Lich­ten­fel­ser Land­rat Chri­sti­an Meiß­ner dankt Bun­des­wehr für Unter­stüt­zung bei der Bewäl­ti­gung der Pandemie

Kräf­te der Bun­des­wehr im Kampf gegen Coro­na – Im Ein­satz als Tracer, bei Tests und Impfungen

Die Bundeswehr leistet im Landkreis Lichtenfels wichtige Unterstützung im Kampf gegen Corona. Dafür sagt Landrat Christian Meißner Dank. Seit November 2020 waren insgesamt 48 Soldatinnen und Soldaten im Landkreis im Einsatz, aktuell sind es 23. Hauptfeldwebel der Reserve, Mark Gutgesell (rechts), vom Kreisverbindungskommando passte die digitale Software Sormas, die vom Helmholtz-Zentrum für die Infektionsforschung entwickelt wurde, auf die lokalen Bedürfnisse des Landkreises an. Links im Bild der stellvertretende Leiter des Kreisverbindungskommandos (KVK) Lichtenfels für zivil-militärische Zusammenarbeit (ZMZ), Oberstleutnant der Reserve Thomas Lang.  Foto: Landratsamt Lichtenfels/Heidi Bauer

Die Bun­des­wehr lei­stet im Land­kreis Lich­ten­fels wich­ti­ge Unter­stüt­zung im Kampf gegen Coro­na. Dafür sagt Land­rat Chri­sti­an Meiß­ner Dank. Seit Novem­ber 2020 waren ins­ge­samt 48 Sol­da­tin­nen und Sol­da­ten im Land­kreis im Ein­satz, aktu­ell sind es 23. Haupt­feld­we­bel der Reser­ve, Mark Gut­ge­sell (rechts), vom Kreis­ver­bin­dungs­kom­man­do pass­te die digi­ta­le Soft­ware Sor­mas, die vom Helm­holtz-Zen­trum für die Infek­ti­ons­for­schung ent­wickelt wur­de, auf die loka­len Bedürf­nis­se des Land­krei­ses an. Links im Bild der stell­ver­tre­ten­de Lei­ter des Kreis­ver­bin­dungs­kom­man­dos (KVK) Lich­ten­fels für zivil-mili­tä­ri­sche Zusam­men­ar­beit (ZMZ), Oberst­leut­nant der Reser­ve Tho­mas Lang.
Foto: Land­rats­amt Lichtenfels/​Heidi Bauer

„Wir sind sehr dank­bar, dass uns die Bun­des­wehr seit Novem­ber bei der Bekämp­fung der Pan­de­mie unter­stützt“, betont Land­rat Chri­sti­an Meiß­ner. „Die Sol­da­tin­nen und Sol­da­ten lei­sten bei uns wert­vol­le Arbeit. Ohne ihren enga­gier­ten Ein­satz wäre alles sehr viel schwie­ri­ger. Die fort­lau­fend hohen Infek­ti­ons­zah­len mit Covid-19-Erkran­kun­gen, die Nach­ver­fol­gung der Infek­ti­ons­ket­ten, Tests und Imp­fun­gen haben die per­so­nel­len Kapa­zi­tä­ten beim und im Land­kreis an die Gren­zen gebracht“, stellt der Land­rat wei­ter fest.

Seit Novem­ber 2020 waren ins­ge­samt 48 Sol­da­tin­nen und Sol­da­ten im Land­kreis im Ein­satz und wur­den fort­lau­fend immer wie­der von ihren Ein­hei­ten aus­ge­wech­selt. Aktu­ell sind 23 im Land­kreis tätig: acht Tracer, vier als „Hel­fen­de Hän­de“ in einer Pfle­ge­ein­rich­tung, sechs als „Hel­fen­de Hän­de“ für Schnell­tests in Hei­men und fünf Sani­täts­fach­kräf­te im Impf­zen­trum. „Im Augen­blick stel­len Kräf­te der Bun­des­wehr rund 30 Pro­zent der medi­zi­ni­schen Fach­an­ge­stell­ten im Impf­zen­trum. Ohne die Kräf­te der Bun­des­wehr wäre die Nach­ver­fol­gung der Infek­ti­ons­ket­ten nicht sicher­ge­stellt“, unter­streicht Land­rat Meißner.

Im Ein­satz waren bzw. sind:

  • vom 5. Novem­ber 2020 bis 18. Janu­ar 2021 vier Sani­tä­ter von der 3. Kom­pa­nie des Sani­täts­re­gi­ments 1 aus Wei­ßen­fels (3.SanRgt.1) im Gesund­heits­amt für Corona-Test-Abstriche;
  • vom 28. Dezem­ber 2020 bis zum 31. Janu­ar 2021 als „Hel­fen­de Hän­de“ im AWO Senio­ren­zen­trum in Red­witz fünf Sol­da­ten vom Pan­zer Artil­le­rie Batail­lon 131 Wei­den (PzArtBtl. 131);
  • vom 14. bis 22. Janu­ar 2021 als „Hel­fen­de Hän­de“ im Pfle­ge­heim Eli­sa­beth in Lich­ten­fels acht Sol­da­ten der 2. Kom­pa­nie des Logi­stik Batail­lon 467 (2./LogBtl.467) in Volkach;
  • alter­nie­rend acht Sol­da­ten von der 2. Kom­pa­nie des Ver­sor­gungs­ba­tail­lons 4 (2./VersBtl.4) in Pfreimd;
  • vom 20. Novem­ber 2020 bis 12. Febru­ar 2021 zwei Sol­da­ten der
    3. Kom­pa­nie des IT Batail­lon 231(3./ItBtl 231) in Mit­ten­wald zum Auf­bau bzw. zur Imple­men­tie­rung der Soft­ware zur Nach­ver­fol­gung der Infektionsketten;
  • vom 1. Dezem­ber 2020 bis zum 12. Febru­ar 2021 ein Sol­dat (Reser­vist) des Kreis­ver­bin­dungs­kom­man­dos Lich­ten­fels (HFw Gut­ge­sell) zum Aufbau/​Implementierung der Soft­ware „Sor­mas“ zur Nach­ver­fol­gung der Infektionsketten;
  • seit 11. Janu­ar noch bis vor­erst zum 23. April 2021 sind fünf Sani­tä­ter vom Sani­täts­un­ter­stüt­zungs­zen­trum Ham­mel­burg (SanUs­tgZ) im Impfzentrum;
    bera­tend das Sani­täts­ko­man­do Süd aus München;
  • seit Beginn der Pan­de­mie alter­nie­rend bera­tend im und für den Arbeits­kreis Coro­na vier Reser­vi­sten des Kreis­ver­bin­dungs­kom­man­dos (KVK) Lich­ten­fels: Ober­stabs­feld­we­bel d.R. Tho­mas Will, Haupt­feld­we­bel d.R. Mark Gut­ge­sell, Oberst­leut­nant d.R. Tho­mas Lang, Major d.R. Tri­stan Rinker.

Zwei Mit­ar­bei­ter des Land­rats­am­tes, die gleich­zei­tig als Reser­vi­sten im KVK aktiv sind, berei­ten die Anträ­ge auf Hil­fe­lei­stung vor, die dann über den stell­ver­tre­ten­den Lei­ter des KVK an das Lage­zen­trum im Lan­des­kom­man­do Bay­ern der Bun­des­wehr wei­ter­ge­lei­tet wer­den. Die Ein­tei­lung der Sol­da­ten obliegt der jewei­li­gen Orga­ni­sa­ti­ons­ein­heit im Landratsamt.

Haupt­feld­we­bel Gut­ge­sell aus Bad Staf­fel­stein passt digi­ta­le Erfas­sungs-Soft­ware im Team mit Kol­le­gen für Bedürf­nis­se des Land­krei­ses an

Ihnen allen sagt der Land­rat ein ganz herz­li­ches Dan­ke­schön: „Durch ihre Unter­stüt­zung konn­te vie­les schnell und unbü­ro­kra­tisch auf dem kur­zen Dienst­weg in die Wege gelei­tet wer­den.“ Ins­be­son­de­re hat Haupt­feld­we­bel Gut­ge­sell dem Land­kreis bei der Pan­de­mie­be­kämp­fung wert­vol­le Dien­ste gelei­stet: Beruf­lich eigent­lich Betriebs­in­for­ma­ti­ker bei Baur pass­te der 55-jäh­ri­ge Bad Staf­fel­stei­ner die digi­ta­le Soft­ware Sor­mas, die vom Helm­holtz-Zen­trum für die Infek­ti­ons­for­schung ent­wickelt wur­de, auf die loka­len Bedürf­nis­se des Land­krei­ses an und schrieb zusam­men mit zwei Mit­ar­bei­tern des Land­rats­am­tes sowie zwei Kame­ra­den des IT-Batail­lons 293 aus Mur­nau ein ent­spre­chen­des Handbuch.

Dank an die Arbeitgeber

Das Ergeb­nis hat Pilot­funk­ti­on und die in Lich­ten­fels erstell­te Anlei­tung steht inzwi­schen allen baye­ri­schen Kreis­ver­bin­dungs­kom­man­dos zur Ver­fü­gung und wird in etli­chen Land­rats­äm­tern genutzt. „Unser gro­ßer Dank gilt ganz beson­ders auch den Arbeit­ge­bern, die unse­re Reser­vi­sten für die­sen sehr lan­gen Ein­satz frei­stel­len“, betont der Land­rat weiter.

Beson­ders lobend erwähnt Chri­sti­an Meiß­ner in die­sem Zusam­men­hang auch, dass sich ein jun­ger Stabs­un­ter­of­fi­zier aus Bad Staf­fel­stein aus frei­en Stücken für annä­hernd drei Mona­te zur Hil­fe­lei­stung gemel­det hat­te: „Solch außer­ge­wöhn­li­ches Enga­ge­ment fin­det man heu­te sel­ten – des­we­gen kann man es gar nicht hoch genug einschätzen.“

„Für unse­re Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter ist die Unter­stüt­zung eine äußerst wert­vol­le Hil­fe“, unter­streicht der Land­rat. Wie es in den kom­men­den Wochen wei­ter­geht, ist abhän­gig davon, wie sich die Pan­de­mie und die Infek­ti­ons­zah­len wei­ter­ent­wickeln. Abhän­gig von der jewei­li­gen Lage wird ent­schie­den, ob ein Antrag auf Hil­fe­lei­stung gestellt wird.