Bam­ber­ger Lin­ke – Die PAR­TEI: „Bit­te nicht an der Jugend sparen“

Pres­se­mit­tei­lung der Frak­ti­on BaLI – DIE PAR­TEI zum Beschluss im Finanz­se­nat Jugendarbeit

Die Frak­ti­on BaLI – Die PAR­TEI wen­det sich gegen den Spar­kurs in der Jugend­ar­beit und distan­ziert sich von dem im letz­ten Finanz­se­nat gefäll­ten Beschluss, die Haus­halts­mit­tel für die Offe­ne Jugend­ar­beit auf dem bestehen­den Niveau zu belas­sen, aber gleich­zei­tig ihre Auf­ga­ben­fel­der aus­zu­wei­ten. Das kommt einer Mit­tel­re­du­zie­rung gleich.

Die Aus­schrei­bung für die Ende des Jah­res aus­lau­fen­de Jugend­ar­beit sieht vor, dass der bis­her durch die Kir­chen­ge­mein­de betrie­be­ne Jugend­treff St. Urban mit einer hal­ben Stel­le durch den zukünf­ti­gen Trä­ger mit betrie­ben wird. Gleich­zei­tig wird der Vor­schlag gemacht, die Arbeit der Streetworker:innen zu reduzieren.

Der finanz­po­li­ti­sche Spre­cher der Frak­ti­on und Sozi­al­päd­ago­ge Ste­phan Kett­ner äußer­te sich nach der Sit­zung bestürzt über die­se Ent­schei­dung: „Die­se ist auch durch den ange­schla­ge­nen Haus­halt nicht zu recht­fer­ti­gen. Wie kann es sein, dass wir in Zei­ten der Coro­na-Kri­se die offe­ne Jugend­ar­beit zurück­fah­ren, wäh­rend wir fest­stel­len, dass sich die Lage der Jugend gera­de deut­lich ver­schlech­tert und die Aus­wir­kun­gen zuneh­mend im öffent­li­chen Raum sicht­bar werden?“

„Die Aus­la­ge­rung der Jugend­ar­beit an den frei­en Trä­ger ISo wur­de mit der Zusi­che­rung voll­zo­gen, dass es sich hier nicht um ein Spar­mo­dell han­deln soll. Genau das pas­siert aber der­zeit. Hät­ten wir Ange­stell­te in städ­ti­scher Ver­ant­wor­tung, dann könn­ten wir nicht ein­fach Tarif­er­hö­hun­gen unter den Tisch keh­ren“, so Hein­rich Schwimmbeck.

Der Trä­ger wur­de, eben­so wenig wie der Jugend­hil­fe­aus­schuss, zu kei­nem Zeit­punkt in die wei­te­re Pla­nung ein­be­zo­gen und war selbst über­rascht. „Hier sehen wir in einer wich­ti­gen Ent­schei­dung die unmit­tel­bar Betei­lig­ten aus­ge­schlos­sen, von „Mit­mach­stadt“ kann hier wohl kei­ne Rede sein.“ So Fabi­an Dör­ner, Mit­glied im Jugend­hil­fe­aus­schuss für die Frak­ti­on, der sich auch die Fra­ge stellt, wofür es ein sol­ches Fach­gre­mi­um über­haupt gibt, wenn die wesent­li­chen Ent­schei­dun­gen nur nach wirt­schaft­li­chen Gesichts­punk­ten getrof­fen wer­den. „Im direk­ten Gespräch mit Jugend­li­chen habe ich die Stim­mung auf den Stra­ßen Bam­bergs ein­fan­gen kön­nen. Die Jugend fühlt sich weder ernst genom­men noch in irgend­ei­ner Wei­se beach­tet oder abge­holt in Bezug auf die mas­si­ven Ein­schrän­kun­gen in allen Lebens­be­rei­chen durch die Coro­na Krise.“

Kett­ner zieht das Fazit: „Die Ent­schei­dung als Gewinn für die Jugend­ar­beit zu ver­kau­fen ist ein blan­ker Hohn. Was wir brau­chen ist die Aner­ken­nung der Jugend und die Unter­stüt­zung der Kin­der durch adäqua­te Ange­bo­te, die ihnen hel­fen in einen, hof­fent­lich bald wie­der nor­ma­len All­tag zu finden.“

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