Schü­le­rin­nen des Bam­ber­ger FLG ent­wer­fen selbst­ge­bau­te Lüftungsanlage

Antonia, Projektleiter Joachim Bickel, Schulreferent Dr. Matthias Pfeufer und Carolina mit der Konstruktion der Lüftungsanlage im Klassenzimmer. © Stadt Bamberg / Anna Lienhardt
Antonia, Projektleiter Joachim Bickel, Schulreferent Dr. Matthias Pfeufer und Carolina mit der Konstruktion der Lüftungsanlage im Klassenzimmer. © Stadt Bamberg / Anna Lienhardt

Mit sau­be­rer Luft zu „Jugend forscht“

Mit ihrem klas­sen­über­grei­fen­den Pro­jekt hat eine Pro­jekt­grup­pe des Franz-Lud­wig-Gym­na­si­ums Bam­berg beim Regio­nal­wett­be­werb von „Jugend forscht“ den 3. Platz belegt. Die Schü­le­rin­nen haben mit ein­fa­chen Mit­teln eine Anla­ge ent­wor­fen, die sich von ande­ren abhebt.

Es war die Rea­li­tät, die zur Krea­ti­vi­tät ver­hol­fen hat: Gera­de im Win­ter war es coro­nabe­dingt kalt und zugig in den Klas­sen­räu­men im drit­ten Stock des Franz-Lud­wig-Gym­na­si­ums. Denn dort kön­nen die Fen­ster nur gekippt wer­den, zum Lüf­ten muss­te die Tür geöff­net wer­den. „Also haben wir eine Lüf­tungs­an­la­ge ent­wor­fen, die über die gekipp­ten Fen­ster funk­tio­niert und die Tür somit geschlos­sen blei­ben kann“, erklärt Schü­le­rin Caro­li­na. Die 18-Jäh­ri­ge war gemein­sam mit ihrer 16-jäh­ri­gen Schwe­ster Anto­nia in der Pro­jekt­grup­pe, deren Ver­ant­wort­li­cher Leh­rer Joa­chim Bickel war – gleich­zei­tig der Vater der bei­den Mäd­chen. Qua­si ein Familien-Schulprojekt.

Die Anla­ge funk­tio­niert so gut, dass sie zwi­schen­zeit­lich in einem zwei­ten Klas­sen­zim­mer im drit­ten Stock auf­ge­baut wur­de. Die finan­zi­el­le Unter­stüt­zung kam zum einen aus noch übri­gen Gel­dern von „Jugend forscht“, zum ande­ren vom Eltern­bei­rat. Unge­fähr 200 Euro kostet die Kom­plett­an­schaf­fung. Die Kon­struk­ti­on hat sich bewährt: „Unse­re Anla­ge hebt sich von ande­ren ab. Die unrei­ne Luft wird am Boden abge­saugt, von oben kommt sau­be­re Luft nach“, fasst Caro­li­na zusammen.

Bam­bergs Schul­re­fe­rent, Dr. Mat­thi­as Pfeufer, freut sich über den For­scher­geist der Schü­le­rin­nen: „Ich fin­de es toll, wie sie mit eige­nen Mit­teln eine prag­ma­ti­sche Lösung gefun­den haben. Das Pro­jekt zeigt auch die Bereit­schaft, etwas zu schaf­fen, was ande­ren von Nut­zen sein kann.“ Die Schü­le­rin­nen selbst mer­ken an: „Wir woll­ten auch etwas tun, um wäh­rend der Coro­na-Pan­de­mie unse­re Situa­ti­on zu ver­bes­sern.“ Am Ende war die Freu­de groß, dass dies gelun­gen ist.

Vide­os von der Anla­ge auf Youtube

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