Bam­berg – Bay­ern: Erste Aus­lands­rei­se führt nach Prag / Bay­erns Euro­pa­mi­ni­ste­rin Mela­nie Huml: „Tsche­chi­en ist enger und wich­ti­ger Partner“

Für ihre erste Aus­lands­rei­se nach ihrem Amts­an­tritt als Euro­pa­mi­ni­ste­rin im Janu­ar 2021 wähl­te Mela­nie Huml bewusst Tsche­chi­ens Haupt­stadt Prag: „Tsche­chi­en ist für Bay­ern ein enger und wich­ti­ger Part­ner, mit dem wir sehr freund­schaft­li­che Bezie­hun­gen pfle­gen.“ Dort führ­te Huml jetzt zahl­rei­che Gesprä­che mit hoch­ran­gi­gen Ver­tre­tern der tsche­chi­schen Regie­rung sowie des Par­la­ments mit dem Ziel, die baye­risch-tsche­chi­schen Bezie­hun­gen wei­ter­zu­ent­wickeln und zu stär­ken. Sie traf sich mit Außen­mi­ni­ster Jakub Kul­há­nek, mit dem Koor­di­na­tor der baye­risch-tsche­chi­schen par­la­men­ta­ri­schen Zusam­men­ar­beit Jan Bar­tošek sowie dem Vor­sit­zen­den des EU-Aus­schus­ses Ondřej Benešík, mit Staats­se­kre­tär Dr. Jin­dřich Fryč und Vize-Mini­ster Dr. Pavel Doleček im Bil­dungs­mi­ni­ste­ri­um und der tsche­chi­schen Staats­se­kre­tä­rin für Euro­pa­an­ge­le­gen­hei­ten Mile­na Hrdinková.

Kon­kret ver­ein­bar­te Huml mit ihren tsche­chi­schen Part­nern den gegen­sei­ti­gen Jugend­aus­tausch und Sprach­er­werb zu inten­si­vie­ren. Tsche­chi­en wird eines der Schwer­punkt­län­der der vom Frei­staat neu gegrün­de­ten Stif­tung „Jugend­aus­tausch Bay­ern“. Ein Start­pro­jekt soll ein Sprach­ani­ma­ti­ons- und Begeg­nungs­pro­gramm für Kin­der­gär­ten und Grund­schu­len im Grenz­ge­biet zu Tsche­chi­en wer­den. Im Rah­men eines erwei­ter­ten Sprach­as­si­stenz­pro­gramms soll baye­ri­schen und tsche­chi­schen Stu­die­ren­den die Mög­lich­keit gege­ben wer­den, als Mut­ter­sprach­ler jeweils im Nach­bar­land beim Sprach­un­ter­richt zu unter­stüt­zen. Mit der tsche­chi­schen Euro­pa­staats­se­kre­tä­rin Hrd­in­ko­vá wur­de eine Fort­füh­rung des euro­pa­po­li­ti­schen Aus­tauschs, ins­be­son­de­re über die jüng­sten Vor­schlä­ge der Euro­päi­schen Kom­mis­si­on zum Green Deal, vereinbart.

Bei ihren Gesprä­chen beton­te Huml die Not­wen­dig­keit, nach der Coro­na-Pan­de­mie gemein­sam durch­zu­star­ten. „Wäh­rend der Coro­na-Beschrän­kun­gen hat uns die enge Zusam­men­ar­beit zwi­schen Bay­ern und Tsche­chi­en sehr gehol­fen. Der inten­si­ve Aus­tausch in den ver­gan­ge­nen Mona­ten hat uns noch stär­ker zusam­men­wach­sen las­sen“, so die Mini­ste­rin. Mit dem tsche­chi­schen Außen­mi­ni­ster Kul­há­nek ver­ein­bar­te sie, im Rah­men der im Novem­ber 2021 statt­fin­den­den Sit­zung der gemein­sa­men baye­risch-tsche­chi­schen Regie­rungs­kom­mis­si­on Gesamt­in­ven­tur der Zusam­men­ar­beit zu erstel­len, um The­men und Struk­tu­ren der baye­risch-tsche­chi­schen Zusam­men­ar­beit in ihrer gan­zen Brei­te vor­an­zu­trei­ben und neue Schwer­punk­te zu set­zen. So soll die bestehen­de Koor­di­nie­rung für Kri­sen­fäl­le aus­ge­baut und der Aus­tausch bei The­men der Inno­va­tions- und Wett­be­werbs­fä­hig­keit der Wirt­schaft inten­si­viert und die Koope­ra­ti­on bei Wis­sen­schaft und Infra­struk­tur ver­stärkt wer­den. Dabei sol­len kom­mu­na­le und regio­na­le Anlie­gen ver­stärkt in die Arbeit der Kom­mis­si­on ein­ge­bracht wer­den, um der beson­de­ren Bedeu­tung des gemein­sa­men Grenz­ge­biets für die bay­risch-tsche­chi­schen Zusam­men­ar­beit Rech­nung zu tra­gen. Huml beton­te: „Das gemein­sa­me Grenz­land ist eine Brücke guter nach­bar­schaft­li­cher Bezie­hun­gen zwi­schen Bay­ern und Tsche­chi­en. Den Wunsch, kom­mu­na­le und regio­na­le Anlie­gen stär­ker ein­zu­be­zie­hen, habe ich vie­ler­orts bei mei­ner Ober­pfalz-Tour im Mai gehört und in mei­nen jet­zi­gen Gesprä­chen ger­ne unterstützt.“

Huml: „Ich konn­te auf allen Ebe­nen so viel Auf­ge­schlos­sen­heit für gemein­sa­me grenz­über­grei­fen­de Zusam­men­ar­beit fest­stel­len, dass mir um die baye­risch-tsche­chi­sche Part­ner­schaft und unse­re gemein­sa­me nach­bar­schaft­li­che Zukunft nicht bang ist.“

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