Bam­ber­ger Kreis­ver­band für Gar­ten­bau und Lan­des­pfle­ge betei­ligt sich an der Zer­ti­fi­zie­rung von natur­nah bewirt­schaf­te­ten Gärten

Symbolbild Blumenwiese

Natur­gar­ten-Zer­ti­fi­zie­rung „Bay­ern blüht!“ – Für mehr Natur in hei­mi­schen Gärten

Es soll bunt wer­den im Ein­heits­grün: Der Kreis­ver­band für Gar­ten­bau und Lan­des­pfle­ge Bam­berg betei­ligt sich mit der Zer­ti­fi­zie­rung von natur­nah bewirt­schaf­te­ten Gär­ten an der Akti­on „Bay­ern blüht“. Ziel der Initia­ti­ve ist es, Gar­ten­be­sit­zer aus­zu­zeich­nen, die che­mie­frei, torf­frei und im Ein­klang mit der Natur wirt­schaf­ten. Sie geben der hei­mi­schen Pflan­zen- und Tier­welt ein Stück Lebens­raum zurück und ver­bes­sern gleich­zei­tig das Klein­kli­ma in dicht bebau­ten Sied­lungs­räu­men. Das Güte­sie­gel „Natur­gar­ten“ wird von geschul­ten Zer­ti­fi­zie­rern ver­ge­ben, deren Aus­bil­dung die Lan­des­an­stalt für Wein­bau und Gar­ten­bau Veits­höch­heim gemein­sam mit dem Baye­ri­schen Lan­des­ver­band für Gar­ten­bau und Lan­des­pfle­ge orga­ni­siert. Bis­her wur­den im Land­kreis Bam­berg schon über 20 Gär­ten zer­ti­fi­ziert, bay­ern­weit weit über 500. Es sol­len noch vie­le wei­te­re folgen.

Was ist ein „Natur­gar­ten“?

Einen Gar­ten natur­nah zu bewirt­schaf­ten, das bedeu­tet, mit der Natur zu arbei­ten und nicht gegen sie. Ein Natur­gar­ten ist kei­ne Wild­nis, son­dern ein blü­hen­der Lebens­raum, in dem Obst, Gemü­se, Kräu­ter, Bäu­me und Blu­men wach­sen, hei­mi­sche Tier- und Pflan­zen­ar­ten einen Rück­zugs­raum fin­den und Res­sour­cen scho­nend behan­delt werden.

Ein Gar­ten, der die Pla­ket­te ver­dient, muss eini­ge Kern­kri­te­ri­en erfül­len. Der Ver­zicht auf che­mi­sche Pflan­zen­schutz­mit­tel, che­misch-syn­the­ti­sche Dün­ger und Torf zur Boden­ver­bes­se­rung sind Grund­vor­aus­set­zun­gen. Außer­dem soll­te der Gar­ten eine hohe öko­lo­gi­sche Viel­falt haben, sowohl im Nutz- als auch im Ziergarten.

Damit das Zer­ti­fi­kat ver­ge­ben wer­den kann, müs­sen nach der „Pflicht“ auch in der „Kür“ Punk­te gesam­melt wer­den: Insek­ten­freund­li­che Blu­men, hei­mi­sche Sträu­cher, Laub­bäu­me, viel­fäl­ti­ge Klein­bio­to­pe, Wie­sen­ele­men­te, ein „wil­des Eck“ und all­ge­mein das Zulas­sen von Wild­kräu­tern sind Ele­men­te, die einen Natur­gar­ten aus­zeich­nen. Auch bei der Gar­ten­be­wirt­schaf­tung an sich wird genau­er hin­ge­schaut: Eine gute Kom­post­wirt­schaft, Gemü­se­bee­te und Kräu­ter, Obst, Misch­kul­tur, Beach­tung der Frucht­fol­ge, der Ein­satz von Grün­dün­gung und scho­nen­des Mul­chen, Regen­was­ser­nut­zung und der Ein­satz von umwelt­freund­li­chen und regio­nal­ty­pi­schen Mate­ria­li­en kenn­zeich­nen einen natur­na­hen Garten.

Wer darf sich für ein Zer­ti­fi­kat bewerben?

Grund­sätz­lich steht die Natur­gar­ten-Zer­ti­fi­zie­rung im Rah­men der Akti­on für jeden Gar­ten offen. Der Kreis­ver­band für Gar­ten­bau und Lan­des­pfle­ge Bam­berg hat sich ent­schlos­sen, die Zer­ti­fi­zie­rung für Mit­glie­der der Obst- und Gar­ten­bau­ver­ei­ne aus Stadt und Land­kreis Bam­berg auch in die­sem Jahr kosten­frei anzu­bie­ten. Für Nicht­mit­glie­der fällt ein Unko­sten­bei­trag an.
2021 wird die Zer­ti­fi­zie­rung der Gär­ten am 06. und 07. Juli durch­ge­führt. Bei Inter­es­se wen­den Sie sich bit­te an die Kreis­fach­be­ra­tung im Land­rats­amt Bam­berg, Alex­an­dra Kle­misch (Tel. 0951–85534), Clau­dia Küh­nel (Tel. 0951–85515) oder Oli­ver Rendl (0951–85527). Anmel­de­schluss ist der 15. Juni 2021.

Offe­ne Fra­gen? – FAQ

Auf der Home­page des Kreis­ver­ban­des für Gar­ten­bau und Lan­des­pfle­ge Bam­berg www​.kv​-gar​ten​bau​ver​ei​ne​-bam​berg​.de fin­den Sie wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum The­ma Naturgarten.