Titel „Put­ting Life Befo­re Death: The Moral Art of Ima­gi­ning Living Peop­le, Past and Pre­sent“ („Das Leben vor den Tod stel­len: Die mora­li­sche Kunst, sich leben­de Men­schen vor­zu­stel­len, Ver­gan­gen­heit und Gegenwart“).

Inter­view mit der Festrednerin 

Prof. Dr. Fania Oz-Salzberger von der Universität Haifa

Prof. Dr. Fania Oz-Salz­ber­ger von der Uni­ver­si­tät Haifa

UBT: Sie haben gera­de die Uni­ver­si­tät Bay­reuth besucht. Wie erle­ben Sie die jun­gen Men­schen in Deutsch­land aus der Per­spek­ti­ve einer israe­li­schen Historikerin

Prof. Dr. Fania Oz-Salz­ber­ger: Ich hat­te das Glück, Bay­reuth nun schon zum zwei­ten Mal zu besu­chen. Es ist ein sehr ergrei­fen­der Ort für mich. In den letz­ten drei­ßig Jah­ren habe ich vie­le Tei­le Deutsch­lands besucht, zahl­rei­che Gast­vor­le­sun­gen und Kur­se an etwa einem Dut­zend Uni­ver­si­tä­ten gehal­ten und län­ge­re Zeit sowohl in Ber­lin als auch in Mün­chen ver­bracht. Mei­ne deut­schen Stu­den­ten und ande­re jun­ge Men­schen, die ich getrof­fen habe, waren fast aus­nahms­los gut über die jüdisch-deut­sche Ver­gan­gen­heit infor­miert. Ich war beein­druckt von ihrer kul­tu­rel­len und per­sön­li­chen Sen­si­bi­li­tät. Auf der ande­ren Sei­te bin ich mir sehr bewusst, dass vie­le ande­re jun­ge Deut­sche, mit unter­schied­li­chem Hin­ter­grund, nicht die huma­ni­sti­sche Bil­dung erhal­ten haben, die bei den jun­gen Aka­de­mi­kern, die ich getrof­fen habe, so offen­sicht­lich war. Ich befürch­te, dass die Kluft zwi­schen Huma­ni­sten und Nicht-Huma­ni­sten, Nicht-Libe­ra­len in Ihrem Land wächst, und ich ken­ne die­se Kluft auch in Isra­el nur all­zu gut. Um es etwas schär­fer zu for­mu­lie­ren: Der Ras­sis­mus und Anti­se­mi­tis­mus auf der Stra­ße ist eine greif­ba­re Gefahr für die her­vor­ra­gen­de mora­li­sche Auf­ga­be, der die Bun­des­re­pu­blik sich ver­pflich­tet hat. Und noch unver­blüm­ter, aus mei­ner par­al­le­len israe­li­schen Erfah­rung gespro­chen: Die aka­de­mi­sche Welt ist zu weit von der Gesell­schaft ent­fernt, zu unnah­bar in ihrer eige­nen heh­ren Weltsicht.

Sie spra­chen von „mora­li­scher Kunst“ in der Erin­ne­rung. Wie ist das zu ver­ste­hen? Auch als eine „mora­li­sche Pflicht“?

In dem Vor­trag räu­me ich ein, dass „mora­li­sche Kunst“ eine selt­sa­me und viel dis­ku­tier­te Ver­bin­dung ist. Die Debat­te, ob Kunst über­haupt mora­lisch sein soll­te, geht auf die deut­sche Auf­klä­rung zurück. Mein Vater, ein Roman­cier und poli­ti­scher Akti­vist, hat mich gelehrt, dass Lite­ra­tur und Poli­tik sich von­ein­an­der fern­hal­ten und sich nicht in die Ange­le­gen­hei­ten des jeweils ande­ren ein­mi­schen soll­ten; aber es gibt eine Aus­nah­me. Die­se Aus­nah­me ist die Not­wen­dig­keit, ein­zel­ne Men­schen und ein­zel­ne Geschich­ten genau zu betrach­ten. Die Fähig­keit, sich etwas vor­zu­stel­len, das Talent der Ima­gi­na­ti­on, ist ein Geschenk, das die Lite­ra­tur der poli­ti­schen Sphä­re geben kann. Ich spre­che von der Kunst, sich das Leben ande­rer Men­schen vor­zu­stel­len – ande­rer Men­schen, frem­der Men­schen und sol­cher, die ent­we­der geo­gra­fisch oder histo­risch weit von uns ent­fernt leben. Ja, sich den ande­ren vor­zu­stel­len, ist eine Kunst, und wir kön­nen sie nicht als Pflicht auf­er­le­gen, aber es ist eine sehr lehr­ba­re Kunst. Wenn Män­ner ler­nen könn­ten, sich vor­zu­stel­len, eine Frau zu sein, oder Juden mehr in der Lage wären, sich vor­zu­stel­len, Mos­lems zu sein, oder Deut­sche sich vor­stel­len, Juden zu sein – die poli­ti­sche Welt wäre eine bes­se­re. Das gilt für die Art und Wei­se, wie wir uns an Men­schen erin­nern, die in der Ver­gan­gen­heit gelebt haben, und nicht weni­ger, wenn wir an Men­schen den­ken, die als völ­lig Frem­de neben uns leben.

Wenn wir über Erin­ne­rungs­kul­tur spre­chen: Wel­che Rol­le hat Bayreuth?

Ich könn­te ant­wor­ten, dass Bay­reuth ein dunk­ler Ort in der jüdi­schen Erin­ne­rung ist, und es ist eine rich­ti­ge Ant­wort. Ich könn­te über den Wag­ner-Streit und den Platz der Juden in der Wag­ner-Sze­ne spre­chen. Aber die mora­li­sche Vor­stel­lungs­kunst soll­te uns wei­ter brin­gen als das. Ich könn­te zum Bei­spiel von den jüdisch-deut­schen Flücht­lin­gen und Über­le­ben­den spre­chen, die in den 1950er und 1960er Jah­ren zu Hau­se still und heim­lich Auf­nah­men von Wag­ners Opern hör­ten. Er war ein Teil des Deutsch­lands, das sie ver­lo­ren haben. Wir müs­sen uns ihre Gefüh­le vor­stel­len. Sehen Sie, wenn man zu den Geschich­ten von Indi­vi­du­en vor­dringt, stößt man auf sub­ti­le­re Kom­ple­xi­tä­ten. Die Erin­ne­rungs­kul­tur darf sich nicht auf die gro­ßen Namen, die berühm­ten Instan­zen, die dok­tri­nä­ren For­meln ver­las­sen. Und hier ist mei­ne eige­ne klei­ne Erin­ne­rung: Als ich Stu­den­tin in Oxford war, hat­te ich einen deut­schen Freund aus einem klei­nen Dorf in Bay­ern. Er spiel­te mir Wag­ner auf sei­nem Gram­mo­phon vor, ohne mir den Namen des Kom­po­ni­sten zu nen­nen, und ich, ohne Wag­ner auf­ge­wach­sen, war von der Musik gefan­gen. Ande­rer­seits war ich für mei­nen deut­schen Freund die erste Jüdin, die er je getrof­fen hat, was abso­lut schockie­rend war. Sol­che mensch­li­chen Geschich­ten, und tau­send ande­re, soll­ten in unse­re Erin­ne­rungs­kul­tur ein­ge­hen. Sonst blei­ben uns nur Moses Men­dels­sohn und Albert Ein­stein und Han­nah Arendt, aber die gro­ßen Namen allein kön­nen jun­ge Men­schen nicht mehr fas­zi­nie­ren. Die Geschich­te selbst hat sich ver­än­dert, und das kul­tu­rel­le Gedächt­nis soll­te sich mit ihr verändern.

Wie lässt sich jüdi­sches Leben in Deutsch­land nicht auf den Holo­caust ver­en­gen? Hat das Gedenk­jahr dies erreicht?

Jüdi­sches Leben in Deutsch­land frü­her oder heu­te? Wenn es um die Zeit vor dem Natio­nal­so­zia­lis­mus geht, for­de­re ich seit zwei Jahr­zehn­ten, damit anzu­fan­gen, sich an die Leben­den zu erin­nern und dar­an, wie sie gelebt haben, nicht nur an die Toten und wie sie gestor­ben sind. Ich erin­ne­re mich an das, was mein Vater mir sag­te, als wir das von Dani­el Lie­bes­kind ent­wor­fe­ne Gebäu­de für das Jüdi­sche Muse­um in Ber­lin besich­tig­ten. Es war im Jahr 1999 und das Gebäu­de war fast fer­tig, aber noch leer von Expo­na­ten. Mein Vater sag­te, dass es ein schö­nes Stück moder­ner Archi­tek­tur ist, aber es ähnelt einem außer­ir­di­schen Raum­schiff aus dem Welt­all, das in Ber­lin eine Bruch­lan­dung gemacht hat. Als ob die deut­schen Juden schon immer Frem­de vom Mars gewe­sen wären. Ich stim­me mei­nem Vater zu: Ein wich­ti­ger Punkt wur­de über­se­hen. Die deut­schen Juden waren jahr­hun­der­te­lang Deut­sche. Die mei­ste Zeit waren sie sehr nie­de­re Deut­sche, zer­brech­li­che Deut­sche, unge­lieb­te Deut­sche, und sie lieb­ten ihre Hei­mat, Hun­dert­tau­sen­de von obsku­ren jüdi­schen Leben wur­den über Genera­tio­nen hin­weg in deut­schen Städ­ten und Dör­fern gelebt. All­täg­li­che Leben und Hoff­nun­gen und Träu­me. Nur wenn wir uns an sie erin­nern oder sie uns zumin­dest vor­stel­len, kön­nen wir den Holo­caust besie­gen und über Hit­ler tri­um­phie­ren. Was die Juden in Deutsch­land in der heu­ti­gen Zeit betrifft, so ist es nicht mehr der Holo­caust, der über ihren Köp­fen schwebt, son­dern der anschwel­len­de, schlim­me Anti­se­mi­tis­mus von links und rechts. Oft ist der Anti­se­mi­tis­mus als Anti-Israe­lis getarnt, und Isra­el wird dämo­ni­siert, wodurch den Juden das Recht auf natio­na­le Selbst­be­stim­mung genom­men wird. Zum Schluss noch ein Wort zu den neu­en Israe­li-Deut­schen. In mei­nem Buch „Israe­lis in Ber­lin“ und in meh­re­ren Fol­ge­ar­ti­keln im Lau­fe der Jah­re habe ich ange­deu­tet, dass Israe­lis nun auch Teil des deut­schen Lebens sind, mit ihren eige­nen Erin­ne­rungs­strän­gen und ein­zig­ar­ti­gen Geschich­ten. Obwohl sie nur sel­ten Teil der orga­ni­sier­ten jüdi­schen Gemein­den sind, müs­sen sie berück­sich­tigt wer­den. Als Israe­li bin ich nicht besorgt über die­se Aus­wan­de­rung; ich bin fas­zi­niert von den neu­en israe­li­schen und hebräi­schen Fin­ger­ab­drücken auf Kunst und Kul­tur in Deutsch­land. Und ja, dazu gehö­ren auch israe­li­sche Musi­ker, die in Bay­reuth spie­len. Das ist weit mehr als ein sehr zivi­li­sier­ter Akt der Rache; es ist ein neu­es Kapi­tel im zwei­ten Jahr­tau­send deutsch-jüdi­scher Kreativität.

Über Fania Oz-Salz­ber­ger: Die Haupt­red­ne­rin war Prof. Dr. Fania Oz-Salz­ber­ger. Sie wur­de 1960 in Isra­el als älte­ste Toch­ter von Amos und Nily Oz gebo­ren. Nach dem Stu­di­um der Geschich­te und Phi­lo­so­phie an den Uni­ver­si­tä­ten Tel Aviv und Oxford war sie drei Jah­re lang Fel­low des Wolf­son Col­le­ge in Oxford. Ihre Dok­tor­ar­beit wur­de als Buch von der Oxford Uni­ver­si­ty Press unter dem Titel „Trans­la­ting the Enligh­ten­ment“ ver­öf­fent­licht, eine bahn­bre­chen­de Stu­die über den Über­gang poli­ti­scher Ideen zwi­schen den Spra­chen. Nach Isra­el zurück­ge­kehrt, leh­ren sie und ihr Ehe­mann, Prof. Eli Salz­ber­ger, der auch in Bay­reuth eine Gast­vor­le­sung hielt, an der Uni­ver­si­tät Hai­fa. Oz-Salz­ber­ger ist seit Okto­ber 2020 Pro­fes­sor Eme­ri­ta. Neben ande­ren inter­na­tio­na­len Posi­tio­nen war Oz-Salz­ber­ger 1999–2000 Fel­low des Wis­sen­schafts­kol­legs zu Ber­lin (wo sie ihr Buch „Israe­lis in Ber­lin“ schrieb), hat­te fünf Jah­re lang den Liber­man-Lehr­stuhl für Isra­el-Stu­di­en an der Monash Uni­ver­si­ty in Mel­bourne inne und war 2009–2010 als Rese­arch Fel­low und Lau­ran­ce S. Rocke­fel­ler Visi­t­ing Pro­fes­sor for Distin­guis­hed Tea­ching an der Prince­ton Uni­ver­si­ty. Neben vie­len ande­ren Gast­pro­fes­su­ren unter­rich­te­te sie 2018 gemein­sam mit ihrem Mann am Jewish Stu­dies Depart­ment der LMU in Mün­chen. Fania Oz-Salz­ber­gers drit­tes Buch, „Jews and Words“, wur­de gemein­sam mit ihrem Vater, dem ver­stor­be­nen israe­li­schen Schrift­stel­ler Amos Oz, verfasst.

Mehr zur App: Im Lau­fe des Som­mer­se­me­sters 2021 haben Stu­die­ren­de der Uni­ver­si­tät Bay­reuth mul­ti­me­dia­le Inhal­te zu jüdi­schem Leben und jüdi­scher Kul­tur ent­wickelt, zu vir­tu­ell ange­lei­te­ten Rund­gän­gen durch die Stadt Bay­reuth anre­gen und so jüdi­sches Leben und jüdi­sche Kul­tur erleb­bar machen. Neben einem vir­tu­el­len Rund­gang durch die Syn­ago­ge und die Mikwe, und Droh­nen­auf­nah­men vom Jüdi­schen Fried­hof ent­stan­den kur­ze Hör­spiel­se­quen­zen, die die Geschich­te der Men­schen, die in Bay­reuth gelebt haben, bes­ser vor­stell­bar machen. Auch vir­tu­el­le Stol­per­stei­ne zum Geden­ken an jüdi­sche Per­sön­lich­kei­ten aus Bay­reuth sind geplant. Mehr dazu und zu allen For­ma­ten und Ver­mitt­lungs­ka­nä­len inner­halb der Rei­he „Jüdi­sches Leben in Bay­reuth“: https://​www​.jue​di​sches​-leben​.uni​-bay​reuth​.de/​d​e​/​i​n​d​e​x​.​h​tml

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