Trotz gro­ßer Ver­let­zungs­sor­gen – Erlan­gen schlägt Leip­zig deutlich

Der HC Erlan­gen hat sei­ne Fans pünkt­lich zum Niko­laus­tag mit einem wei­te­ren Heim­sieg beschenkt. Gegen den SC DHfK Leip­zig gewann das Team von Micha­el Haaß über­zeu­gend mit 30:22 (16:12). Trotz der Aus­fäl­le von Link, Büdel, Jepps­son und der Ver­let­zung von Fäth in der 15. Minu­te domi­nier­ten die Haus­her­ren ihre Gäste aus Leip­zig und beein­druck­ten mit einer star­ken Abwehr­ar­beit und einem schnel­len und muti­gen Angriffs­spiel. Beste Wer­fer auf­sei­ten der Erlan­ger waren Flo­ri­an von Gruch­al­la und Ham­pus Ols­son, die jeweils fünf Tref­fer erzielten.

Eine Hiobs­bot­schaft erreich­te Trai­ner Micha­el Haaß bereits vor dem Anpfiff. Simon Jepps­son erlitt im Trai­ning eine Ver­let­zung am Knie und konn­te sei­ner Mann­schaft genau­so wie Niko­lai Link (Schul­ter­ver­let­zung) und Nico Büdel (Bän­der­riss) nur vom Spiel­feld­rand die Dau­men drücken. So star­te­te der HC Erlan­gen mit Bis­sel, Fäth, Kell­ner, Ivic, Ols­son und Firn­ha­ber ins Spiel. Im Tor begann Kle­men Fer­lin, der direkt den ersten Wurf von Mamic stark parier­te. Kell­ner schei­ter­te im ersten Ver­such, was zur Fol­ge hat­te, dass die Gäste mit 0:1 in Füh­rung gin­gen konn­ten. Stef­fen Fäth zeig­te sich einen Angriff spä­ter treff­si­cher und erziel­te über Rück­raum-Links den Aus­gleich. Nach zwei schnel­len Kon­ter­to­ren auf bei­den Sei­ten mach­te Kell­ner das 3:2 (6.). Als Sime Ivic für zwei Minu­ten vom Feld muss­te, hol­te der HCE in Unter­zahl den Sie­ben­me­ter her­aus, den Flo­ri­an von Gruch­al­la sicher zum 4:3 (8.) ver­wan­del­te. Für die erste Zwei-Tore-Füh­rung sorg­te Stef­fen Fäth, der von Beginn an ein star­kes Spiel mach­te und aus dem Rück­raum zum 6:4 traf. Ivic bau­te nach Ball­ge­winn in der Abwehr auf 7:4 aus. Doch die Gäste erober­ten sich zwei Mal hin­ter­ein­an­der den Ball, sodass sie wie­der auf einen Tref­fer her­an­ka­men (7:6 /14.). Der HCE erhöh­te durch die Tore von Ivic und Metz­ner wie­der auf 9:7. Die Haus­her­ren lei­ste­ten sich kaum Feh­ler im Auf­bau­spiel und die frän­ki­sche Defen­si­ve lief auf Hoch­tou­ren. Kurz dar­auf folg­te die näch­ste schlech­te Nach­richt. In der 15. Minu­te hum­pel­te auch Stef­fen Fäth mit Ober­schen­kel­pro­ble­men vom Feld. Der Euro­pa­mei­ster von 2016 konn­te sein Team ab die­sem Zeit­punkt nur noch von der Bank aus unter­stüt­zen. Micha­el Haaß schick­te dar­auf­hin den 20-jäh­ri­gen Tarek Mar­schall auf die Plat­te, der unauf­ge­regt auf der Rück­raum-Mit­te-Posi­ti­on Regie führ­te und mit guten 1:1‑Aktionen Lücken für Kell­ner und Metz­ner schaff­te. In der Abwehr hat­ten sich die Erlan­ger vor­ge­nom­men, wie­der an ihre gute Lei­stung aus dem ver­gan­ge­nen Spiel in Lem­go anzu­knüp­fen. Dies gelang den Fran­ken, denn bis zur 26. Minu­te schaff­te es der HCE sich trotz der ange­spann­ten Per­so­nal­si­tua­ti­on einen 15:11-Vorsprung zu erspie­len. Dank star­ken Para­den von Kle­men Fer­lin und dem Sie­ben­me­ter-Tref­fer von Flo­ri­an von Gruch­al­la gin­gen die Haus­her­ren mit einer 16:12-Führung in die Kabine.Nach dem Sei­ten­wech­sel zog Sime Ivic im Rück­raum die Fäden und setz­te sei­ne Neben­män­ner cle­ver in Sze­ne. Bis­sel mach­te den Tref­fer zum 17:12, den Leip­zig wie­der­um direkt mit einem Kon­ter­tor beant­wor­te­te. In der 34. Minu­te hol­te Over­by den Sie­ben­me­ter her­aus, den Flo­ri­an von Gruch­al­la aber­mals sicher zum 18:13 ver­wan­del­te. Phil­ipp Weber netz­te mit sei­nem ersten Tref­fer der Par­tie zum 19:14 ein, doch auch davon zeig­ten sich die Haus­her­ren unbe­ein­druckt und leg­ten auf Ham­pus Ols­son ab, der das 20:14 mar­kier­te. Die Gäste aus Leip­zig, die weni­ge Tage zuvor beein­druckend das Ost-Der­by gegen den SC Mag­de­burg für sich ent­schie­den, bis­sen sich im Posi­ti­ons­an­griff die Zäh­ne an der Erlan­ger Defen­si­ve aus. Der HCE kämpf­te auf­op­fe­rungs­voll und über­zeug­te mit einem star­ken Umschalt­spiel und einer noch stär­ke­ren Abwehr­ar­beit. In Unter­zahl sorg­te Young­ster Tarek Mar­schall für ste­hen­de Ova­tio­nen unter den Hel­fern in der Are­na, als er bei Zeit­spiel über den Dop­pel­block zum 21:15 traf. Den dar­auf­fol­gen­den Tref­fer zum 22:15 von Flo­ri­an von Gruch­al­la, konn­ten lei­der nur die Auf­bau­hel­fer in der Are­na beju­beln, denn auf­grund eines tech­ni­schen Defekts muss­te SKY die Über­tra­gung des Spiels ab die­sem Moment abbre­chen. Die Spie­ler auf der Plat­te beka­men davon jedoch nichts mit und so kam es, dass der HC Erlan­gen, der eine unglaub­lich kämp­fe­ri­sche Lei­stung an den Tag leg­te, sei­nen Vor­sprung immer wei­ter aus­bau­te. Es schien, als hät­ten die Schütz­lin­ge von Micha­el Haaß aus den bei­den ver­gan­ge­nen Spie­len ihre Leh­ren gezo­gen, denn den Vor­sprung ver­tei­dig­ten sie mit allem, was sie hat­ten. Über die Spiel­stän­de 23:16 und 25:17 warf der HCE sich in der 52. Minu­te sogar eine Zehn-Tore-Füh­rung her­aus (27:17). Am Ende gewan­nen die Erlan­ger ihr Heim­spiel dank einer geschlos­se­nen Mann­schafts­lei­stung und einer außer­or­dent­li­chen kämp­fe­ri­schen Lei­stung ver­dient mit 30:22.

„Ich bin heu­te unglaub­lich stolz auf mei­ne Mann­schaft. Was Pet­ter, Seba­sti­an und auch Jan heu­te in der Abwehr ange­rührt haben, war ein­fach unfass­bar. Im Angriff hat Bene­dikt Kell­ner cle­ver die Par­tie gelei­tet und das Tarek Mar­schall in sei­nem Alter so die Füh­rung im Spiel über­nimmt freut uns natür­lich rich­tig. Wir haben heu­te trotz der vie­len bit­te­ren Aus­fäl­le eine star­ke Team­lei­stung abge­ru­fen und das Maxi­mum raus­ge­holt“, freu­te sich HC-Trai­ner Micha­el Haaß nach dem Spiel.

Für den HC Erlan­gen geht es in genau einer Woche wei­ter. Am kom­men­den Sams­tag, den 12. Dezem­ber, tref­fen die Fran­ken im Heim­spiel auf die Recken aus Han­no­ver. Anwurf in der ARE­NA NÜRN­BER­GER Ver­si­che­rung ist um 20:30 Uhr.

STA­TI­STIK

HC Erlan­gen:
Tor: Zie­mer, Ferlin
Sel­lin, Jae­ger, Fäth (3), Kell­ner (3), Firn­ha­ber (4) , Ivic (2), Bis­sel (2), Schäf­fer, Metz­ner (2), Ols­son (5), von Gruch­al­la (5), Mar­schall (3), Over­by (1), Mosindi

SC DHfK Leipzig
Tor:Putera, Bir­lehm, Simonsen
Pie­cz­kow­ski (2), Rem­ke (1), Geba­la (2), Bin­der (3), Weber (3), Krz­i­kal­la (4/3), Mamic (3), Wies­mach (3), Lar­sen (1), Mül­ler, Neu­mann, Leun