Bro­se Bam­berg ab sofort unter Siegzwang

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Bro­se ab sofort unter Siegzwang

Bro­se Bam­berg emp­fängt zum drit­ten Play­off­vier­tel­fi­na­le der easy­Credit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga die MHP RIE­SEN Lud­wigs­burg. Beim Stand von 0:2 wech­selt die von Lupp FM prä­sen­tier­te Serie erst­mals in die Dom­stadt. Spiel­be­ginn des ersten Bam­ber­ger Do-or-Die-Spiels ist am Sonn­tag um 15 Uhr. Magen­t­aS­port ist auf sei­nen Platt­for­men eben­so wie SPORT1 im Free-TV live dabei. Chri­stoph Stadt­ler kom­men­tiert, Hol­ger Speck­hahn mode­riert, Exper­te ist aber­mals medi bay­reuth Kapi­tän Basti­an Doreth.

Er hat es wie­der getan. Jale­en Smith, der am Mitt­woch zum wert­voll­sten Spie­ler der Sai­son gewählt wur­de, war auch in Spiel zwei der spiel­ent­schei­den­de Mann für die Lud­wigs­bur­ger. Und das, obwohl ihn die Bam­ber­ger Ver­tei­di­gung eigent­lich gut unter Kon­trol­le hat­te. Am Ende aber stand den­noch mit 17 Punk­ten und zehn Assists ein Dou­ble-Dou­ble auf der Anzei­ge­ta­fel. Bit­te­rer aber noch für Bro­se: Smith war es, der den ent­schei­den­den Ste­al rund zehn Sekun­den vor Ende klau­te und zum vor­ent­schei­den­den 83:85 aus Bro­se Sicht ein­netz­te. Zuvor hat­ten in erster Linie Jor­dan Hul­ls (19 Punk­te, fünf Drei­er) und Jamel McLean (21 Punk­te) dem Schwa­ben­spiel ihren Stem­pel auf­drücken kön­nen. Vor allem sind die Man­nen von John Patrick in den letz­ten zwei Minu­ten der Par­tie ruhig geblie­ben. Da lag Bro­se bereits mit sechs Zäh­lern in Front, konn­te das Spiel aber durch einen abschlie­ßen­den 11:2‑Lauf des Haupt­run­de­n­er­sten nicht ins Ziel brin­gen. Dem­entspre­chend erleich­tert zeig­te sich des­sen Coach John Patrick im Nach­gang: „Heu­te war Bam­berg die aggres­si­ve­re Mann­schaft. Wir haben viel zu vie­le 1‑ge­gen-0-Korb­le­ger erlaubt – ich glau­be allein neun in der ersten Halb­zeit. Wir hat­ten rich­tig­ge­hend Pro­ble­me (…) Die letz­ten 90 Sekun­den haben wir domi­niert. Es war ein wich­ti­ger Sieg, wir haben nie auf­ge­ge­ben – aber es sah, mit noch 90 Sekun­den auf der Uhr, nicht so gut aus.“

Genau das ist es, das Bro­se Bam­berg posi­tiv aus der Par­tie mit­neh­men kann, muss und wird. Sie hat­ten den Liga­pri­mus am Ran­de einer Heim­nie­der­la­ge. Es wäre die erste seit knapp zwei Jah­ren gewe­sen. Am Ende haben Nuan­cen gefehlt. Eini­ge unglück­li­che Schieds­rich­ter­pfif­fe in ent­schei­den­den Situa­ti­on – man den­ke an den sau­be­ren Block von Cha­se Fie­ler, das zumin­dest frag­wür­di­ge Foul beim Smith-Drei­er von Alex Ruoff und das eben­so frag­wür­di­ge fünf­te Ver­ge­hen von David Kra­vish, das zu des­sen Aus­schluss zu Beginn des letz­ten Vier­tels führ­te – waren eben­so mit aus­schlag­ge­bend, wie sie­ben ver­wor­fe­ne Frei­wür­fe und natür­lich der ärger­li­che Ball­ver­lust zehn Sekun­den vor Ende. Und den­noch, der Game­plan von Johan Roi­jak­kers ging auf, sein Team zeig­te sich im Ver­gleich zu Spiel eins deut­lich ver­bes­sert: Bro­se hat­te mehr Wür­fe (65/64), hol­te mehr Rebounds (38/33) und ver­teil­te mehr Assists (18/16). War­um hat­te es den­noch nicht gereicht? Zu den oben auf­ge­führ­ten Grün­den kam auch noch Pech beim Drei­er. Ledig­lich sie­ben von 25 Ver­su­chen fan­den den Weg in den Lud­wigs­bur­ger Korb, der mög­li­cher­wei­se wich­tig­ste von Alex Ruoff in der Schluss­pha­se tanz­te am Ring ent­lang, fiel aber nicht hin­durch. Apro­pos Alex Ruoff. Der mach­te sein bis dato bestes Spiel im Bam­ber­ger Tri­kot, gab den Antrei­ber und Anpeit­scher, hat­te ein gutes Auge für den frei­en Mit­spie­ler (fünf Assists) und schloss selbst stark ab (zwölf Punk­te, drei Drei­er). Über­haupt war es von jedem ein­zel­nen Bam­ber­ger eine ganz ande­re Kör­per­spra­che als noch zwei Tage zuvor. Fakt ist daher: Bro­se ist in den Play­offs ange­kom­men, jetzt muss sich die Mann­schaft nur noch dafür beloh­nen. Am Sonn­tag gibt es die näch­ste Chan­ce dazu, denn fort­an gilt: ver­lie­ren verboten.

Alex Ruoff: „Es gab vie­le posi­ti­ve Din­ge, die wir nun mit nach Bam­berg genom­men haben. Natür­lich haben wir ver­lo­ren und es steht 0:2. Den­noch: wir waren in bei­den Spie­len nicht weit weg, in Spiel zwei sogar sehr nah dran. Nun spie­len wir zwei Mal Zuhau­se, da müs­sen wir die Serie aus­glei­chen. Wir haben eine gute Trup­pe, jeder kämpft für jeden, jeder ist bereit für Bro­se und sei­ne Fans alles auf dem Par­kett zu las­sen. Jetzt müs­sen wir uns am Sonn­tag end­lich dafür belohnen.“

Einen Bam­ber­ger Sieg vor­aus­ge­setzt geht die Serie am Diens­tag (18.30 Uhr) in das näch­ste Spiel. Das vier­te Auf­ein­an­der­tref­fen fin­det eben­falls in der BRO­SE ARE­NA statt, bevor die fünf­te Par­tie dann am kom­men­den Don­ners­tag wie­der in Lud­wigs­burg aus­ge­tra­gen wird.