Kro­nacher Städ­te­ko­ope­ra­ti­on „Wege zu Cra­nach“ fei­ert Jubiläum

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Hap­py Bir­th­day „WEGE ZU CRA­NACH“ – 10 Jah­re gemein­sam unterwegs

Am 17. März 2011, also vor genau zehn Jah­ren, wur­de die Städ­te­ko­ope­ra­ti­on „Wege zu Cra­nach“ in Kro­nach und damit am Geburts­ort des gro­ßen Renais­sance-Malers Lucas Cra­nach des Älte­ren gegrün­det. Mit Luther­stadt Wit­ten­berg, Wei­mar, Coburg, Eisen­ach, Schnee­berg, Des­sau-Roß­lau, Gotha und eben Kro­nach zähl­te der Städ­te­ver­bund zunächst acht Mit­glie­der, im Lau­fe der Zeit kamen mit Erfurt, Neu­stadt an der Orla, Nürn­berg, Mei­ßen, Tor­gau und zuletzt Aschaf­fen­burg dann noch sechs wei­te­re Orte hin­zu. Gemein­sa­mes Ziel der Koope­ra­ti­on über die vier Bun­des­län­der­gren­zen Bay­ern, Thü­rin­gen, Sach­sen und Sach­sen-Anhalt hin­weg war und ist es, das umfang­rei­che künst­le­ri­sche Erbe der Cra­nach-Fami­lie am authen­ti­schen Ort zu bewah­ren und mit neu­en muse­ums­di­dak­ti­schen Metho­den einer brei­ten Öffent­lich­keit bekannt zu machen, gemein­sam tou­ri­sti­sche Pro­duk­te zu ent­wickeln sowie die Cra­nach-Orte einer­seits stär­ker zu ver­net­zen, ande­rer­seits ihnen aber auch klar unter­scheid­ba­re Cra­nach-Schwer­punk­te zuzuordnen.

Die­ses umfang­rei­che kul­tur­tou­ri­sti­sche Anlie­gen wur­de dabei von Anfang an durch kunst­hi­sto­ri­sche Exper­ti­se beglei­tet. Unter dem Vor­sitz von Dr. Elke Anne Wer­ner ist es näm­lich der wis­sen­schaft­li­che Bei­rat, der für den not­wen­di­gen fach­li­chen Input sorgt und auf die­se Wei­se dem Netz­werk immer wie­der neue The­men rund um Cra­nach erschließt.

Blickt man in der Kro­nacher Geschäfts­stel­le mit Erster Bür­ger­mei­ste­rin Ange­la Hof­mann kurz auf die zehn­jäh­ri­ge Geschich­te zurück, so war im Rah­men der Luther­de­ka­de sicher­lich das Cra­nach-Jahr 2015, in dem der 500. Geburts­tag von Lucas Cra­nach dem Jün­ge­ren gefei­ert wur­de, ein Höhe­punkt, wel­cher der Koope­ra­ti­on zahl­rei­che Aus­stel­lun­gen und Ver­an­stal­tun­gen mit vie­len Gästen bescher­te. Aber auch sonst hat sich in den Cra­nach-Orten seit 2011 viel getan. So wur­de, um nur Eini­ges zu nen­nen, die Frän­ki­sche Gale­rie, das Zweig­mu­se­um des Baye­ri­schen Natio­nal­mu­se­ums Mün­chen auf der Festung Rosen­berg in Kro­nach mit einem groß­zü­gi­gen Staats­zu­schuss moder­ni­siert und um eine Rei­he von Cra­nach-Wer­ken erwei­tert. In Neu­stadt an der Orla konn­te dar­über hin­aus der bedeu­ten­de Cra­nach-Altar der Stadt­kir­che St. Johan­nis saniert und wie­der in Dienst gestellt wer­den, und die Cra­nach-Stif­tung in Luther­stadt Wit­ten­berg hat bei­spiels­wei­se die Dau­er­aus­stel­lung „Cra­nachs Welt“ auf den Weg gebracht. Und gera­de jetzt steht nicht nur nach einer auf­wen­di­gen Sanie­rung die Wie­der­eröff­nung der Anhal­ti­schen Gemäl­de­ga­le­rie und damit auch die Neu­prä­sen­ta­ti­on der Cra­nach-Wer­ke in Des­sau-Roß­lau bevor, son­dern auch die Klas­sik Stif­tung in Wei­mar ist dabei, ihren Cra­nach-Bestand im Rah­men einer Aus­stel­lung in der Her­zo­gin Anna Ama­lia Biblio­thek neu zu zeigen.

Vor allen Din­gen blickt das Cra­nach-Netz­werk aber auf das näch­ste gro­ße Jubi­lä­um. Denn 2022 jährt sich Luthers Neu­über­set­zung des Neu­en Testa­men­tes mit Holz­schnit­ten von Lucas Cra­nach, das soge­nann­te Sep­tem­ber­te­sta­ment, zum 500. Male. Die Part­ner der „Wege zu Cra­nach“ hof­fen dar­auf, die­ses Jubi­lä­um coro­nafrei mit vie­len Besu­che­rin­nen und Besu­chern fei­ern zu kön­nen und arbei­ten inten­siv an einem Aus­stel­lungs- und Ver­an­stal­tungs­pro­gramm. Den Auf­takt zum Jubi­lä­ums­jahr bil­det eine gro­ße Fach­ta­gung im Okto­ber 2021 in Eisen­ach, zu deren Aus­ge­stal­tung der wis­sen­schaft­li­che Bei­rat der „Wege zu Cra­nach“ maß­geb­lich bei­getra­gen hat.