Streu­obst­wie­se Ober­schwap­pach: Eine „Arche“ für sel­te­nes Streu­obst am Forst­be­trieb Ebrach

Auf der gro­ßen Wie­se am ehe­ma­li­gen Forst­haus Neu­haus im Revier Ober­schwap­pach hat der Forst­be­trieb Ebrach eine Streu­obst­wie­se für regio­na­le und mitt­ler­wei­le sehr sel­te­ne Baum­ar­ten begrün­det. Auf drei Hekt­ar ent­steht eine „Arche“ für regio­na­le und sel­te­ne Streu­obstar­ten. Sie dient Insek­ten und Vögeln als Nah­rung und Lebensraum.

Försterin Ellen Koller und Philipp Schelhorn von „Pflanzen Weiglein“ pflanzen die erste Wildbirne.  Foto: Tobias Geiger

För­ste­rin Ellen Kol­ler und Phil­ipp Schel­horn von „Pflan­zen Weig­lein“ pflan­zen die erste Wild­bir­ne. Foto: Tobi­as Geiger

Ins­ge­samt wur­den 48 Bäu­me und 15 Sträu­cher gepflanzt. Dabei ent­schied sich För­ste­rin Ellen Kol­ler für ver­schie­de­ne Obst­sor­ten. Gleich­zei­tig wer­den die bis­he­ri­gen alten, teils abster­ben­den Bäu­me erhal­ten. Auch sie stel­len wich­ti­ge Lebens­räu­me dar. Die­se bie­ten Stein­kauz und Wen­de­hals ein wert­vol­les Brut­ha­bi­tat. Selbst­ver­ständ­lich dient die neu­ge­schaf­fe­ne Streu­obst-Arche auch den Men­schen. Es sind regio­na­le Apfel­sor­ten wie der Ilm­ba­cher Por­ster und Her­zo­gin Olga sowie den Bir­nen­sor­ten Röhr­les­bir­ne und Hän­ser­bir­ne gepflanzt wor­den. Alle Pflan­zen stam­men von der Fir­ma Pflan­zen Weig­lein aus Wie­sen­t­heid. Der Fir­ma wur­de auch die pro­fes­sio­nel­le Pflan­zung übertragen.

Am Rand der Streu­obst­wie­se wur­den Holun­der, Ber­be­rit­ze, Pfaf­fen­hüt­chen, Schnee­ball und die Mis­pel ein­ge­bracht. Der Schnee­ball stellt im fort­ge­schrit­te­nen Herbst wich­ti­ge Nah­rung für den Sei­den­schwanz bereit. Die Fel­sen­bir­ne bie­tet als Früh­blü­her zu Beginn des Früh­lings Pol­len für die Bie­nen. Im Herbst stel­len ihre schmack­haf­ten Früch­te eine wert­vol­le Nah­rung für die Vogelwelt.

Die angren­zen­de Nach­ba­rin, Frau Ste­pha­nie Schlereth, fin­det die Begrün­dung der klei­nen Streu­obst-Arche wun­der­bar und freut sich auf die neu­en Früch­te der Neupflanzung.

Tobi­as Gei­ger, Forstreferendar
Bay­er. Staats­for­sten AöR, Forst­be­trieb Ebrach