Bro­se Bam­berg muss sich Olden­burg geschla­gen geben

symbolbild basketball

Bro­se Bam­berg hat am 11. Spiel­tag der easy­Credit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga gegen die EWE Bas­kets Olden­burg mit 78:85 ver­lo­ren. Zwar führ­ten die Gast­ge­ber zur Pau­se mit neun Punk­ten (43:34), das drit­te Vier­tel muss­ten sie jedoch mit 16:30 abge­ben. Im Schluss­ab­schnitt konn­te der Rück­stand nicht mehr gedreht wer­den, so dass unter dem Strich die sech­ste Nie­der­la­ge im zehn­ten Spiel steht. Bester Bam­ber­ger Wer­fer war Ben­net Hundt mit 20 Punkten.

Johan Roi­jak­kers: „Gra­tu­la­ti­on an Olden­burg. Am Ende bin ich zufrie­den mit dem Auf­tritt mei­ner Mann­schaft. Die Inten­si­tät und Kör­per­span­nung war viel bes­ser, als noch am Mitt­woch. Wenn wir so wie heu­te gegen Bay­reuth gespielt hät­ten, wäre das Spiel sicher­lich anders aus­ge­gan­gen. Olden­burg ist ein gutes Team. Bei uns haben heu­te ver­schie­de­ne Spie­ler in ver­schie­de­nen Pha­sen gut gehol­fen. Lei­der fehlt uns gegen Top­mann­schaf­ten wie Olden­burg am Ende etwas Qua­li­tät und Quantität.“

Die Olden­bur­ger wirk­ten zu Beginn wacher, kamen mit mehr Ener­gie ins Spiel und lagen schnell mit sechs Zäh­lern vor­ne (0:6, 2.). Es dau­er­te gut zwei­ein­halb Minu­ten, ehe Chri­sti­an Seng­fel­der erst­mals für Bro­se erfolg­reich zum 2:6 abschlie­ßen konn­te. Vor allem die Ball­ver­lu­ste mach­ten den Haus­her­ren in den ersten zehn Minu­ten zu schaf­fen. Sechs Mal ver­lo­ren sie den Ball, immer wie­der aus­ge­nutzt von den Gästen, die so zu ein­fa­chen Punk­ten kamen und Mit­te des Vier­tels mit acht Zäh­lern vor­ne lagen: 6:14. Dann der Ruck im Bam­ber­ger Spiel. Plötz­lich stan­den die Gast­ge­ber hin­ten siche­rer, lie­ßen die Olden­bur­ger zu kei­nen leich­ten Kör­ben mehr kom­men. Vor­ne lie­fen nun die Syste­me. Ein zwi­schen­zeit­li­cher 8:0‑Lauf sorg­te nach gut neun Minu­ten für die erste Bam­ber­ger Füh­rung: 17:16. Schwe­thelm traf kurz vor der Sire­ne noch den Drei­er zum 16:19-Viertelstand.

Im zwei­ten Abschnitt erwisch­ten wie­der die Nie­der­sach­sen den bes­se­ren Start, konn­ten ihre Füh­rung durch Hobbs auf fünf Punk­te aus­bau­en (19:24, 12.). Bro­se aber war nun voll da. Mahal­ba­sic und Pres­sey beka­men schnell ihre drit­ten Fouls, da Bam­berg extrem bis­sig agier­te. Zwi­schen der zwölf­ten und der 16 Minu­te gestat­te­ten die Haus­her­ren ihrem Geg­ner kei­nen ein­zi­gen Feld­korb, ledig­lich zwei Frei­wür­fe fan­den den Weg in den Korb. Selbst lief es nun offen­siv plan­mä­ßig. Joa­nic Grütt­ner-Bacoul setz­te nicht nur defen­siv Akzen­te, son­dern war auch vor­ne prä­sent und sorg­te mit sei­nen Punk­ten drei und vier für die erst­ma­li­ge zwei­stel­li­ge Füh­rung (39:28, 18.). Neun Zäh­ler davon blie­ben zur Pau­se noch übrig: 43:34.

Olden­burg kam etwas bis­si­ger aus der Kabi­ne. Und treff­si­che­rer. Vor allem einer stell­te Bro­se in den ersten vier Minu­ten des drit­ten Abschnitts vor mas­si­ve Pro­ble­me: Nick Horns­by traf inner­halb von 120 Sekun­den drei Drei­er und drei Frei­wür­fe und brach­te Bam­berg damit wie­der mit 49:50 in Rück­stand. Es blieb wei­ter­hin eine phy­si­sche Par­tie, bei der die Haus­her­ren zunächst die Kon­trol­le in der Defen­si­ve ver­lo­ren. Die Fol­ge: Olden­burg konn­te sei­ne Füh­rung behaup­ten und sogar bis Ende des Vier­tels wie­der auf fünf Punk­te aus­bau­en. Die drit­ten zehn Minu­ten gin­gen für Bro­se mit 16:30 ver­lo­ren und sorg­ten für einen 59:64-Rückstand vor dem Schlussabschnitt.

Dort ver­such­te Bro­se Bam­berg noch­mal alles, aller­dings hat­ten die Olden­bur­ger immer wie­der die pas­sen­den Ant­wor­ten parat. Rickey Paul­ding – am Ende mit 22 Punk­ten Tops­corer des Spiels – über­nahm in der ent­schei­den­den Pha­se die Ver­ant­wor­tung bei den Gästen. Spä­te­stens als er 90 Sekun­den vor Schluss zum 71:80 aus Bam­ber­ger Sicht traf, war die Par­tie ent­schie­den und der zwi­schen­zeit­li­che 5:0‑Lauf der Haus­her­ren zum 69:74 ver­pufft. Am Ende muss­te sich Bro­se Bam­berg mit 78:85 geschla­gen geben. Viel Zeit zum Nach­den­ken über die Nie­der­la­ge bleibt jedoch nicht, denn bereits am Mitt­woch (19 Uhr) sind die Man­nen von Johan Roi­jak­kers wie­der gefor­dert. Dann sind sie zu Gast in Ulm, ehe es am Frei­tag in Vech­ta zum drit­ten Spiel bin­nen sechs Tagen kommt.

Bro­se Bam­berg: Lock­hart 12, Ple­scher dnp, Fie­ler 7, Hall 13, Ogbe dnp, Vita­li 5, Odia­se 2, Hundt 20, Seng­fel­der 7, Kra­vish 6, Grütt­ner 6