AOK Bam­berg-Forch­heim: Mul­ti­moda­les Online-Pro­gramm: „Fami­li­en­coach Krebs“ unter­stützt Angehörige

Die AOK Bayern unterstützt jetzt mit einem neuen Online-Coach Angehörige von Menschen, die mit der Diagnose Krebs konfrontiert sind / Foto: AOK-Mediendienst

Die AOK Bay­ern unter­stützt jetzt mit einem neu­en Online-Coach Ange­hö­ri­ge von Men­schen, die mit der Dia­gno­se Krebs kon­fron­tiert sind / Foto: AOK-Mediendienst

Jedes Jahr erkran­ken laut Robert-Koch-Insti­tut bun­des­weit mehr als 500.000 Men­schen an Krebs. Die AOK Bay­ern unter­stützt jetzt mit einem neu­en Online-Coach Ange­hö­ri­ge von Men­schen, die mit der Dia­gno­se Krebs kon­fron­tiert sind. Der „Fami­li­en­coach Krebs“ infor­miert über die Ent­ste­hung, Dia­gno­se und Behand­lung ver­schie­de­ner Krebs­er­kran­kun­gen und soll zudem Fami­li­en­mit­glie­dern und Freun­den der Betrof­fe­nen hel­fen, sich selbst vor emo­tio­na­ler und kör­per­li­cher Über­la­stung zu schützen.

Depres­sio­nen und Angst auch bei Angehörigen

„Eine Krebs­er­kran­kung bela­stet auch die Ange­hö­ri­gen“, sagt AOK-Direk­tor Klaus Knorr von der AOK in Bam­berg. Stu­di­en wei­sen dar­auf hin, dass bis zu 40 Pro­zent der Ange­hö­ri­gen Sym­pto­me von Depres­sio­nen und Angst ent­wickeln. Das Online-Selbst­hil­fe­pro­gramm bie­tet hier nie­der­schwel­li­ge und wis­sen­schaft­lich basier­te Infor­ma­tio­nen, die Inter­es­sier­te jeder­zeit fle­xi­bel nut­zen kön­nen. „Dar­über hin­aus beant­wor­tet das Online-Ange­bot sozi­al­recht­li­che Fra­gen, die im Zusam­men­hang mit der Erkran­kung ent­ste­hen kön­nen“, so Knorr. Das Pro­gramm ist in Zusam­men­ar­beit mit dem Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Leip­zig und dem Krebs­in­for­ma­ti­ons­dienst des Deut­schen Krebs­for­schungs­zen­trums ent­stan­den. Beglei­tet wur­de die Ent­wick­lung zudem durch einen wis­sen­schaft­li­chen Bei­rat mit Exper­tin­nen und Exper­ten aus dem Bereich der Onko­lo­gie, der Psy­cho­on­ko­lo­gie und der Selbsthilfe.

Unter­stüt­zungs­an­ge­bo­te auf Ange­hö­ri­ge zugeschnitten

Um auf die Bedürf­nis­se der Betrof­fe­nen opti­mal ein­ge­hen zu kön­nen, ist auch die Per­spek­ti­ve der Ange­hö­ri­gen von Anfang an mit eingeflossen.

Das Unter­stüt­zungs­pro­gramm umfasst ein brei­tes The­men­spek­trum und ist modu­lar auf­ge­baut. Im Bereich „Gut für sich sor­gen“ geht es bei­spiels­wei­se um Stra­te­gien zur Bewäl­ti­gung der eige­nen psy­chi­schen Bela­stun­gen, im Bereich „Bezie­hun­gen stär­ken“ um schwie­ri­ge Gesprä­che mit Ange­hö­ri­gen, das Spre­chen mit Kin­dern über die Erkran­kung oder um den Ein­fluss von Krebs­er­kran­kun­gen auf die Sexua­li­tät. Der The­men­be­reich „Sich hilf­reich füh­len“ zeigt Mög­lich­kei­ten zur Unter­stüt­zung der erkrank­ten Ange­hö­ri­gen auf – zum Bei­spiel den rich­ti­gen Umgang mit Angst, Wut und Fru­stra­ti­on infol­ge der Erkran­kung. Auch die pal­lia­ti­ve The­ra­pie, also die Behand­lung im Fal­le einer vor­aus­sicht­lich nicht mehr heil­ba­ren Erkran­kung, wird im Pro­gramm thematisiert.

Infor­ma­tio­nen über die häu­fig­sten Krebsarten

In den The­men­be­rei­chen „Wis­sen über Krebs“, „Behand­lun­gen“ und „Krebs­ar­ten“ steht die Infor­ma­ti­on über die Erkran­kung und die moder­nen The­ra­pie­mög­lich­kei­ten im Vor­der­grund. Nut­ze­rin­nen und Nut­zer erfah­ren, wel­che neu­en Behand­lungs­me­tho­den in den ver­gan­ge­nen Jah­ren ent­wickelt wur­den und was sie selbst tun kön­nen, um Erkrank­te beim Gesund­wer­den zu unter­stüt­zen. „Sie kön­nen auch nach­le­sen, was eine Krebs­er­kran­kung in der Fami­lie für das eige­ne Risi­ko oder für das der Kin­der bedeu­tet“, sagt Knorr und betont: „Nichts ist schlim­mer als die Angst vor dem Unbe­kann­ten – wer mehr über Krebs weiß, fühlt sich siche­rer und kann Erkrank­te bes­ser bei Ent­schei­dun­gen unterstützen.“

Das neue Online-Pro­gramm kön­nen Inter­es­sier­te unter www​.aok​.de/​f​a​m​i​l​i​e​n​c​o​a​c​h​-​k​r​ebs anonym und kosten­frei nut­zen. Es ergänzt das Ange­bot der kosten­lo­sen Online-Coa­ches der AOK, das ste­tig wei­ter aus­ge­baut wird. Es umfasst bereits den „ADHS-Eltern­trai­ner“, den „Fami­li­en­coach Pfle­ge“, den „Online-Coach Dia­be­tes“ sowie den „Fami­li­en­coach Depression“.

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