Bro­se Bam­berg gewinnt “Kri­mi” gegen Karsiyaka

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Bro­se Bam­berg bleibt in der Bas­ket­ball Cham­pions League durch einen 83:82-Erfolg über Pinar Kar­si­ya­ka nach dem 3. Spiel­tag wei­ter­hin unge­schla­gen und führt die Grup­pe F mit nun­mehr sechs Punk­ten an. Von Beginn an ent­wickel­te sich ein rasan­tes Spiel mit tol­len Aktio­nen auf bei­den Sei­ten. 9,8 Sekun­den vor dem Ende lag Bro­se, das zwi­schen­zeit­lich mit sie­ben Zäh­lern geführt hat­te, noch mit einem Zäh­ler vor­ne. Kar­si­ya­ka schaff­te es auf­grund einer star­ken Bam­ber­ger Ver­tei­di­gung in ins­ge­samt vier Ver­su­chen nicht, den Ball im Korb unter­zu­brin­gen. Drei Bro­se-Spie­ler punk­te­ten zwei­stel­lig: Vita­li (14), Fie­ler (12) und Kra­vish (12).

Johan Roi­jak­kers: „Ich bin sehr, sehr glück­lich über die­sen Sieg. Wenn du in die näch­ste Run­de kom­men willst, dann musst du vor allem Zuhau­se gewin­nen. Heu­te war unser erstes Heim­spiel in der BCL, daher war es sehr wich­tig. Ich bin sehr zufrie­den, wie wir auf­ge­tre­ten sind. Es war ein Sieg des gesam­ten Teams, jeder Spie­ler hat in einer bestimm­ten Pha­se über­nom­men und ist vor­an­ge­gan­gen. Seng­fel­der und Ogbe haben das Brett domi­niert, Hall hat gescort, Kra­vish war rich­tig gut. Ich bin vor allem sehr zufrie­den, wie unse­re deut­schen Spie­ler per­formt haben. Her­aus­he­ben will ich da Ben­net Hundt. Er hat es nicht leicht, muss das Team durch die Ver­let­zung von Tyler Lar­son füh­ren – hat das aber in der ent­schei­den­den Pha­se her­vor­ra­gend gemacht. Am Ende waren wir smart, konn­ten sie vier­mal stop­pen, ein­mal mit einem tol­len Block. Wir haben einen tol­len Job gemacht.“

Den ersten Drei­er der Par­tie traf Miche­le Vita­li mit dem ersten Wurf der Par­tie. Zwar wur­de der direkt im Gegen­zug durch einen Hen­ry-Drei­er gekon­tert, Bro­se aber zeig­te von Beginn an, dass sie es bes­ser machen woll­ten, als die letz­ten Spie­le. Vor allem defen­siv hiel­ten die Gast­ge­ber gut dage­gen, lie­ßen sich auch durch einen zwi­schen­zeit­li­chen Rück­stand (6:7, 3.) nicht aus der Ruhe brin­gen und beant­wor­te­ten die­sen mit einem 8:0‑Lauf zum 14:7 nach gut fünf Minu­ten. Die Tür­ken aber blie­ben der erwar­tet zähe Geg­ner. Vor allem Ray­mar Mor­gan war es immer wie­der, der Nadel­sti­che set­zen konn­te. Die letz­ten Punk­te des ersten Vier­tels gin­gen auf das Kon­to von Ken­ny Ogbe, der sei­ne zwei Frei­wür­fe zum 26:20 verwandelte.

Im zwei­ten Abschnitt waren es zunächst die Gäste, die bes­ser zurück ins Spiel fan­den und den Bam­ber­ger Vor­sprung suk­zes­si­ve mini­mier­ten. Ein And1 von Hen­ry war es schließ­lich, das Bro­se wie­der in Rück­stand gera­ten ließ (33:34, 14.). Zwei star­ke Aktio­nen von Ben­net Hundt hol­ten die Füh­rung jedoch aber­mals auf Sei­te der Gast­ge­ber, die die­se durch Chis Seng­fel­der, Miche­le Vita­li und Devon Hall in der Fol­ge­zeit auf sie­ben Zäh­ler aus­bau­en konn­ten (43:36, 18.). Die letz­ten zwei Minu­ten der ersten Halb­zeit gehör­ten dann jedoch Kar­si­ya­ka, die sechs Punk­te in Fol­ge erziel­ten und die Bam­ber­ger Halb­zeit­füh­rung damit auf einen Zäh­ler schrump­fen ließ: 43:42.

Drit­tes Vier­tel, es blieb wei­ter­hin ein Spiel auf hohem Niveau, kampf­be­tont und lei­den­schaft­lich von bei­den Teams geführt. Zwei Drei­er in kur­zer Fol­ge der Tür­ken brach­ten die Gäste nach 22 Minu­ten erneut in Front: 47:48. Der agi­le Miche­le Vita­li und der immer am rich­ti­gen Ort ste­hen­de David Kra­vish hol­ten die Füh­rung eine Minu­te spä­ter zurück; ein Drei­er von Hundt bau­te sie aus (57:51, 25.). Die Par­tie wog nun hin und her, wobei man Kar­si­ya­ka all­mäh­lich die Müdig­keit anmerk­te, die sie durch das vier­te Spiel in sie­ben Tagen beka­men. Nichts desto trotz blie­ben die Gäste jeder­zeit brand­ge­fähr­lich. Und den­noch, Bro­se blieb aggres­siv, bis­sig und erziel­te durch Devon Hall mit der Vier­tel­si­re­ne das 69:63.

Im Schluss­ab­schnitt bekam Pinar Kar­si­ya­ka die vier­te Luft. Özkan traf den Drei­er mit Brett und ver­rin­ger­te die Bam­ber­ger Füh­rung nach 34 Minu­ten wie­der auf einen Zäh­ler: 71:70. Die Haus­her­ren lie­ßen sich dadurch aber nicht aus der Ruhe brin­gen. Vor allem Ben­net Hundt diri­gier­te in der kri­ti­schen Pha­se das Spiel, fand immer wie­der den frei­en Mit­spie­ler (am Ende hat­te er sie­ben Assists) – oder aber schloss selbst sehens­wert ab (77:71, 36.). Die Schluss­pha­se wur­de hek­tisch und span­nend, da Ray­mar Mor­gan sich immer wie­der durch­tan­ken und tref­fen konn­te. Aller­dings, Bro­se zeig­te in den letz­ten Sekun­den des Spiels kei­ne Ner­ven an der Frei­wurf­li­nie. Hundt traf sei­ne zwei ganz sicher zum 80:83. Mor­gan netz­te für Kar­si­ya­ka eben­falls von der Linie ein, Bro­se ver­fehl­te im Gegen­zug den Drei­er. 9,8 Sekun­den waren noch zu gehen bei Ball­be­sitz der Gäste. Die ver­such­ten alles, kamen jedoch nicht an der star­ken Bam­ber­ger Defen­se (unter ande­rem ein Mon­ster­block von Fie­ler) vor­bei. Bro­se Bam­berg gewann mit 83:82 gegen Pinar Kar­si­ya­ka und hat nun drei Sie­ge aus drei Spie­len auf dem Konto.

Bro­se Bamberg:

Lock­hart 5, Ple­scher dnp, Seric dnp, Fie­ler 12, Hall 8, Ogbe 2, Vita­li 14, Odia­se 5, Hundt 7, Seng­fel­der 4, Kra­vish 12, Grüttner