Haupt­ver­hand­lun­gen am Land­ge­richt Bamberg

Symbolbild Justiz

In der 29. Kalen­der­wo­che 2021 fin­den am Land­ge­richt Bam­berg fol­gen­de (erst­in­stanz­li­che) Haupt­ver­hand­lun­gen in Straf­sa­chen statt:

I. Das Straf­ver­fah­ren gegen den 37-jäh­ri­gen S. wegen uner­laub­tem Han­del­trei­ben mit Betäu­bungs­mit­teln in nicht gerin­ger Men­ge in sechs Fäl­len und vor­sätz­li­chem uner­laub­ten Besitz einer Schuss­waf­fe am 19.07.2021, 09:00 Uhr vor der Gro­ßen Straf­kam­mer (Az. 36 KLs 2106 Js 17966/20).

Dem Ange­klag­ten liegt zur Last im Zeit­raum September/​Oktober 2020 an ver­schie­de­nen Orten im Land­kreis Bam­berg in sechs Fäl­len von einer ande­ren Per­son zwi­schen 20 und 30 Gramm Metam­phet­amin auf Kom­mis­si­on zum Gramm­preis von 50,00 Euro erwor­ben zu haben, um das Rausch­gift in der Fol­ge­zeit jeweils gewinn­brin­gend wei­ter­zu­ve­r­äu­ßern. Dar­über hin­aus soll der Ange­klag­te Mit­te Dezem­ber 2020 in sei­ner Woh­nung im Land­kreis Bam­berg eine nicht zuge­las­se­ne Schreck­schuss­waf­fe auf­be­wahrt haben.

II. Das Straf­ver­fah­ren gegen den 51-jäh­ri­gen D. wegen uner­laub­tem Han­del­trei­ben mit Betäu­bungs­mit­teln in nicht gerin­ger Men­ge in 18 Fäl­len, davon in 17 Fäl­len zugleich mit uner­laub­ter Ein­fuhr von Betäu­bungs­mit­teln, uner­laub­ter Ein­fuhr von Schuss­waf­fen und uner­laub­tem gewerbs­mä­ßi­gen Han­del­trei­ben mit Schuss­waf­fen in 9 Fäl­len und ande­ren Delik­ten am 20.07.2021, 09:00 Uhr vor der Gro­ßen Straf­kam­mer (Az. 32 KLs 2101 Js 12147/20).

Dem Ange­klag­ten liegt zur Last, seit 2017 in gro­ßem Umfang als Betäu­bungs­mit­tel- und Waf­fen­händ­ler in Stadt und Land­kreis Bam­berg agiert zu haben.

Zwi­schen 2017 und Dezem­ber 2020 soll der Ange­klag­te in 17 Fäl­len an ver­schie­de­nen Orten in der Tsche­chi­schen Repu­blik zwi­schen 20 und 300 Gramm Metham­phet­amin erwor­ben haben und durch ver­schie­de­ne Kurie­re nach Bam­berg bzw. in den Land­kreis Bam­berg ver­brin­gen las­sen, um die­ses anschlie­ßend gewinn­brin­gend wei­ter zu verkaufen.

Dar­über hin­aus soll der Ange­klag­te zwi­schen Sep­tem­ber und Okto­ber 2020 mit einer Per­son aus Dort­mund den Ankauf von min­de­stens einem Kilo­gramm Metham­phet­amin zum Preis von 29,00 Euro pro Gramm ver­ein­bart haben, um die­ses anschlie­ßend gewinn­brin­gend wei­ter zu ver­kau­fen. Im Okto­ber 2020 soll eine Teil­lie­fe­rung von 300 Gramm, im Novem­ber 2020 eine Teil­lie­fe­rung von 500 Gramm und zwi­schen Novem­ber und Dezem­ber 2020 eine wei­te­re Teil­lie­fe­rung von 500 Gramm nach Bam­berg erfolgt sein.

Wei­ter­hin soll der Ange­klag­te zwi­schen Mit­te 2018 und Ende 2020 ver­schie­de­ne Schuss­waf­fen in der Tsche­chi­schen Repu­blik erwor­ben haben, die­se durch Kurie­re nach Deutsch­land ver­brin­gen las­sen und anschlie­ßend an ver­schie­de­nen Orten im Stadt­ge­biet und im Land­kreis Bam­berg gewinn­brin­gend wei­ter­ver­äu­ßert haben.

III. Das Straf­ver­fah­ren gegen den 22-jäh­ri­gen T. wegen bewaff­ne­tem Han­del­trei­ben mit Betäu­bungs­mit­teln in nicht gerin­ger Men­ge am 20.07.2021, 13:00 Uhr vor der Gro­ßen Straf­kam­mer (Az. 32 KLs 2101 Js 2798/21). Dem Ange­klag­ten liegt zur Last, Mit­te Febru­ar 2021 in sei­ner Woh­nung in Haß­furt, 132 Gramm Mari­hua­na, knapp 3 Gramm Haschisch und fast 12 Gramm Metham­phet­amin bevor­ra­tet und geplant haben, durch einen spä­te­ren Ver­kauf Gewinn zu erzie­len. Dar­über hin­aus soll der Ange­klag­te in der Nähe griff­be­reit einen Tele­skop-Schlag­stock, eine Soft-Air-Pisto­le, eine Schreck­schuss­pi­stoIe nebst Muni­ti­on sowie ein Klapp­mes­ser auf­be­wahrt haben, um im Rah­men von Rausch­gift­ge­schäf­ten bin­nen kur­zer Zeit bewaff­net zu sein.

Fort­set­zungs­ter­min: 23.07.2021, 09:00 Uhr

IV. Das Straf­ver­fah­ren gegen den 22-jäh­ri­gen E. wegen uner­laub­tem Han­del­trei­ben mit Betäu­bungs­mit­teln in nicht gerin­ger Men­ge in 48 Fäl­len und bewaff­ne­tem Han­del­trei­ben mit Betäu­bungs­mit­teln in nicht gerin­ger Men­ge am 21.07.2021, 09:00 Uhr vor der Gro­ßen Jugend­kam­mer (Az. 65 KLs 2101 Js 807/21).

Dem Ange­klag­ten liegt zur Last zwi­schen Herbst 2017 und Win­ter 2019 im Land­kreis Forch­heim in 36 Fäl­len von einer ande­ren Per­son jeweils min­de­stens 200 Gramm Haschisch und in wei­te­ren 12 Fäl­len jeweils min­de­stens 1 Kilo­gramm Haschisch zum gewinn­brin­gen­den Wei­ter­ver­kauf erwor­ben zu haben.

Dar­über hin­aus liegt dem Ange­klag­ten zur Last, Mit­te Janu­ar 2021 in sei­nem Hotel­zim­mer in Forch­heim ca. 570 Gramm Mari­hua­na, ca. 12 Gramm Amphet­amin, ca. 30 Gramm Haschisch und über 100 Ecsta­sy­Ta­blet­ten bevor­ra­tet zu haben. In unmit­tel­ba­rer Nähe zum Betäu­bungs­mit­tel soll der Ange­klag­te ein Pfef­fer­spray, ein Küchen­mes­ser und ein Ein­hand­mes­ser auf­be­wahrt haben, um die­se Gegen­stän­de ggf. im Rah­men von Betäu­bungs­mit­tel­ge­schäf­ten einzusetzen.

Zudem soll der Ange­klag­te bei sei­ner Fest­nah­me Mit­te Janu­ar 2021 noch wei­te­re 300 Gramm Mari­hua­na zum gewinn­brin­gen­den Wei­ter­ver­kauf mit sich geführt haben.

V. Das Straf­ver­fah­ren gegen den 30-jäh­ri­gen K. wegen bewaff­ne­tem Han­del­trei­ben mit Betäu­bungs­mit­teln in nicht gerin­ger Men­ge und uner­laub­tem Besitz von Betäu­bungs­mit­teln am 21.07.2021, 13:00 Uhr vor der Gro­ßen Straf­kam­mer (Az. 33 KLs 2101 Js 17739/20).

Dem Ange­klag­ten liegt zur Last, Mit­te Sep­tem­ber 2020 in sei­ner Woh­nung im Haus sei­ner Eltern im Land­kreis Bam­berg 55 Gramm Haschisch bevor­ra­tet und geplant haben, durch den über­wie­gen­den spä­te­ren Ver­kauf des Betäu­bungs­mit­tels Gewinn zu erzie­len. Dar­über hin­aus soll der Ange­klag­te in der Nähe griff­be­reit eine Arm­brust mit fünf Pfei­len auf­be­wahrt haben, um im Rah­men von Rausch­gift­ge­schäf­ten bin­nen kur­zer Zeit bewaff­net zu sein.

Bezüg­lich son­sti­ger Fort­set­zungs­ter­mi­ne von bereits frü­her begon­ne­nen erst­in­stanz­li­chen Straf­ver­fah­ren vor dem Land­ge­richt Bam­berg wird auf die frü­he­ren Mit­tei­lun­gen verwiesen.

Orga­ni­sa­to­ri­scher Hin­weis: Der­zeit fin­den auf­grund der „Coro­na-Kri­se“ stren­ge Ein­gangs­kon­trol­len statt. Bei Betre­ten des Gerichts­ge­bäu­des ist eine Selbst­aus­kunft zu COVID- 19 auszufüllen.

Das Selbst­aus­kunfts­form­blatt fin­det sich unter fol­gen­dem Link: https://​www​.justiz​.bay​ern​.de/​g​e​r​i​c​h​t​e​-​u​n​d​-​b​e​h​o​e​r​d​e​n​/​o​b​e​r​l​a​n​d​e​s​g​e​r​i​c​h​t​e​/​b​a​m​b​e​rg/

Aus Zeit­er­spar­nis­grün­den kann die­ses im Vor­feld schon aus­ge­druckt, aus­ge­füllt und mit­ge­bracht werden.

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