ILS Bayreuth/​Kulmbach star­tet digi­ta­le Alar­mie­rung des Rettungsdienstes

Neue Mei­len­stein im Pro­jekt TETRAAlar­mie­rung: Wir­kin­be­trieb­nah­me Ret­tungs­dienst im ILS-Bereich Bayreuth/​Kulmbach. ILS Bayreuth/​Kulmbach gehört damit zu den bay­ern­wei­ten Vorreitern.

In der ver­gan­ge­nen Woche star­tet die Inte­grier­te Leit­stel­le (ILS) Bayreuth/​Kulmbach (betrie­ben durch den BRK Kreis­ver­band Bay­reuth) die Alar­mie­rung über digi­ta­le Tetra-Pager für den Ret­tungs­dienst. Mit dem Ein­tritt in den Wirk­be­trieb des Ret­tungs­dien­stes ist ein wei­te­rer wich­ti­ger Mei­len­stein in dem seit März 2019 im Roten Kreuz Bay­reuth lau­fen­den Pro­jekt „Digi­ta­le Alar­mie­rung“ im Leit­stel­len­be­reich Bayreuth/​Kulmbach plan­mä­ßig, nach gut 24 Mona­ten, erreicht. Der Leit­stel­len­be­reich Bayreuth/​Kulmbach gehört damit zu den bay­ern­wei­ten Vor­rei­tern, bei Moder­ni­sie­rung und Migra­ti­on der Ana­lo­gen Funk­struk­tu­ren der Alar­mie­rung von Feu­er­wehr, Ret­tungs­dienst und Kata­stro­phen­schutz hin zur Nut­zung des BOS-Digi­tal­funk (Tetra).

ILS Bayreuth/Kulmbach startet digitale Alarmierung des Rettungsdienstes

Das Bild zeigt Ver­tre­ter der Pro­jekt­be­tei­lig­ten Orga­ni­sa­tio­nen, Ver­tre­ter von Land­krei­sen (BT/KU) und Stadt BT bei der Inbe­trieb­nah­me der digi­ta­len TETRA-Alar­mie­rung für den Ret­tungs­dienst im Leit­stel­len­be­reich Bayreuth/​Kulmbach. Von geist­li­cher Sei­te wur­de die Inbe­trieb­nah­me von evang. Pfar­rer und Not­fall­seel­sor­ger Günt­re Daum beglei­tet.
Im Bild: Johan­nes Buch­hau­ser (Sach­ge­biets­lei­ter D5 ILS im BayST­MI, Chri­sto­pher Häf­ner (Leit­stel­len Lei­ter ILS Bayreuth/​Kulmbach), Wolf­gang Zwack (Geschäfts­füh­rer ZRF Bayreuth/​Kulmbach), Jür­gen Dip­pold (Kreis­ge­schäfts­füh­rer BRK Kreis­ver­band Kulm­bach), Tho­mas Ebers­ber­ger (Ober­bür­ger­mei­ster Stadt Bay­reuth), Mar­kus Jahn (BRK Ret­tungs­dienst Bay­reuth), Flo­ri­an Hop­pert (BRK Ret­tungs­dienst Bay­reuth), Dr. Ste­fan Eigl (Ärzt­li­cher Lei­ter Ret­tungs­dienst Bayreuth/​Kulmbach), Tho­mas Müllin­ger (Pro­jekt­ko­or­di­na­tor „Digi­ta­le Alar­mie­rung“ Tak­tisch-Tech­ni­sche Betriebs­stel­le Digi­tal­funk ILS Bayreuth/​Kulmbach), Peter Mais­el (Vor­stand­vor­sit­zen­der BRK Kreis­ver­band Bay­reuth), Pfar­rer (ev.) Gün­ter Daum und Mar­kus Ruck­de­schel (Kreis­ge­schäfts­füh­rer BRK Kreis­ver­band Bayreuth).

Die Nut­zung der der neu­en digi­ta­len Tech­no­lo­gie in der Alar­mie­rung für Ret­tungs­kräf­te bie­tet neben Vor­tei­len durch eine bes­se­re Netz­ab­deckung und damit einer Stei­ge­rung der Erreich­bar­keit, auch prä­zi­se­re Mög­lich­kei­ten der Nut­zer­ver­wal­tung, der Aus­schluss von unbe­rech­tig­ten „Schwarz­hö­rern“ und einer Kosten­er­spar­nis, für den mit­tel­fri­sti­gen Weg­fall der ana­lo­gen Gleich­wel­len­funk­a­nal­gen (in einer mitt­le­ren fünf­stel­li­gen Höhe pro Jahr). Ein wei­te­rer wich­ti­ger Bene­fit der digi­ta­len TETRAAlar­mie­rung ist der Zeit­vor­teil bei grö­ße­ren Ein­satz­la­gen mit zu alar­mie­ren­den vie­len Ein­satz­kräf­ten. Durch die bis­he­ri­ge Ver­wen­dung des Ana­log­funks war bis­her eine meh­re­re Minu­ten andau­ern­de Abfol­ge von 5- Ton-Fol­gen not­wen­dig, um eine gro­ße Zahl an Ein­satz­kräf­ten zu alar­mie­ren. Durch die Alar­mie­rung über TETRA-Digi­tal­funk kann dies nun in Sekun­den­schnel­le erfolgen.

„Die schnel­le­re Alar­mie­rung ver­kürzt Aus­rück­zei­ten und ermög­licht ein frü­he­res Ein­tref­fen der Hilfs­kräf­te am Ein­satz­ort. Weni­ger Zeit­auf­wand für die Alar­mie­rung heißt mehr Zeit zum Hel­fen im Not­fall,“ erklärt Mar­kus Ruck­de­schel (Kreis­ge­schäfts­füh­rer BRK Kreis­ver­band Bay­reuth) den Nut­zen der Modernisierung.

Die Ein­füh­rung der digi­ta­len TETRA-Alar­mie­rung im Ret­tungs­dienst ist der end­gül­ti­gen, flä­chen­decken­den Nut­zung der neu­en Alar­mie­rungs­tech­nik durch Feu­er­weh­ren und in der Not­fall­ret­tung und im Kata­stro­phen­schutz betei­lig­ten Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen vor­ge­schal­tet. Durch die hohe Ein­satz­fre­quenz des Ret­tungs­dien­stes und die Ein­satz­ver­tei­lung in der brei­ten Flä­che, kön­nen Erfah­rungs­wer­te in der Anwen­dung der neu­en Tech­no­lo­gie gesam­melt wer­den, bevor die­se – wie nach­fol­gen­den geplant – durch alle haupt- und ehren­amt­li­chen Ein­satz­kräf­ten in Stadt und Land­kreis Bay­reuth und dem Land­kreis Kulm­bach ver­wen­det wird.

Für die Umset­zung die­se wich­ti­gen Teil­schrit­tes des Pro­jek­tes „Digi­ta­le Alar­mie­rung“, waren in den ver­gan­ge­nen Jah­ren umfang­rei­che Vor­ar­bei­ten not­wen­dig. Neben der Pla­nung und Durch­füh­rung eines Test­be­trie­bes und der Aus­wer­tung und Über­prü­fung der Emp­fangs- und Sen­de­qua­li­tä­ten in der Flä­che und in Gebäu­den, muss­ten rund 6.000 BOS-Sicher­heits­kar­ten bean­tragt, beschafft, im Leit­sy­stem erfasst und Funk­teil­neh­mern zuge­ord­net wer­den. Dar­über hin­aus wur­den durch die Mit­ar­bei­ten­den der Tak­tisch-Tech­ni­schen Betriebs­stel­le der ILS Bayreuth/​Kulmbach ein soge­nann­ter Sire­nen­at­las als Grund­la­ge für die not­wen­di­ge Ertüch­ti­gung aller Sire­nen in Stadt und Land­kreis Bay­reuth und Land­kreis Kulm­bach erstellt. Hier­zu wur­den über 350 Sire­nen­stand­or­te durch die Mit­ar­bei­ter besucht und Signal­stär­ken gemes­sen, GPS-Koor­di­na­ten erfasst und kata­lo­gi­siert. Eine wich­ti­ge Vor­aus­set­zung für die Ein­füh­rung der Digi­ta­len Alar­mie­rung war zu dem die Moder­ni­sie­rung der Tech­nik der Inte­grier­ten Leit­stel­le selbst, der im Zuge des 5jährigen Hard­ware­tau­sches im Som­mer 2020 erfolg­reich abge­schlos­sen wer­den konnte.

Der Leit­stel­len­be­reich Bayreuth/​Kulmbach wur­de auf Grund­la­ge sei­ner topo­gra­fi­schen Gege­ben­hei­ten (Mit­tel­ge­birgs­re­gi­on) und sei­ner unter­schied­li­chen Sied­lungs­struk­tu­ren (länd­li­cher Raum und städ­ti­scher Raum) als einer der ersten Leit­stel­len­be­rei­chen in Bay­ern für die Ein­füh­rung der digi­ta­len TETRA-Alar­mie­rung der Ret­tungs­kräf­te von Ret­tungs­dienst, Feu­er­weh­ren und Kata­stro­phen­schutz ausgewählt.

Bis­her gibt es nur 3 wei­te­re Leit­stel­len­be­rei­che in Bay­ern, die an der Umset­zung der Migra­ti­on von ana­lo­ger zu digi­ta­ler TETRA-Alar­mie­rung arbeiten.

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