Land­kreis Wun­sie­del: Archi­tek­ten­wett­be­werb Design­stu­dio Selb – Sie­ger­ent­wür­fe ste­hen fest

v.l.n.r.: Armin Dick (stellv. Schulleiter Fachschule für Produktdesign Selb), Bernd Rössler (Fachlehrer für Produktdesign), Landrat Peter Berek, Dr. Bernhard Nitsche (Schulleiter Fachschule für Produktdesign Selb) / Foto: Uni.
v.l.n.r.: Armin Dick (stellv. Schulleiter Fachschule für Produktdesign Selb), Bernd Rössler (Fachlehrer für Produktdesign), Landrat Peter Berek, Dr. Bernhard Nitsche (Schulleiter Fachschule für Produktdesign Selb) / Foto: Uni

Das geplan­te Design­stu­dio der Fach­schu­le für Pro­dukt­de­sign in Selb ist einen wei­te­ren ent­schei­den­den Schritt vor­an­ge­kom­men. Heu­te (FR) sind die Sie­ger des euro­pa­wei­ten Archi­tek­ten­wett­be­werbs gekürt wor­den. Die Sit­zung der Jury war dabei einem stren­gen Hygie­nekon­zept unter­wor­fen, zudem muss­ten sich alle Teil­neh­mer im Vor­feld einem Coro­na­test unterziehen.

Am Ende der zwei­tä­gi­gen Klau­sur der Jury wur­den vier Prei­se vergeben:

  1. Preis: ATE­LIER 30 Archi­tek­ten GmbH/​Fischer Creut­zig BDA aus Kassel
  2. Preis: Bez+Kock Architekten/​Generalplaner GmbH aus Stuttgart
  3. Preis: Fried­rich Poerschke Zwink Architekten/​Stadtplaner BDA aus München
  4. Preis: Hascher Jeh­le Design GmbH aus Berlin

Zum Hin­ter­grund:

Der baye­ri­sche Mini­ster­prä­si­dent Mar­kus Söder hat­te im ver­gan­ge­nen Jahr bei einem Besuch die Ent­schei­dung bekannt gege­ben, dass die Fach­schu­le für Pro­dukt­de­sign einen Bache­lor-Stu­di­en­gang Design erhält und zudem um ein Design­stu­dio erwei­tert wird. Seit­dem lau­fen die Pla­nun­gen für das neue Gebäu­de auf dem Are­al der ehe­ma­li­gen Por­zel­lan­fa­brik Hut­schen­reu­ther B auf Hochtouren.

Geplant ist im ersten Schritt ein Neu­bau mit 3500 qm2 Nutz­flä­che. In die­sem sol­len die drin­gend benö­tig­ten Werk­stät­ten und Ate­liers unter­ge­bracht wer­den. Zu einem spä­te­ren Zeit­punkt ist ein Anbau mit rund 1000 qm2 vor­ge­se­hen, der bereits in der jet­zi­gen Pla­nung berück­sich­tigt und spä­ter für den Hoch­schul­be­trieb genutzt wer­den soll.

Beim durch den Bau­herrn (Land­kreis Wun­sie­del i. Fich­tel­ge­bir­ge) durch­ge­führ­ten euro­pa­wei­ten Archi­tek­ten­wett­be­werb waren nach einem vor­ge­schal­te­ten Aus­wahl­ver­fah­ren schließ­lich 20 Büros auf­ge­for­dert wor­den, Ent­wür­fe für das neue Stu­dio ein­zu­rei­chen. Von jedem Wett­be­werbs­teil­neh­mer wur­den im Ver­fah­ren die glei­chen Lei­stun­gen ver­langt, damit die Entwürfe fair mit­ein­an­der ver­gli­chen wer­den konn­ten. Alle Wett­be­werbs­teil­neh­mer hat­ten glei­che „Start­chan­cen“: Sie konn­ten ihre Arbeit zum glei­chen Zeit­punkt, also ab der Aus­ga­be der Wett­be­werbs­un­ter­la­gen, begin­nen. Die Arbeit der Teil­neh­mer ende­te mit der anony­men Abga­be der Wett­be­werbs­ar­bei­ten. Die Tat­sa­che, dass kei­ne nament­li­che Zuord­nung zu den Wett­be­werbs­ar­bei­ten möglich ist, soll­te vor allem dazu bei­tra­gen, die Objektivität des Preis­ge­richts nicht zu gefährden. Das Qualitätsurteil, wel­ches vom Preis­ge­richt in einem demo­kra­ti­schen Ver­fah­ren gefällt wur­de, erfüllt die Vor­ga­be, glei­cher­ma­ßen gestal­te­ri­sche, wirt­schaft­li­che, funk­tio­na­le, tech­ni­sche und ökologische Aspek­te berück­sich­tigt zu haben.

Das unabhängige Preis­ge­richt, zusam­men­ge­setzt aus Archi­tek­ten, Ver­tre­tern des Bau­herrn, der Stadt Selb, der Hoch­schu­le und der Fach­schu­le, hat nun am gest­ri­gen Don­ners­tag und heu­ti­gen Frei­tag aus­führ­lich getagt. Zwei gan­ze Tage hat man sich inten­siv mit den Ent­wür­fen beschäf­tigt und um die beste Lösung für das Stu­dio in Selb gerun­gen. Die Pla­nung des Wett­be­werbs­sie­gers muss nun in den kom­men­den Mona­ten ein Ver­ga­be­ver­fah­ren durch­lau­fen, bevor die eigent­li­che Auf­trags­ver­ga­be und im Anschluss die eben­falls auf­wän­di­ge Fach­pla­nung erfol­gen kann. Läuft alles nach Plan, ist ein Bau­start im Früh­jahr 2022 denkbar.

„Die Erwei­te­rung unse­rer natio­nal und inter­na­tio­nal renom­mier­ten Fach­schu­le ist ein ent-schei­den­der Schritt für die Ent­wick­lung der Hoch­schul­land­schaft im Land­kreis und somit für die Zukunft des Fich­tel­ge­bir­ges“, sagt dazu Land­rat Peter Berek.

Alle ein­ge­reich­ten Ent­wür­fe ein­schließ­lich der vier Preis­trä­ger sind in einer coro­na­kon­for­men öffent­li­chen Aus­stel­lung von Sonn­tag, 17.01. bis ein­schließ­lich Don­ners­tag 21.01 2021 zu sehen. Die Aus­stel­lung in der Fich­tel­ge­birgs­hal­le Wun­sie­del unter­liegt den übli­chen stren­gen Abstands- und Hygie­ne­vor­schrif­ten, einer Mas­ken­pflicht für Besu­cher und der Ein­hal­tung eines Besu­cher­li­mits von maxi­mal 20 Per­so­nen. Sie ist an den genann­ten Tagen von 13:00 bis 17:00 Uhr öffent­lich zugänglich.