Bro­se Bam­berg: Haupt­run­den­ab­schluss gegen Crailsheim

symbolbild basketball

Zum 34. und damit letz­ten Haupt­run­den­spiel­tag der easy­Credit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga emp­fängt Bro­se Bam­berg die HAKRO Mer­lins Crails­heim. Spiel­be­ginn der vom Air­port Nürn­berg „Albrecht Dürer“ prä­sen­tier­ten Par­tie ist am Sonn­tag um 15 Uhr. Magen­t­aS­port über­trägt die Begeg­nung zwi­schen dem Tabel­len­ach­ten und dem ‑fünf­ten wie gewohnt live auf sei­nen Platt­for­men. Zudem zeigt SPORT1 die Par­tie live im Free-TV. Kom­men­ta­tor ist in bei­den Fäl­len Mar­kus Krawinkel.

Es ist bereits die beste Spiel­zeit der HAKRO Mer­lins Crails­heim in der rund 35-jäh­ri­gen Ver­eins­ge­schich­te. Noch nie erreich­ten sie näm­lich zuvor die Play­offs. Die­se Sai­son mach­ten sie die­ses Unter­fan­gen bereits am 28. Spiel­tag mit einem 85:73-Sieg bei den NINERS Chem­nitz fix. Dass die Crails­hei­mer dort zurecht ste­hen, haben nicht zuletzt die letz­ten bei­den Spie­le gezeigt. Gegen die auch bereits für die Play­offs qua­li­fi­zier­ten Ham­burg Towers gab es eben­so einen Sieg (85:79), wie kurz danach bei den EWE Bas­kets Olden­burg (90:73), die bekannt­lich ja eben­falls sicher in der Post­sea­son dabei sind. Vor allem bei den Nie­der­sach­sen war es ein tol­les Spiel der Mann­schaft von Tuo­mas Iisa­lo, die bereits zur Pau­se mit 14 Punk­ten vor­ne lag. Allen vor­an Bog­dan Rado­savlje­vic, der unter der Woche sei­nen Ver­trag bis 2024 ver­län­gert hat, war vor­ne wie hin­ten nicht zu stop­pen: 19 Punk­te und zehn Rebounds stan­den für den Cen­ter am Ende zu Buche. Damit ließ er unter ande­rem Trae Bell-Hay­nes hin­ter sich, der aber über die gesam­te Sai­son gese­hen mit im Schnitt erziel­ten 16,9 Punk­ten Crails­heims Bester ist. Der Auf­bau­spie­ler kann jedoch nicht nur scoren – wie er mit sei­nen 30 Punk­ten auch schon ein­drucks­voll im Hin­spiel gegen Bro­se demon­striert hat­te –, son­dern ist mit durch­schnitt­lich 7,3 ver­teil­ten Assists Bun­des­li­ga­spit­zen­rei­ter die­ser Kate­go­rie. Das schnel­le Spiel der Crails­hei­mer for­dert jedoch auch Feh­ler zuta­ge. So sind die 14,5 Ball­ver­lu­ste ver­gleichs­wei­se viel. Dafür tref­fen sie wie­der­um gut von außen. Eine Drei­er­quo­te von 38,4 Pro­zent bedeu­tet BBL-weit Rang drei. Im Gegen­satz zu Bro­se, für die der ach­te Platz sicher ist, spielt Crails­heim noch um die Plät­ze vier, fünf oder sechs – je nach eige­nem Abschnei­den und dem der direk­ten Kon­kur­ren­ten Ulm und Olden­burg. Chef­trai­ner Iisa­lo, der die Zau­be­rer Ende der Sai­son ver­las­sen wird, warnt daher: „Wir brau­chen eine kon­zen­trier­te Lei­stung, um Bam­berg auf ihrem hei­mi­schen Par­kett zu schla­gen. Es ist wich­tig, dass wir den Motor wei­ter­lau­fen las­sen, nicht ent­span­nen und unse­re histo­ri­sche Sai­son gut beenden.“

Für Bro­se Bam­berg gilt es, knapp 40 Stun­den nach der bit­te­ren 84:106-Niederlage gegen die BG Göt­tin­gen, den Fokus wie­der hoch­zu­fah­ren. Der hat näm­lich am Frei­tag nahe­zu kom­plett gefehlt. Ledig­lich im ersten Vier­tel hiel­ten die Bam­ber­ger mit, spä­te­stens nach der Ver­let­zung von Devon Hall zu Beginn des zwei­ten Abschnitts ging jeg­li­che Kör­per­spra­che ver­lo­ren. Daher ist in jedem Fall eine Reak­ti­on gegen Crails­heim nötig, auch um mit einem guten Gefühl in die zehn Tage spä­ter begin­nen­de Play­off­se­rie gegen Lud­wigs­burg zu gehen. Dass Bro­se auf Nie­der­la­gen reagie­ren kann, hat das Team die­se Sai­son bereits mehr­fach gezeigt. Daher gilt der heu­ti­ge Tag auch weni­ger der Rück­schau auf das Spiel gegen Göt­tin­gen, son­dern viel­mehr dem Blick nach vor­ne. Es gibt eine rege­ne­ra­ti­ve Trai­nings­ein­heit und eine Video­ses­si­on. Und es wird behan­delt. Grütt­ner und Hall fal­len mit Hand- bzw. Hand­ge­lenks­bruch defi­ni­tiv bis Sai­son­ende aus. Wann Ruoff (Fuß), Vita­li (Knie) und Kra­vish (Lei­ste) wie­der ein­setz­bar sind, steht in den Ster­nen. Umso mehr sind die ande­ren Spie­ler, ist das Team nun gefor­dert. Es muss vor allem beim Rebound bes­ser zuge­packt wer­den. Gegen Göt­tin­gen waren es gera­de ein­mal 26 Abpral­ler, die sich Bam­berg sichern konn­te. Zum Ver­gleich: der Geg­ner hol­te 39. Und die Drei­er­ver­tei­di­gung muss defi­ni­tiv aggres­si­ver wer­den. Göt­tin­gen traf über 60 Pro­zent sei­ner abge­ge­be­nen Distanzwürfe.

Ben­net Hundt: „Wir müs­sen in allen Belan­gen eine Schip­pe drauf­le­gen. Gegen Göt­tin­gen war es gar nichts. Wir müs­sen vor­ne und hin­ten aggres­si­ver und fokus­sier­ter spie­len. Für Crails­heim geht es noch um die Platz­ie­rung. Daher wer­den sie alles in die Waag­scha­le wer­fen, um das Spiel zu gewin­nen. Wir müs­sen von Beginn an dagegenhalten.“

Mit der Par­tie gegen Crails­heim ist die Haupt­run­de der dies­jäh­ri­gen Sai­son been­det. Bro­se trifft im Vier­tel­fi­na­le der Play­offs auf die MHP RIE­SEN Lud­wigs­burg. Wann die Serie star­tet, gibt die easy­Credit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga am Mon­tag bekannt.