Bay­reuth: „Weg der Arten­viel­falt” vor­ge­stellt – Bepflan­zungs­ak­ti­on ent­lang der Thier­gärt­ner Stra­ße ist abgeschlossen

44 Laub­bäu­me aus ganz Euro­pa wur­den gepflanzt

Weg der Arten­viel­falt vor­ge­stellt / Foto: Stadt Bayreuth

BAY­REUTH – Zwi­schen dem Öko­lo­gisch-Bota­ni­schen Gar­ten der Uni­ver­si­tät Bay­reuth und dem Are­al des städ­ti­schen Tier­parks Röh­ren­see ent­steht der­zeit ein soge­nann­ter „Weg der Arten­viel­falt” als attrak­ti­ve Fuß­weg­ver­bin­dung. Gestal­tet wird sie unter ande­rem mit Baum­pflan­zun­gen ent­lang der Thier­gärt­ner Stra­ße. 44 Laub­bäu­me aus ganz Euro­pa hat das Stadt­gar­ten­amt in den ver­gan­ge­nen bei­den Wochen dort gepflanzt. Für jedes Exem­plar gibt es unter Bay­reuths natur­lie­ben­den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern einen Baum­pa­ten. Ober­bür­ger­mei­ster Tho­mas Ebers­ber­ger hat den „Weg der Arten­viel­falt” jetzt bei einem Medi­en­ter­min gemein­sam mit dem Lei­ter des Stadt­gar­ten­am­tes, Robert Pfei­fer, vorgestellt.

Die Pflanz­ak­ti­on fand vor dem Hin­ter­grund der Grün­ent­wick­lungs­pla­nung des Stadt­gar­ten­am­tes für den Bay­reu­ther Süden statt. Gemein­sam mit sei­nen dama­li­gen Frak­ti­ons­kol­le­gen Ingrid Hein­rit­zi-Mar­tin, Dr. Micha­el Hohl und Franz-Peter Wild (alle CSU) hat­te Ebers­ber­ger als Stadt­rat im Juni 2018 eine Ver­net­zung von Tier­park Röh­ren­see, Öko­lo­gisch-Bota­ni­schem Gar­ten und Umwelt­schutz-Infor­ma­ti­ons­zen­trum Lin­den­hof bean­tragt. Im Okto­ber des glei­chen Jah­res beauf­trag­te der Bau­aus­schuss die Ver­wal­tung mit kon­kre­ten Pla­nun­gen für eine Wege­ver­bin­dung zwi­schen den bei­den Ein­rich­tun­gen. Ihre bereits bestehen­de Zusam­men­ar­beit sol­le ver­tieft werden.

„In der wei­te­ren Pla­nung wur­de ein ‚Weg der Arten­viel­falt’ ent­lang des Rad- und Fuß­we­ges am Stu­den­ten­wald ent­wickelt, ins­ge­samt 44 euro­päi­sche Laub­baum­ar­ten wur­den gepflanzt”, resü­mier­te der Ober­bür­ger­mei­ster. Dar­un­ter befin­den sich sel­te­ne Arten wie der Bur­gen-Ahorn, der Schnee­ball­blätt­ri­ge Ahorn, sowie süd- und süd­ost­eu­ro­päi­sche Arten, die bei uns win­ter­hart sind (zum Bei­spiel Hop­fen­bu­che, Zerr- und Flau­mei­che, Baum­ha­sel und Zür­gel­baum). „Die­sen Baum­ar­ten kommt im Rah­men des Kli­ma­wan­dels auch in unse­ren Brei­ten eine ver­mehr­te Bedeu­tung zu. Der Weg soll die Viel­falt euro­päi­scher Laub­bäu­me zei­gen und als Anschau­ungs­ob­jekt für Stu­die­ren­de, Schü­le­rin­nen und Schü­ler, Aus­zu­bil­den­de im Gärt­ner- oder För­sterbe­ruf sowie für alle inter­es­sier­ten Bür­ge­rin­nen und Bür­ger die­nen”, so Ebers­ber­ger. An den Bäu­men sind klei­ne Info­ta­fel ange­bracht, sie wur­den von Schüler/​innen des Gym­na­si­ums Chri­sti­an Erne­sti­num erstellt.

Baum­pa­ten­schaf­ten vergeben

Anfang Sep­tem­ber wur­den für die Bäu­me soge­nann­te „Baum­pa­ten­schaf­ten” aus­ge­schrie­ben. Eine sol­che Erst­pa­ten­schaft kostet zwi­schen 150 und 500 Euro pro Baum, je nach Grö­ße und Sel­ten­heit des Exem­plars. Dar­in sind die Anschaf­fung des Bau­mes, die Pflan­zung, die Baum­ver­an­ke­rung und die Pfle­ge für das erste Jahr ent­hal­ten. Die Fol­ge­pfle­ge ist – unab­hän­gig von der Baum­art – für 50 Euro pro Jahr mög­lich. Die Reso­nanz auf das Ange­bot der Baum­pa­ten­schaf­ten war über­wäl­ti­gend. Inner­halb einer Woche waren alle Paten­schaf­ten und etli­che Fol­ge­pa­ten­schaf­ten vergeben.

Neu­er Ver­bin­dungs­weg wird im Früh­jahr eingeweiht

Die näch­ste Etap­pe des Pro­jekts wird nun die Fer­tig­stel­lung des Ver­bin­dungs­we­ges zum Öko­lo­gisch-Bota­ni­schen Gar­ten sein. Hier­zu wur­de bereits ein neu­er Ein- und Aus­gang im Süd­we­sten des Bota­ni­schen Gar­tens mit Zugangs­weg ange­legt. Die­ser wird im kom­men­den Früh­jahr fer­tig­ge­stellt sein und kann dann ein­ge­weiht werden.