Zusam­men­ar­beit des Ober­lan­des­ge­richts Bam­berg mit dem Tafel­ge­richt Pécs in Ungarn – auch wäh­rend der Corona-Pandemie

Symbolbild Justiz

Ihre Erfah­run­gen mit der Auf­recht­erhal­tung des Gerichts­be­triebs in Zei­ten der Coro­na-Pan­de­mie tausch­ten der Prä­si­dent des Ober­lan­des­ge­richts Bam­berg Lothar Schmitt und der Prä­si­dent des Tafel­ge­richts Pécs Dr. Tamás Turi im Rah­men einer Video­kon­fe­renz aus. Zu Beginn der elek­tro­ni­schen Bespre­chung am 15. Dezem­ber 2020 gra­tu­lier­te Prä­si­dent Schmitt sei­nem unga­ri­schen Kol­le­gen sehr herz­lich zu des­sen kürz­lich erfolg­ten Ernen­nung zum Prä­si­den­ten. Er freue sich, dass mit Dr. Turi ein guter Bekann­ter und Freund des Ober­lan­des­ge­richts Bam­berg die Lei­tung des Tafel­ge­richt über­nom­men habe. „Gemein­sam wer­den wir die Part­ner­schaft auch in schwie­ri­gen Zei­ten vor­an­brin­gen“, so Prä­si­dent Schmitt.

Präsident des Oberlandesgerichts Lothar Schmitt

Prä­si­dent des Ober­lan­des­ge­richts Lothar Schmitt

Anschlie­ßend stell­ten die bei­den Gerichts­prä­si­den­ten ihre jewei­li­gen Maß­nah­men zum Gesund­heits­schutz und zur Auf­recht­erhal­tung des Gerichts­be­triebs wäh­rend der aktu­el­len Coro­na-Pan­de­mie vor. Hier­bei zeig­te sich, dass sowohl in Ungarn als auch in Deutsch­land ver­gleich­ba­re Maß­nah­men ergrif­fen wur­den. So gilt in den Gerichts­ge­bäu­den bei­der Län­der die Pflicht zum Tra­gen einer Mund-Nasen-Bedeckung. Auch wur­den in den Gerichts­sä­len und den Büros zahl­rei­che Ple­xi­glas­schei­ben ein­ge­baut, um die Infek­ti­ons­ge­fahr zu redu­zie­ren. Eben­falls haben bei­de Län­der die Mög­lich­keit zur Heim­ar­beit erwei­tert und Dis­tanz­re­ge­lun­gen ein­ge­führt. Beson­de­res Inter­es­se zeig­te Prä­si­dent Dr. Turi an dem im Ober­lan­des­ge­richt Bam­berg prak­ti­zier­ten Lüf­tungs­kon­zept für alle Räu­me sowie an einem Fra­ge­bo­gen, der bei Betre­ten des Justiz­ge­bäu­des von den Besu­chern aus­zu­fül­len ist. Auch von der sehr guten Zusam­men­ar­beit zwi­schen dem Baye­ri­schen Staats­mi­ni­ste­ri­um der Justiz und den ein­zel­nen Justiz­be­hör­den wäh­rend der Coro­na-Pan­de­mie zeig­te sich der Prä­si­dent des Tafel­ge­richts Pécs über­aus beeindruckt.

Bei­de Prä­si­den­ten ver­ab­re­de­ten zum Ende der Video­kon­fe­renz, die gegen­sei­ti­gen Besu­che von Rich­te­rin­nen und Rich­tern nach dem Ende der Coro­na-Pan­de­mie wie­der auf­zu­neh­men. Die per­sön­li­chen Kon­tak­te in der Ver­gan­gen­heit sei­en stets gewinn­brin­gend und nütz­lich gewesen.

Zum Hin­ter­grund:
Das Ober­lan­des­ge­richt Bam­berg und das Tafel­ge­richt Pécs in Ungarn ver­bin­det eine lang­jäh­ri­ge Part­ner­schaft. Am 14.03.2014 wur­de eine offi­zi­el­le Part­ner­schafts-ver­ein­ba­rung unter­zeich­net. Die Ver­ein­ba­rung beinhal­tet neben regel­mä­ßi­gen gegen­sei­ti­gen Hospi­ta­ti­ons­auf­ent­hal­ten von Rich­te­rin­nen und Rich­tern ins­be­son­de­re den Erfah­rungs­aus­tausch auf dem Gebiet der Gerichts­or­ga­ni­sa­ti­on und des Behördenmanagements.